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Weißwasser: Viel Kritik am Winterdienst

Aber nicht für alle Beschwerden ist die Stadt selber zuständig, hieß es im Stadtrat. Etliche Eigentümer würden ihre Pflichten nicht ernstnehmen.

Der Winter hat sich noch nicht verabschiedet.Erst Regen und anschließend Schnee ließen den Winterdienst nicht zu Ruhe kommen.Mitarbeiter der Firma Haus-und Gartenservice Jürs aus Gablenz beräumen die Parktaschen in der Gagarinstraße in Weißwasser.
Der Winter hat sich noch nicht verabschiedet.Erst Regen und anschließend Schnee ließen den Winterdienst nicht zu Ruhe kommen.Mitarbeiter der Firma Haus-und Gartenservice Jürs aus Gablenz beräumen die Parktaschen in der Gagarinstraße in Weißwasser. © Joachim Rehle

Weißwasser. In der Stadt gab es viele Hinweise und Beschwerden zum Winterdienst. Darüber, dass Gehwege in Weißwasser erst verspätet oder gar nicht geräumt wurden und deshalb das Begehen für Ältere wie auch für Muttis mit Kinderwagen beschwerlich und teilweise sogar gefährlich war, hat TAGEBLATT berichtet.

Aber nicht für alles sei die Stadt zuständig. Andernfalls habe man die Hinweise weitergeleitet. Das erklärte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. „Bei aller berechtigter Kritik der Bürger: Es gibt viele Beispiele in der Stadt, wo Hauseigentümer ihrer Pflicht zur Beräumung der Gehwege nicht nachgekommen sind“, sagte er. Das vertiefte Thomas Böse in seiner letzten Stadtratssitzung als Baureferatsleiter. Gemäß dem Straßengesetz sei der Winterdienst auf den Straßen lediglich an gefährlichen und unübersichtlichen Stellen verpflichtend. „Alle Kommunen machen sehr viel mehr auf ihren Straßen“, sagte er. Sehr klar geregelt sei die Sachlage aber für Gehwege. Dort bestehe die Pflicht, bei Glätte abzustumpfen. „Wir verschicken etwa 3.000 Abwasserbescheide. Das heißt, es sind etwa 3.000 Leute für jeweils 30 bis 50 Meter Gehweg an ihrem Grundstück zuständig“, betonte Thomas Böse. Viele würde leider gar nichts machen.

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Kehrmaschine erst Ende März

Andreas Kaulfuß (SPD) stellte fest, dass sehr viele Unternehmen Leistungen des Winterdienstes für die Stadt Weißwasser erbringen würden. „Es wäre mal gut, sich in den Ausschüssen mit den Details zu befassen“, regte er an. Auch sei es demnächst an der Zeit, in der Stadt für Sauberkeit an den Rinnsteinen und auf Gehwegen zu sorgen. Wie im Stadtrat zu vernehmen war, wird die Kehrmaschine jedoch nicht vor Ende des Monats zum Einsatz kommen. Nach den Worten des inzwischen ausgeschiedenen Baureferatsleiters sei „die Situation optisch sicher unbefriedigend“. Aber zum einen sei der Winter noch nicht vorbei und zum anderen verfüge die Stadt über keine eigene Kehrmaschine. „Es ist nie vor Ende März gekehrt worden. Wenn wir das vorher zusätzlich beauftragen, kostet es mehr Geld“, begründete Thomas Böse.

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