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Weißwasser schickt Spenden in den Rhein-Erft-Kreis

Heute bringt ein Reinert-Truck Hilfsgüter ins Hochwassergebiet. Gesammelt wurden sie beim hiesigen Stadtverein – und in anderen Orten der Lausitzrunde.

Peter Guttenberg (rechts) kam gestern schon zum zweiten Mal, um bei Frank Schwarzkopf vom Stadtverein eine Sachspende abzugeben. Für den 85-Jährigen ist es eine Selbstverständlichkeit, den durch das Hochwasser Not leidenden Menschen zu helfen.
Peter Guttenberg (rechts) kam gestern schon zum zweiten Mal, um bei Frank Schwarzkopf vom Stadtverein eine Sachspende abzugeben. Für den 85-Jährigen ist es eine Selbstverständlichkeit, den durch das Hochwasser Not leidenden Menschen zu helfen. © Joachim Rehle

Weißwasser. Die Bilder aus den Katastrophengebieten im Westen Deutschlands lassen keinen kalt. Und so war für Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) schnell klar, dass man auch hierzulande etwas tun müsse. Eigentlich im Urlaub, stimmte er sich dennoch mit seiner Spremberger Amtskollegin Christine Herntier und anderen Bürgermeistern der Lausitzrunde ab. Unter dem Motto „Die Reviere stehen zusammen“ wurde Hilfe für die Hochwasseropfer im Rhein-Erft-Kreis organisiert, der im Zentrum des Rheinischen Braunkohlereviers (NRW) liegt.

Einen Lkw samt Fahrer stellt Reinert Logistic zur Verfügung. Heute vormittag macht er sich von Weißwasser auf den Weg nach Bedburg. Dort werden die Hilfslieferungen für den Rhein-Erft-Kreis koordiniert. Der Lkw wird von Kameraden der dortigen Feuerwehr erwartet, die ihn entladen und die Spenden umgehend an Menschen verteilen, die alles verloren haben.

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„Die Menschen vor Ort brauchen schnell und unbürokratisch Hilfe“, heißt es aus der Lausitzrunde. Sie hat bereits einen Lkw aus Spremberg mit Hilfsgütern in den Rhein-Erft-Kreis geschickt. Jetzt soll Hilfe aus Weißwasser folgen. Für Frank Schwarzkopf war es ganz selbstverständlich, die Sachspenden von Bürgern der Stadt und der Umgebung entgegenzunehmen. Er sei beeindruckt, mit welch großer Hilfsbereitschaft die Menschen hier dem Spendenaufruf folgten, so der Vorsitzende des Stadtvereins. „Viele Dinge sind nagelneu“, betonte er. Da habe beispielsweise ein 80-jähriger Mann Sachen gebracht, der seine ganze Lebensgeschichte erzählte. Eine junge Frau kam mit einem großen Paket mit Windeln und anderen Hygieneartikeln für eine Familie. An die 100 Euro wird sie schätzungsweise beim Kauf dafür ausgegeben haben.

Jetzt ist Geld gefragt

So unterschiedlich wie die Spender sei auch der Bedarf. „Eine Familie mit kleinen Kindern braucht etwas Anderes als ein älteres Ehepaar“, erklärte Frank Schwarzkopf. Gestern nachmittag kamen 7,5 Tonnen Hilfsgüter aus Guben in Weißwasser an. Sie wurden beim Stadtverein zwischengelagert und werden heute mit auf den Lkw verladen. Unter denen, die da ordentlich zupacken, ist auch Weißwassers OB. Wer beim Verladen helfen möchte, sollte sich um 9 Uhr am Vereinspavillon auf dem Sorauer Platz einfinden.

Nach dieser zweiten Hilfslieferung werden vorerst keine Sachspenden mehr angenommen, man kann aber mit Geld helfen.

Rhein-Erft-Kreis: Spendenkonto „Hochwasserhilfe“IBAN: DE72 3705 0299 0142 0012 00

Stadt Erftstadt: Spendenkonto „Hochwasser“IBAN: DE20 3705 0299 0190 2794 24

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