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Weihnachtsgeschenk für Retter

Der DRK Katastrophenschutz Weißwasser hat ein neues Auto. Eigentlich sollte es schon lange im Einsatz sein.

Ein neues Fahrzeug gab es am vergangenen Dienstag für den Katastrophenschutz vom DRK Weißwasser.
Ein neues Fahrzeug gab es am vergangenen Dienstag für den Katastrophenschutz vom DRK Weißwasser. © Joachim Rehle

Weißwasser. Eigentlich sollte das neue Auto, eine mobile Einssatzzentrale für den Einsatzzug des DRK Katastrophenschutz Weißwasser schon lange umherfahren. Doch diesen Donnerstag kam es endlich. Engpässe durch gute Auftragslage bei einem Sohlander Spezialisten für Um- und Ausbau von Automobilen hatten die Ankunft rund 9 Monate verzögert.

Neuwagen mit Spezialausstattung

Immerhin musste der für zivile Nutzung gebaute Transporter mit Ausstattungen wie Schreibtisch, Stühlen, Computer, Monitor, Sondersignalanlage, Stauraum für Dokumente und Schutzanzüge, externen Notstromanschlüssen, Internet, Telefon und Funkgeräten versehen werden. Denn das Fahrzeug soll künftig in Notfällen wie Hochwasser oder Waldbrände als mobile Zentrale fungieren und Einsätze der rund 30 ehrenamtlichen DRK-Katastrophenschützer von Weißwasser als Einsatzleitfahrzeug koordinieren und betreuen. Weil das so ist, kann sich das Auto sogar etwa zehn Stunden autark mit Strom versorgen, ohne dass der Motor läuft. „Damit all das funktioniert, haben wir Ehrenamtlichen lange an der Ausstattung und unseren Wünschen getüftelt, die im Auto umgesetzt werden sollten“, sagt Jan Bauer, ehrenamtlicher Kreisbereitschaftsleiter, der im Notfalleinsatz auch 125 Katastrophenschützer des gesamten DRK-Kreisverbandes koordiniert. Nun sei man umso mehr stolz, endlich das neue Fahrzeug zu haben, das den in die Jahre gekommenen und nicht mehr auf dem Stand der erforderlichen Technik befindlichen und zu kleinen Pkw ersetzt.

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Investition von 70.000 Euro

Was das alte Auto – es wurde einst gebraucht gekauft und war zehn Jahre im Einsatz – betrifft, so wird es verschrottet, während der neue Wagen in die Fahrzeughalle kommt. Weil auch die zu klein ist und ein vom Kreis zu finanzierender Anbau auf dem kreiseigenen Gelände, wo Feuerwehr und DRK-Rettungswache Weißwasser angesiedelt sind, noch immer nicht entstand, muss nun ein anderes älteres Auto auf dem Innenhof stehen.

Trotzdem sind die Katastrophenschützer glücklich mit ihrem „Weihnachtsgeschenk“. Obwohl: Ein Geschenk war es nicht. Laut Barbara Koschkar, Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Weißwasser, wurden die 70.000 Euro Anschaffungskosten zum Teil über Fördergelder, aber auch aus Spenden und Eigenmitteln des Kreisverbandes finanziert. „Der Bedarf war lange angemeldet wegen neuer gesetzlicher Vorschriften im Katastrophenschutz. Doch unsere Haushaltslage ließ es nicht früher zu.“ Auch deshalb, so Koschkar, habe die Neuanschaffung einige Jahre auf sich warten lassen müssen. Doch Barbara Koschkar weiß auch, dass Neuwagen und modernste Technik auch „Motivation“, gerade für die jungen Sanitäter, sind und den Ehrenamtlern die Arbeit künftig erleichtert.

Überraschung für die Retter

Erworben wurde das neue Auto übrigens bei einem regionalen Opel-Haus in Niesky. „Wir haben materiell und finanziell die Anschaffung mit unterstützt“,, erzählt Geschäftsführerin Elisabeth Henke, die mit weiteren Autohausvertretern bei der Fahrzeugübergabe dabei war. Zur Freude und Überraschung der Katastrophenschützer brachten sie sogar eine Torte mit einem Bild vom neuen 135-PS-Dieselauto darauf mit. Klar, dass auch davon Erinnerungsfotos gemacht wurden, bevor die Torte angeschnitten und das neue Auto ausgiebig inspiziert wurde.

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Neben Jan Bauer gehörte Zugführer Robert Dominik mit zu denen, die als Erste ins Auto durften, alles ausprobieren und testen konnten. „Es riecht noch richtig neu und alles ist so, wir wir es uns erdacht und gewünscht hatten“, bekennt Dominik.

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