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Weißwasser

Die Play-off-Hoffnung lebt wieder

Die Lausitzer Füchse gewinnen klar gegen den EV Landshut. Zwei Spieler der Gastgeber überragen.

Füchse-Stürmer Tomas Andres dreht nach dem Treffer zum 1:0 jubelnd ab. Der im Spiel gegen Landshut überragende Thomas Reichel (zwei Tore, zwei Assists) hatte ihn vorbereitet.
Füchse-Stürmer Tomas Andres dreht nach dem Treffer zum 1:0 jubelnd ab. Der im Spiel gegen Landshut überragende Thomas Reichel (zwei Tore, zwei Assists) hatte ihn vorbereitet. © Gunnar Schulze

Die Lausitzer Füchse haben am Freitagabend einen klaren 5:1-Sieg über den EV Landshut gefeiert. Das Ergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg. Die Gäste schossen mehr auf Tor, scheiterten aber immer wieder am überragende Füchse-Torwart Mac Carruth. Die Füchse waren wesentlich effektiver und hatten mit Thomas Reichel einen Stürmer in den Reihen, der einen Sahnetag erwischt hatte.

Nachdem sie in fünf der vergangenen sechs Spiele gepunktet hatten, träumten die Lausitzer Füchse wieder ein wenig von ihrer Play-off-Chance. Ein weiterer voller Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Landshut (zwei Punkte und zwei Spiele weniger), und aus den Träumereien könnte etwas mehr Glaube werden. Der Schlüssel sollte sein: Das Top-Duo der Landshuter Zach O‘Brein (Topscorer der Liga mit 63 Punkten aus 37 Spielen) und Marcus Power (53 Punkte), das zusammen bereits 50 Tore erzielt hat, galt es in den Griff zu bekommen.

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Die Füchse begannen stürmisch, nach 14 Sekunden hatte Schwartz die erste Chance, aber dann übernahmen die Gäste das Kommando. O‘Brien visierte das Füchse Tor nach nur 30 Sekunden das erste Mal, Füchse-Torwart Mac Carruth zeigte die erste von vielen Paraden. Besonders in den ersten fünf Minuten standen die Füchse praktisch unter Dauerbeschuss. Einmal klatschte ein Abpraller auch gegen den Pfosten des Füchse-Tores, aber das Tor fiel dann etwas überraschend auf der anderen Seite, als Reichel in einen Querpass der Gäste im eigenen Drittel lief und den Puck quer auf den völlig freien Andres legte. Der 24-jährige Deutsch-Tscheche konnte sich die Ecke aussuchen und platzierte die Scheibe über der Fanghand von Ex-Nationaltorwart Dmitri Pätzold unter die Latte (6.). Viel änderte das nicht am Spiel. Die Landshuter wirkten überlegen, rannten an und beschossen das Tor von Carruth, aber Torwart Carruth wirkte unüberwindbar, blieb auch bei 2:1-Situationen gegen sich immer wieder Sieger. Und die Füchsen boten auch keine einfachen Fehler an. Anders die Gäste. Die füchse nutzten einen Wechsel der Gäste. Nach einem langen Pass war Reichel auf und davon, zog nach innen, schoss aber vorbei. Andres holte sich den Puck, spielte ihn vor das Gästetor, wo Reichel ihn ins Tor stocherte (13.). Schwartz und Martin setzten danach mit Einzelaktionen weitere Nadelstiche, während die Gäste aus ihrer gefühlten Überlegenheit nichts machten. Und so stand es nach dem ersten Drittel bei einem Schussverhältnis von 6:15 2:0 für die Füchse.

So konnte es weiterlaufen für die Füchse. Eines gelang den Füchsen aber nicht: von der Strafbank wegzubleiben. In der ersten Unterzahl gelang den Gästen aber nur ein gefährlicher Schuss. Und als die zweite Reihe der Füchse (Reichel, Andres, Martin) wieder Druck machte, fiel das dritte Füchse-Tor. Nick Ross zog von der Blauen Linie ab, Reichel hielt den Schläger geschickt in die Flugbahn, und der Puck schlug im Netz ein. Die Füchse hatten dann eine weitere gute Chance. Nach einem Distanzschuss kam Clark mit langem Schläger an den Puck, lupfte ihn über Torwart Pätzold, traf die Scheibe dann aber volley nicht, und sein Versuch, einen liegenden Landshuter Verteidiger so anzuschießen, dass er von dort vielleicht ins Tor abprallt, schlug fehl. Aber: den Gästen schien der moralische Zahn ein wenig gezogen. Zumal dann auch noch das 4:0 gelang. Schwartz und Clark erkämpften den Puck am gegnerischen Tor. Clark hatte dann die Chance, wartete dann so lange, bis Pätzold am Boden lag und lupfte die Scheibe unter die Latte. Die Gäste hatten danach Chancen durch Einzelaktionen, aber Mac Carruth hielt einfach alles. Auf der anderen Seite hatte Schwartz nach einem Stockfehler der Gäste einen Alleingang, spielte den Torwart aus, wurde beim Abschluss aber gefoult. In der Überzahl danach waren die Füchse zu leichtsinnig, liefen nach einem Puckverlust nicht energisch genug zurück. Brunnhuber nutzte das zum ersten Landshuter Treffer, der zeigte, dass die Füchse nicht leichtsinnig werden durften.

Im Schlussdrittel konzentrierten sich die Füchse zunächst darauf, nichts zuzulassen. Das gelang sehr gut. Und auch der ersehnte Nadelstich: Clarke bekam die Scheibe rechts neben dem Tor, wartete unheimlich lange, bis Schwartz vor dem Tor in Position gelaufen war und brachte dann die Scheibe vors Tor. Schwartz brachte den Puck zwar unter Bedrängnis nicht an Torwart Pätzold vorbei, beförderte sie dann aber im Liegen noch ins Tor. Das 5:1 sollte die Vorentscheidung sein. Spektakulär wurde es noch einmal, als Carruth glänzend gegen O‘Brien bei einem 3:1-Konter hielt und im Gegenzug Raab allein vor dem Tor an Pätzold scheiterte. Danach plätschert die Partie ein wenig vor sich hin, wobei die Landshuter bis zur letzten Sekunde versuchten, einen weiteren Treffer zu erzielen. Das schafften sie aber auch in Überzahl nicht.

Für die Füchse geht es am Sonntag nach Kassel. Dort erwartet niemand etwas ...

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