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Weißwasser

Wieder wurde illegal ein Wurzelballen entsorgt

Es ist das zweite Mal, dass ein Anwohner des Kromlauer Weges in Weißwasser auf seinem Waldgrundstück so etwas findet.

© www.pixabay.com

Weißwasser. Unweit von Haus und Garten hat Familie K. ihren Privatwald. Er befindet sich gegenüber vom Bahnübergang und der dortigen Raststätte mit touristischer Informationstafel. Eine idyllische und ruhige Gegend. Erst recht jetzt, da der Weg in Richtung Kromlau für den Verkehr gesperrt ist und nur noch eine große Wendeschleife, vorrangig gedacht für Versorgungsfahrzeuge, die Umkehr ermöglicht.

Möglicherweise sind die Ruhe und die Wendemöglichkeit die Ursache dafür, dass Herbert K. mal wieder vorm eigenen Wald einen im Durchmesser rund zwei Meter großen und illegal abgeladenen Wurzel-stubben fand. „Ich entdeckte ihn vorige Woche Donnerstag. Die Erde war noch ganz frisch. Wegen der Größe und Schwere kann er nicht mit einem Pkw angefahren und entsorgt worden sein“, äußert der verärgerte Weißwasseraner gegenüber TAGEBLATT. Er habe sogar ein möglicherweise infrage kommendes Fahrzeug kurz zuvor die Straße lang fahren sehen. Auf Nummernschild oder Firmenaufschrift habe er nicht geachtet. „Allerdings hatte ich das komische Gefühl, mal beim Wald nachschauen zu müssen, ob da nicht wie im Vorjahr wieder etwas abgeladen wurde.“

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Bürger K. hofft auf Hinweise

Sein Verdacht sollte sich leider bestätigen. Wieder fand er einen schweren Wurzel-stubben – seiner Vermutung nach von einem 40-jährigen Baum – vor. Um die Entsorgung muss sich Herbert K. nun selbst kümmern. So wie schon beim letzten Mal. „Das hat uns einiges an Geld gekostet und vor allem viel Aufwand, Zeit und Nerven.“ Denn einst wie heute weiß die Familie nicht, wer der Verursacher der illegalen Entsorgung ist. Weder Polizei noch Ordnungsamt können in so einem Fall helfen. „Im Vorjahr hatte ich wenigstens einen Anhaltspunkt durch das Firmenauto. Ich suchte daraufhin auch ein Gespräch mit dem Inhaber. Doch der erklärte, er wisse nichts davon. Und so blieben wir letztlich auf dem Stubben sitzen, mussten uns selbst um seinen Abtransport kümmern.“

Das würde sich die Familie diesmal gerne ersparen. „Wir appellieren daher an die Vernunft des Verursachers und bitten ihn, sich mit uns in Verbindung zu setzen.“ Es sei eine Geste der Handreichung, sagt Herbert K., bevor er amtliche Schritte einleiten werde. „Es kann ja nicht sein, dass wir, weil uns das Grundstück gehört, für andere Menschen unliebsamen und sperrigen Abfall auf unsere Kosten entsorgen müssen.“ Noch hofft er darauf, einen Anruf des Verursachers oder von möglichen Beobachtern des Vorfalls zu erhalten. Dies sei auch der Grund, weshalb er sich an die TAGEBLATT-Redaktion gewandt habe, begründet der Geschädigte.

Kontaktaufnahme zur Familie K. aus Weißwasser über Telefon 03576 240132.

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