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Was die Stadt lebenswerter macht

Wie es um Weißwassers Wohnumfeld-Projekte steht, war jetzt Thema im städtischen Bauausschuss. Es gibt auch 2021 viel zu tun, hieß es da.

Symbolbild
Symbolbild ©  André Schulze (Archiv)

Weißwasser. Über den aktuellen Stand bei der Umsetzung diverser Bauvorhaben in der Stadt Weißwasser informierte Baureferatsleiter Thomas Böse in dieser Woche in der ersten Sitzung 2021 des Bau- und Wirtschaftsausschusses (BWA) des Weißwasseraner Stadtrats.

Kita Ulja: Ausschreibungen vorbereiten

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Mit einem Beschluss zur Finanzierung hatte der Stadtrat Weißwasser im November die Weichen zur Sanierung der Kita Ulja gestellt. Notwendig war dies, weil die Stadt voraussichtlich bis zum Sommer 2021 noch nicht über einen genehmigten Haushalt verfügen wird. Der Beschluss wurde der Kommunalaufsicht angezeigt. Weil von dort kein Widerspruch kam, sei man jetzt dabei, „die Maßnahmen intensiv vorzubereiten“, beispielsweise die Ausschreibung für die Container, so Baureferatsleiter Thomas Böse im Bau- und Wirtschaftsausschuss. Diese Container wird die Stadt als Interimsquartier für die Kinder der Kita Ulja anmieten – mit Ausnahme der Hortkinder, die auf verschiedene Einrichtungen verteilt werden sollen. Ziel sei die Vergabe des Auftrags durch den Stadtrat im April. Dann könnte die Einrichtung im Mai umziehen. Der Rückzug in das sanierte Objekt soll dann Ende 2021 stattfinden.

Springbrunnen: Finanzierung offen

Ende 2020 sollte eigentlich der Springbrunnen am Wasserturm abgerissen und die neue Anlage fertig sein. Die Verwaltung habe aktiv daran gearbeitet, auch gab es einen Vor-Ort-Termin mit Stadträten und Planern. Zur Finanzierung sollten jene Ablösebeiträge verwendet werden, die die Grundstückseigentümer im Fördergebiet „Soziale Stadt“ für die Aufwertung ihrer Immobilien bis Jahresende zu zahlen hatten.
Doch wie sich herausstellte, wurde die Werterhöhung der Grundstücke durch den Gutachterausschuss deutlich niedriger bewertet. Damit sei zwar die Planung finanziert, nicht aber die Umsetzung des Vorhabens. Für die völlige Umgestaltung des Springbrunnens an einem von Weißwassers beliebtesten Plätzen müssten 200.000 Euro in den Haushalt 2021 eingestellt werden. Auf Vorschlag von Thomas Böse wird der Planer in der Februar-Sitzung des BWA das Projekt noch einmal vorstellen.

Turnerheim: alte Bäume sollen weg

Vor Monaten hatte sich der Ausschuss im Turnerheim getroffen und dort Bäume angeschaut, die eine Stützmauer schon arg in Mitleidenschaft gezogen haben. Für den Verschnitt der Bäume musste wegen ihrer Höhe im Herbst sogar eine Spezialbühne zum Einsatz kommen. „Seither wachsen die Bäume weiter. Es wird höchste Zeit, dass wir uns verständigen, was dort passieren soll“, mahnte Karsten Lehmann an.
Der Baureferatsleiter erinnerte daran, dass man im Ergebnis der Objektbegehung übereingekommen sei, die Bäume Richtung Waldhaus wegen der Gefährdung der Stützmauer und aus Gründen der Brandsicherung zu entfernen. Da eine Ersatzpflanzung an gleicher Stelle nicht gewollt sei, war die Stadt aufgefordert worden, ein Konzept für Ersatzpflanzungen zu erstellen. „Es besteht die Notwendigkeit, die Bäume zu entfernen. Dafür bleibt aber nur noch wenig Zeit. Wenn wir erst ein Konzept erstellen sollen, wird es in diesem Winter nicht mehr“, erklärte Thomas Böse. Deshalb müsste in der Januar-Sitzung des Stadtrats eine Entscheidung fallen.

Kathrin Jung (SPD) betonte, dass nur die Bäume entfernt werden sollen, die eine tatsächliche Gefährdung darstellen. „Ein Konzept zu erstellen, das klingt sehr aufwendig“, räumte sie ein. „Aber wenn große alte Bäume weggesägt werden sollen, müsste zumindest eine Aussage her, wo neue Bäume hinsollen“, sagte sie. Diese Information soll es im Stadtrat Ende des Monats geben.

Efre: Frist für Umsetzung verlängert

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Nahezu abgeschlossen ist nach Aussage von Thomas Böse die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im Efre-Fördergebiet zwischen Turnerheim und Pestalozzistraße. Die Lampen wurden auf LED umgerüstet, einzelne auch ganz erneuert. Dafür bleibt auf dem Vorplatz des (inzwischen barrierefreien) Jahnbads noch so Einiges zu tun. Ursprünglich wäre die Frist zur Umsetzung der Efre-Maßnahmen Ende 2020 ausgelaufen. Sie sei jedoch verlängert worden, so dass es hinsichtlich der Fertigstellung und Abrechnung keine Probleme gebe, sagte der Baureferatsleiter.

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