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Weißwasser

Neue Kleidung für die Feuerwehr

Verschlissene oder beschädigte Teile waren in Weißwasser fortlaufend ausgetauscht worden. Jetzt aber ist es Zeit für eine grundlegende Ersatzbeschaffung.

© Archiv/K-D BRUEHL

Weißwasser. Die Stadt Weißwasser beschafft für die Kameraden ihrer Freiwilligen Feuerwehr neue Einsatzbekleidung. Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) ermächtigt, den Auftrag dafür auszulösen. Alles in allem sollen 60 Sätze Einsatzkleidung für die Innenbrandbekämpfung sowie weitere 60 Sätze für die Außenbrandbekämpfung erworben werden. 115.000 Euro sind dafür im Haushalt 2020 veranschlagt.

In der Ausschreibung im Oktober waren als Bewertungskriterien Preis-, Material- und Trageeigenschaften vorgegeben worden, darüber hinaus ebenso Lieferzeit und Service. Zwei Unternehmen hatten daraufhin ihre Angebote abgegeben. Das Günstigste kam mit 94.300 Euro von der Firma Tesimax Altinger GmbH aus dem baden-württembergischen Neuhausen. Das Unternehmen lag 2.000 Euro unter dem sächsischen Mitbewerber aus Leipzig und erhielt deshalb auch den Zuschlag. Nach einer 40-tägigen Angebotsfrist hatten die Räte nun darüber zu befinden.

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Gesetzliche Fristen laufen ab

Wie im Stadtrat zu vernehmen war, ersetzt die Feuerwehr Weißwasser fortlaufend verschlissene oder beschädigte Einsatzkleidung. „Insbesondere die Einsatzhosen unterliegen einem größeren Verschleiß. Sie wurden seit 2011 kontinuierlich – bis auf das Jahr 2014 – in Größenordnungen nachbestellt“, erklärte Torsten Pötzsch. Bei den Jacken habe die Ersatzbeschaffung seit 2015 zugenommen, bei den Überjacken seit 2017 sogar sehr deutlich. Neben den Empfehlungen für die Lebensdauer seien auch die Art der Einsätze und die Einsatzhäufigkeit beim jeweiligen Träger wesentliche Kriterien für den Austausch. „Bei der Sicherheit unserer Einsatzkräfte haben wir keine Abstriche gemacht – so gelten insbesondere bei den Atemschutz-Geräteträgern härtere Bewertungen, was die Abnutzung der Nähte und Dichtungen angeht. Auch da ist regelmäßig getauscht worden“, so der OB weiter.

Noch habe man in allen Bereichen im gesetzlichen Rahmen der Ersatzbeschaffung gelegen. Jetzt sei aber die Frist ran, grundsätzlich zu erneuern. Oder anders gesagt: Die „Ablegereife“ der Einsatzbekleidung ist überschritten. Da eine größere Bestellung günstiger ist als viele Nachbestellungen, wurde die Position in den Haushalt eingestellt, um die neuen DIN-Vorschriften bei der Bekleidung umzusetzen.

Vorgesehen war die Maßnahme schon 2018. Allerdings hatte die Stadt Weißwasser vor dem Jahr 2020 drei Jahre keinen genehmigten Haushalt. Deshalb ist die Anschaffung erst jetzt möglich. Da der Stadtrat im November zum (zumindest planmäßig) letzten Mal tagte und die Übertragung der Gelder nach 2021 nicht geht, war die Ermächtigung des OBs erforderlich.

Vorab hatte der Haupt- und Sozialausschuss des Stadtrats Weißwasser der Anschaffung mehrheitlich zugestimmt. Dabei war auch der Wunsch geäußert worden, dass Vertreter der Feuerwehr im Stadtrat zu diesem Tagesordnungspunkt anwesend sein mögen, um Rede und Antwort zu stehen. Dazu kam es jedoch nicht. Die Kameraden Sven Müller und Frank Wolsch waren zwar anwesend, Fragen an sie aber hatte keiner der Räte. Jens Glasewald (AfD) hätte zu gern gewusst, was denn eigentlich angeschafft werden soll, das gehe aus der Beschlussvorlage nicht hervor. Einsatzbekleidung für die Feuerwehr, das könne Bekleidung für Maschinisten ebenso umfassen wie Bekleidung für die Jugendfeuerwehr. Die Auflistung werde nachgereicht, hieß es aus der Verwaltung.

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