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Schneeberge behindern Fußgänger und Parker

Überall in Weißwasser sorgt aufgetürmter Schnee für Kritik: Straßen überqueren oder Parkplätze finden ist schwer.

In Weißwasser wird der Winterdienst durch Firmen wie den Haus-und Gartenservice Jürs unterstützt. Der räumt auch Parktaschen in der Juri-Gagarin-Straße schneefrei.
In Weißwasser wird der Winterdienst durch Firmen wie den Haus-und Gartenservice Jürs unterstützt. Der räumt auch Parktaschen in der Juri-Gagarin-Straße schneefrei. © Joachim Rehle

Weißwasser. So viel Schnee wie jetzt gab es lange nicht. Er wird noch lange liegen, da Meteorologen für die nächsten Tage frostige Temperaturen im zweistelligen Minus- Bereich angesagt haben. Dies bedeutet für den Winterdienst: weiter schieben statt salzen, damit Straßen, Wege und Plätze nicht überfrieren und zu Eisbahnen werden.

Laut Oberbürgermeister Torsten Pötzsch ist der städtische Winterdienst derzeit wochentags mit je sechs Leuten samt Technik in zwei Schichten von 4 bis 22 Uhr unterwegs. Darunter sind auch Mitarbeiter der Eisarena und Feuerwehr, soweit sie keine anderen Einsätze haben. An den Wochenenden arbeitet eine Schicht mit 18-Stunden-Bereitschaftszeit. Zudem, so Pötzsch, seien Aufträge an fünf Fremdfirmen vergeben worden, die unter anderem Winterdienst auf städtischen Plätzen oder an unbefestigten Straßen machen. „Die Kooperation funktioniert sehr gut.“

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Nebenstraßen sind Rutschpisten

Dennoch gibt es Kritik am Winterdienst in Weißwasser. Denn während Hauptstraßen und Kreuzungsbereiche frei befahrbar sind, erweisen sich Nebenstraßen wie Hermannstraße, der Krankenhaus-Berg oder die Schmiedestraße für Autofahrer als Rutschpisten. Auch Parkflächen in der Innenstadt (wie etwa am Bahnhof) und Parktaschen sind ungeräumt.

Noch härter trifft es Fußgänger, gehbehinderte Menschen mit Rollatoren, Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen. „Die kommen nur an Kreuzungen über die Straße. Die wenigen anderen Übergänge zwischen den am Straßenrand angehäuften Schneebergen sind so eng, dass sie nicht durchkommen“, wurde jüngst im Bauausschuss bemängelt. OB Pötzsch sieht die Kritik als berechtigt, erlebt die Lage selbst täglich mit. „Aber es ist schwierig. Wir haben keine weiteren Leute und bekommen vom Jobcenter auch keine mehr, die beim Winterdienst mit einsetzbar wären. Die Mitarbeiter, die Papierkörbe leeren, haben auch schon Schneeschieber dabei“, erklärte er.

Und Pötzsch verwies darauf, dass nicht überall die Stadt verantwortlich sei. „Es ist leider auch so, dass viele Anwohner oder Grundstückseigentümer einfach nicht ihrer Winterdienstpflicht nachkommen.“ Und: Wo Autos stetig parken, kann ebenfalls nicht geräumt werden.

Nach schneller Entspannung für Parkplätze suchende Berufspendler oder Fußgänger hört sich das nicht an. Sie werden winterbedingt noch einige Zeit Hindernisse und Umwege in Kauf nehmen müssen.

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