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Sieben Projekte, die Kohlegeld erhalten sollen

Nach der Bestätigung durch den Begleitausschuss haben Freistaat und Bund das letzte Wort. Das Geld soll nicht lange auf sich warten lassen.

In den Räumen der Telux sollen jährlich 104 Kinder und Jugendliche mit Zukunftstechnologien vertraut gemacht werden. Dafür gibt es 265.000 Euro.
In den Räumen der Telux sollen jährlich 104 Kinder und Jugendliche mit Zukunftstechnologien vertraut gemacht werden. Dafür gibt es 265.000 Euro. © Joachim Rehle

Weißwasser. Der Regionale Begleitausschuss (RBA) der Lausitz hat am Dienstag in Weißwasser über die Förderfähigkeit von 40 kommunalen Projekten im Lausitzer Revier entschieden (TAGEBLATT berichtete). Sie reichen von der Daseinsvorsorge über Verkehr bis hin zu Kultur und Tourismus. Unter den am Ende bestätigten 38 Vorhaben, die es in die nächste Runde des Genehmigungsverfahrens geschafft haben, sind auch sieben Projekte aus dem Nordkreis. Sie werden nun noch dem Freistaat Sachsen und dem Bund zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. TAGEBLATT fasst zusammen, wer bei der Verteilung der Kohlemillionen in dieser ersten Runde Chancen auf Geld aus dem Strukturwandeltopf hat und wofür es ausgegeben werden soll.

Boxberg: Einrichtung eines innerörtlichen Wegeleitsystems

Mit 100.000 Euro soll die touristische Infrastruktur gestärkt und zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Tourismus beigetragen werden. Das Wegeleitsystem in deutscher und sorbischer Sprache soll den motorisierten Verkehr und auch nicht-motorisierte Besucher zu touristischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten in den 18 Ortsteilen der Gemeinde führen.

Rietschen: Verbesserung Attraktivität des touristischen Radwegenetzes

Für 228.000 Euro soll das Radwegenetz der Gemeinde umfassend elektromobil und touristisch ausgebaut werden. Das Projekt beinhaltet fünf E-Ladeboxen für Fahrräder an Knotenpunkten und eine Fahrradgarage mit zehn Stellplätzen am Bahnhof. Ein Pump-Track dient als Jugendtreff und touristische Attraktion. Damit könnten die Besucherzahlen um bis zu 20 Prozent steigen.

Weißwasser: Innovationswerkstatt & FAB Labor

In den Räumen der Telux sollen jährlich 104 Kinder und Jugendliche mit Zukunftstechnologien vertraut gemacht und ihnen Kenntnisse zu innovativen Fertigungsprozessen vermittelt werden. So können sie sich neue Ausbildungsbereiche und Perspektiven in der Heimat erschließen. Die Innenraumsanierung und Ausstattung der Werkstatt kostet 265.000 Euro. Es entstehen dauerhaft zwei neue Arbeitsplätze.

Gablenz: Sanierung und Verbesserung der Infrastruktur der Waldeisenbahn

Für das Technische Kulturdenkmal WEM (Waldeisenbahn Muskau) werden 16 Kilometer schmalspurige Bahnstrecke mit sechs Bahnhöfen, drei Haltepunkten und 36 Bahnübergängen instandgesetzt und nachhaltig aufgewertet. Die Gesamtkosten: 7,6 Millionen Euro. Damit werden neun Arbeitsplätze gesichert und mindestens drei neue geschaffen. Das Projekt wirkt sich zudem positiv auf das umliegende Tourismusgewerbe aus.

Weißwasser: Sanierung des Kinderhauses Sonnenschein

Das Kinderhaus soll energetisch saniert und für eine inklusive Nutzung um- und ausgebaut werden. Damit steigen die Betreuungsangebote von 132 auf 142 Plätze, davon zehn integrative. Zu den 29 Arbeits- und Ausbildungsstellen sollen weitere fünf Jobs und vier Lehrstellen geschaffen werden. Die Maßnahme mit Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro ermöglicht Energieeinsparungen bis zu 40 Prozent.

Weißwasser: Sanierung des Bahnhofs

Das für die Region typische Gebäude soll als Visitenkarte und Tor zur Stadt wieder belebt, saniert und ausgebaut werden. Vorgesehen ist, das Reisecenter der Bahn, Tourist-Info und Versorgungsmöglichkeiten für Reisende unterzubringen. Weißwasser liegt im Zentrum mehrerer UNESCO-Naturerbe- und Kulturstätten. Ein attraktiver Bahnhof verbessert das touristische Angebot in der Stadt. Die Aufteilung der Räume soll mit der Bürgerschaft entwickelt und so der Identifikationswert des Objekts gesteigert werden. Mit dem Vorhaben sollen zehn neue Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen. Kosten: 4,5 Millionen Euro.

Weißwasser: Trinkwasserverbundsystem Lausitzer Revier, Abschnitt Weißwasser

Für die Trinkwasserversorgung der Stadt Weißwasser und der Gemeinden im WZV Mittlere Neiße – Schöps ist der Erhalt des Fernleitungssystems zwischen Weißwasser und Schwarze Pumpe erforderlich. Jedoch sollen die Doppelleitung an den Knotenpunkten getrennt sowie der Strang 1 und diverse technische Einrichtungen modernisiert werden. Die Maßnahme mit Kosten von 8,07 Millionen Euro ist eine Voraussetzung für die Ansiedlung von Unternehmen wie auch von Bildungs- und Forschungseinrichtungen mit überregionalem Charakter, wie sie im Leitbild zum Lausitzer Revier vereinbart sind. Der Ausbau bestehender Industriegebiete und Gewerbestandorte in einigen Kommunen des Nordkreises wäre ohne die Erweiterung der Einspeisekapazitäten nicht möglich.

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