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Weißwasser

Das wars: Keine Play-offs für die Füchse

Gegen den direkten Konkurrenten Heilbronn verliert Weißwasser mit 3:5 – diesmal hatten auch die Schiris ihren Anteil.

Einer der Lichtblicke einer insgesamt enttäuschenden Saison: Das 20-jährige Eigengewächs Luis Rentsch erzielte gegen Heilbronn seinen fünften Saisontreffer.
Einer der Lichtblicke einer insgesamt enttäuschenden Saison: Das 20-jährige Eigengewächs Luis Rentsch erzielte gegen Heilbronn seinen fünften Saisontreffer. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse müssen nach einer weiteren Niederlage ihre letzten Play-off-Hoffnungen begraben. Gegen Heilbronn verloren die Weißwasseraner mit 3:5. Das entscheidende Tor zum 3_4 kam allerdings nach einer höchst umstrittenen Strafe zustande.

Die Heilbronner, mit nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellenachten Ravensburg und noch einem Spiel mehr in Reserve, brauchten die Punkte in Weißwasser unbedingt. Für die Füchse war es gleichzeitig die allerletzte Chance im Play-off-Rennen. Die Füchse starteten selbstbewusst in die Partie, versuchten sofort, die Heilbronner ins Abwehrdrittel zu drücken und kamen auch zu ersten Abschlüssen. Für die Heilbronner gab Valenti, der mit einem Nachschuss nach eigenem Schuss den Außenpfosten traf, das erste Achtungszeichen. Eine erste Unterzahl überstanden die Füchse relativ problemlos. Nach einem Walters-Schuss kam Döring, der diesmal in der ersten Reihe neben Schwartz und Brad Ross auflaufen durfte, aus Nahdistanz an die Scheibe, scheiterte aber unter Bedrängnis am Gästetorwart. Nach einem Puckverlust von Rentsch unmittelbar vor dem eigenen Tor kam Heilbronns Topscorer Wruck zum Schuss, aber Torwart Carruth war zur Stelle. Kurz vor Ende des Drittels kamen die Füchse noch zu einer Riesenchance. Andres kam nach einem Fehler der Gäste an den Puck, spielte schnell vor das Tor auf den freien Rentsch, der die Scheibe abtropfen ließ, aber Torwart Mnich war erneut zur Stelle. Das angesichts der Tabellenkonstellation recht müder erste Drittel endete trotz leichter Vorteile für die Füchse torlos.

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Die Füchse begannen das Mitteldrittel in Überzahl, konnten damit aber wenig anfangen. Danach schienen die Gäste etwas Aggressiver und kamen nach einem langen Pass zu einem Alleingang von Nichols, aber Füchse-Torwart Carruth hielt. Erklärungsbedarf gab es dann bei einer Strafe gegen die Füchse, als Kania die Scheibe ohne Not über die Bande chippte, in den Mittelgang zwischen den Spielerbänken. Dieses Geschenk ließen sich die Gäste nicht entgehen. Einen Pass vor das Tor ließ der dort postierte Stürmer zurück auf den nachlaufenden Koch abtropfen, der Carruth aus wenigen Metern keine Chance ließ. Die Heilbronner wirkten danach selbstbewusster, während die Füchse auf der Suche nach den richtigen Mitteln schienen. Vielleicht konnte eine Überzahl helfen, die sich die Heilbronner mit einem übermotivierten Bandencheck abholten. Aber das Gegenteil war der Fall. Gervais konnte bei einem Konter allein auf das Füchse-Tor zulaufen, Koch hatte eine gute Schusschance, aber Carruth hielt seine Mannschaft im Spiel. Als sich die bis dahin sehr schwache Überzahl der Füchse dem Ende näherte, fiel aber doch der Ausgleich. Nick Ross sah den freien Reichel vor dem Tor, der den Puck in aller Ruhe annehmen konnte und Torwart Mnich ausspielte. Wenig später hatten die Füchse das Spiel gedreht. Schwartz brachte die Scheibe mit der Rückhand Richtung Tor, Rentsch konnte sie zwischen die Schoner von Torwart Mnich abfälschen – 2:1. Die Füchse mussten dann den Ausgleich hinnehmen, als sie nach einem ungenauen Pass von Geibel den Puck nicht aus dem Drittel bekamen. Valenti traf mit einem Direktschuss über die Fanghand von Carruth. Sekunden später hatte Clark die Chance zur erneuten Füchse-Führung. Der Puck sprang zum freien Clark, der allein vor dem Tor aber an Mnich scheiterte. Die letzte Chance des Drittels hatten die Gäste, Clark konnte sdie nur mit einem Foul unterbinden, weshalb die Füchse das Schlussdrittel in Unterzahl begannen.

Diese Gelegenheit nutzten die Gäste, die in Überzahl lange auf ihre Schusschance warteten. Gerade als die Zeit ablief, spielte Götz einen gelupften Pass quer durch das Drittel auf Kirsch, der den Puck ideal traf und Carruth keine Chance ließ – 2:3. Danach musste der Füchse-Torwart bei einer Doppelchance der Heilbronner seine ganze Klasse zeigen, der seine Mannschaft auch danach mit starken Paraden im Spiel hielt. Die Füchse mussten jetzt mehr riskieren, wollten sie ihre Play-off-Hoffnungen nicht schon jetzt begraben. Schwartz hatte dann vor dem Tor eine Riesenchance, aber der Heilbronner Goalie Mnich reagierte großartig (49.). Als Andres dann im Angriffsdrittel energisch nachsetzte und den Puck zu Schwartz hinter dem Tor brachte, behielt der Topscorer der Füchse die Übersicht, legte den Puck zurück auf den heranstürmenden Nick Ross, der die Scheibe in Netz hämmerte. Valenti hatte dann eine erneute Riesenchance, aber Carruth parierte erneut großartig. Die Schiedsrichter entschieden wenig später auf eine sehr umstrittene Strafe gegen die Füchse, als Andres mit einem Hechtsprung die Scheibe wechselte und auch traf, aber auch der Gegner fiel. Die Heilbronner nutzten das erneut durch Maginot, der aus der Distanz traf, als Carruth von einer vorigen Parade noch nicht wieder in Position war. Die Füchse nahmen schon drei Minuten vor Schluss den Torwart vom Eis. Aber den Füchsen gelang der Ausgleich nicht mehr. Die Heilbronner trafen Sekunden vor Schluss noch ins leere Tor.

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Die Niederlage lässt die Hoffnungen der Füchse auf die Play-offs auf Null sinken. Die Chancen sind jetzt rein theoretischer Natur, zumal die Teams auf den maßgeblichen Plätzen im Kampf um die Play-offs gepunktet haben. Der Rückstand der Füchse beträgt jetzt zehn Punkte, bei noch fünf offenen Spielen. Bereits am Donnerstag geht es weiter mit einem Spiel in Ravensburg.

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