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Weißwasser

Sommereis kriegt letzten Schliff

In der Eisarena in Weißwasser beginnt der ESW-Nachwuchs nach Corona bedingtem Ausfall mit der Saisonvorbereitung. Aber auch Jedermann darf aufs Eis.

Die Eismeister weißen die Fläche. Früher wurde der Untergrund weiß gestrichen. Jetzt wird eine weiße Folie ausgelegt, eine kleine Schicht Wasser aufgespritzt. Die Werbung gibt dem Eis dann Farbe. Mit vier Zentimeter Dicke hält es jedem Schlittschuh
Die Eismeister weißen die Fläche. Früher wurde der Untergrund weiß gestrichen. Jetzt wird eine weiße Folie ausgelegt, eine kleine Schicht Wasser aufgespritzt. Die Werbung gibt dem Eis dann Farbe. Mit vier Zentimeter Dicke hält es jedem Schlittschuh © Joachim Rehle

Weißwasser. Die Eismaschinen laufen auf Hochtouren. In der Eisarena Weißwasser wird bis 16. Juli die Piste gekühlt, gewässert, das Eis aufbereitet sowie anschließend Werbung und Linierung gelegt. Dann steht der Sommereis-Saison nichts mehr im Wege. Und die beginnt – nach der Nutzung durch Vereine am Sonnabend – mit einem öffentlichen Eislaufen am Sonntag, dem 18. Juli, von 13.30 bis 15 Uhr. „Alle, die draußen nicht schwitzen wollen, sind gern bei uns gesehen. Wir garantieren ca. 15 Grad Lufttemperatur und minus 5 Grad Eistemperatur“, teilt Milton Tauche, der Leiter der Eisarena, mit. Einlass für Jedermann sei an dem Sonntag wie gewohnt ab 13 Uhr.

Das Sommereis hatte der Eissportverein Weißwasser (ESW) bereits Ende 2020 bei der Stadt beantragt, da Corona bedingt viele Trainingsstunden im Nachwuchsbereich wie auch Sichtungstermine zur Talentesuche ausgefallen waren. Durch zusätzliche Eiszeiten im Sommer sollte das zumindest teilweise kompensiert werden. Im Januar befasste sich der Stadtrat mit dem Antrag und gab grundsätzlich grünes Licht. Allerdings unter der Maßgabe, dass die daraus entstehenden Kosten nicht zulasten der Stadt gehen. Denn die hat noch keinen genehmigten Haushalt für 2021 und befindet sich zudem in der Haushaltkonsolidierung. „Es muss ein Nullsummenspiel sein“, hatte OB Torsten Pötzsch (Klartext) allen Beteiligten aufgetragen.

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Wie die Mehrkosten fürs Sommereis zu stemmen sind, ließ sich im Januar noch nicht beurteilen, weshalb der Stadtrat zwar mehrheitlich seinen Willen zum Sommereis bekundete, die Entscheidung aber vertagte. Im April bekannte sich der Stadtrat erneut mit großer Mehrheit zum Sommereis. Dem ESW wurde auferlegt, der Stadt bis Ende des Monats schriftlich nachzuweisen, wie er eine Finanzlücke von 6.000 Euro zu schließen gedenke. Im Mai beschloss der Stadtrat dann, aus der Projektförderung, die die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) dem OB alljährlich für besondere Maßnahmen zur Verfügung stellt, 5.000 Euro für das Sommereis zu nutzen.

Dieser Beschluss wurde jetzt mit zwei Gegenstimmen noch einmal geändert. Und zwar dahingehend, dass der ESW im Rahmen der Vereinsförderung aus dem Leag-Spendentopf bedacht wird und somit der Zuschuss zum Sommereis nicht aus der Projektförderung des OB zu bestreiten ist. Wie Pötzsch in der jüngsten Sitzung erklärte, liegt die schriftliche Zusage durch den ESW und die EHC „Lausitzer Füchse“ Spielbetriebs GmbH zur Begleichung des noch offenen Defizits von maximal 6.200 Euro vor. Durch zusätzliche Eiszeiten für andere Vereine, Firmen und sonstige Interessenten sollen die Mittel aufgebracht werden. Die Torwartschule findet wieder statt. Und wie der Belegungsplan zeigt, machen beispielsweise auch Vereine aus Jänschwalde, Bad Muskau, Niesky und Bautzen, diverse Freizeitteams und Firmen ordentlich Gebrauch von dem Angebot.

Zudem findet an den Sonntagen wie dem 18. und 25. Juli das öffentliche Eislaufen statt. Beim ESW hofft man, dass viele Bürger aus Weißwasser und Umgebung nach der langen Corona bedingten Pause der sportlichen Betätigung nun Lust aufs Eislaufen haben und sich von sommerlichen Temperaturen nicht abhalten lassen.

Termine fürs öffentliches Eislaufen gibt es hier.

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