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Sonderspende an kleine Weißwasseraner Vereine

Nach der Corona-Zwangspause sollen sie wieder durchstarten können. Auch, weil sie wichtig für die Kultur in der Stadt sind.

Mathias Prasa (li.) übergibt den ersten Scheck dem Kultursofa-Verein Weißwasser. Organisiert hatte die Spendenaktion Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf.
Mathias Prasa (li.) übergibt den ersten Scheck dem Kultursofa-Verein Weißwasser. Organisiert hatte die Spendenaktion Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf. © Constanze Knappe

Weißwasser. Wettbewerb der Ideen. Der Startschuss dafür fiel am Freitag im Bahnhof Weißwasser. Die Immobilie selber soll mit Geldern aus dem Kohleausstiegstopf wieder fit gemacht werden. Pfiffige Ideen werden gesucht, um ein Nutzungs- und Betreiberkonzept auf die Beine zu stellen, was finanzier- und auf Dauer tragbar ist.

Zündende Ideen sind aber ebenso nötig, um nach der langen Corona-Zwangspause das Vereinsleben in Weißwasser wieder in die Spur zu bringen. Dabei fehlt es gerade wegen Corona und der weggebrochenen Einnahmen in vielen Vereinen an Geld, die eigenen Ideen auch umzusetzen. Deshalb war die Bahnhof-Schaffe Anlass, einen warmen Geldregen übers Volk zu bringen.

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Dabei ging es um eine Corona-Pandemie-Sonderspende von 6.310 Euro. In deren Genuss kamen zehn Vereine; die bei der Verteilung der diesjährigen 70.000-Euro-Spende der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) durch den Stadtrat nicht bedacht wurden. Also Vereine, die wegen ihrer Größe „unter dem Radar laufen“, wie es Mathias Prasa formulierte. Der gebürtige Weißwasseraner und Niederlassungsleiter zweier Steuerberatungsgesellschaften in der Stadt ist froh, dass wieder Veranstaltungen durchgeführt werden können. „Die Kultur ist wichtig für die Bürger und ein Faktor, der die Stadt ausmacht.“ Daran hätten eben auch kleine Vereine ihren Anteil.

Symbolischer 550-Euro-Scheck

Stellvertretend für sie alle bekam an jenem Abend der Verein Kultursofa einen symbolischen Scheck über 550 Euro. Vereinsvorsitzender Carsten Proft bedankte sich im Namen aller Spendenempfänger für die schnelle unbürokratische Hilfe. Die Kultursofa-Leute hatten den Bahnhof am Freitagabend kurzerhand zum Kinosaal gemacht, zeigten Filme, die Schüler der Bruno-Bürgel-Oberschule zur Geschichte der Stadt Weißwasser gedreht und dafür mehrere sächsische Filmpreise eingeheimst hatten. Zwar soll der Bahnhof ein multifunktionales Tor zur Stadt werden, ein Kinosaal aber mit Sicherheit nicht. Dennoch machte der Kultursofa-Verein einmal mehr deutlich, was selbst an ungewöhnlichen Orten umsetz- und machbar ist: Kultur in der Stadt!

Organisiert wurde die Corona-Pandemie-Sonderspenden-Aktion von Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf, der nur zu gut um die schwierige Lage in anderen Vereinen weiß. Er konnte Steuerberater Mathias Prasa von der Admedio Steuerberatungsgesellschaft in Weißwasser als Unterstützer gewinnen. Die beiden sind „zuversichtlich, dass das Vereinsleben in Weißwasser wieder an Fahrt aufnehmen wird“. Auch die kleineren Vereine, die keine größeren oder gar keine Regel- beziehungsweise Sonderförderungen erhalten haben, sind wichtig für das gemeinschaftliche Leben und den gesellschaftlichen Zusammenhalt, betonen sie.

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