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Weißwasser

Elf Punkte Rückstand und noch vier Spiele

In Ravensburg verlieren die Lausitzer Füchse erneut – auf der Strafbank und nach kuriosen Entscheidungen.

Die Füchse hatten durchaus ihre Chancen. Hier scheitert Andrew Clark am Ravensburger Torwart Olafr Schmidt, der auch mal einer der Publikumslieblinge der Lausitzer Füchse war.
Die Füchse hatten durchaus ihre Chancen. Hier scheitert Andrew Clark am Ravensburger Torwart Olafr Schmidt, der auch mal einer der Publikumslieblinge der Lausitzer Füchse war. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse haben am Gründonnerstag in Ravensburg bis fast 23 Uhr gespielt, aber nichts gewonnen. Nach der 4:2-Niederlage beim Tabellenneunten wächst der Rückstand auf die Play-off-Plätze auf elf Punkte bei noch vier offenen Spielen. Es gab drei kuriose Schiedsrichterentscheidungen: In einer Szene kassierten die Füchse gleich sechs Strafminuten (der Gegner keine), dann sollte Topscorer Schwartz mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt werden, wurde aber zurückgeholt. Und schließlich schaffte es ein Spieler sogar auf der Strafbank sitzend, eine Strafe zu kassieren.

Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Während die Ravensburg Towerstars als Tabellenneunter gleichauf mit dem Tabellenachten mitten im Kampf um einen Play-off-Platz standen und jeden Punkt dringend benötigen, ist dieser Zug für die Füchse mit zehn Punkten Rückstand auf Platz acht abgefahren. Es bestand nur noch eine theoretische Chance. Für die Spieler geht es in den verbleibenden Spielen eher darum, sich eventuell noch für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Die Ravensburger „scharrten also mit den Hufen“, mussten sich dann aber gedulden: Ein Schiedsrichterassistent hatte sich beim Aufwärmen unmittelbar vor der Partie verletzt und konnte nicht mitwirken. Ein neuer Assistent musste her, wurde mit Roman Jung im fast eine Stunde entfernten Ulm gefunden. Der Ersatzmann reiste in Rekordzeit an. Das Spiel begann mit 48-minütiger Verspätung.

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Beide Mannschaften schien das aus dem Rhythmus gebracht zu haben, jedenfalls leif in den ersten Minuten wenig zusammen. Die erste Chance hatten die Ravensburger durch Hon, der nach einem Wechsel der Füchse frei auf das Tor laufen konnte, aber an Füchse-Torwart Carruth scheiterte (3.). Dann verlor Füchse-Stürmer Reuß im Angriffsdrittel den Schläger und wusste sich danach nur mit einem Foul zu helfen. Die Unterzahl überstanden die Füchse relativ problemlos. Nach zehn Minuten hatten die Gastgeber die Riesenchance zur Führung, Zucker spielte Topscorer Czarnik frei, der das leere Tor vor sich hatte. Nirschl konnte im letzten Moment stören. Czarnik hatte schon zum Jubeln angesetzt. Eine bessere Phase danach mit einer kleinen Druckphase wurde durch eine Doppelstrafe in einer Szene unterbrochen, Reichel erhielt eine Strafe wegen Hakens, Brad Ross bekam eine Strafe dazu und meckerte auch noch, und wurde gleich mitbestraft. Die Füchse kassierten gleich sechs Strafminuten in einer (eigentlich nicht so aufregenden) Szene. Also zwei Minuten doppelte Überzahl für Ravensburg. Nach fünf Sekunden landete der Puck das erste Mal am Pfosten, nach 23 Sekunden im Angel des Tores – 1:0 durch Czarnik. Die Gastgeber kassierten dann selbst eine Strafe, so dass zwei Minuten Vier-gegen-Vier folgten. Da waren die Füchse dank einer starken Schwartz-Reihe besser, hatten mit einem Pfostentreffer des Füchse-Topscorers die beste Chance. In der 19. Minute hatte Andres die Ausgleichschance, wurde von Schwartz geschickt angespielt, scheiterte aber aus einem Meter an Torwart Schmidt. Mit der Schlusssirene rutsche dem Ex-Füchse-Torwart dann noch ein Schwartz-Schuss durch, aber die Scheibe rutschte vorbei.

Mit Beginn des Mitteldrittels schafften die Füchse den Ausgleich. Clark wartete bei einem 2:1-Konter extrem lange, Martin scheiterte nach seinem Zuspiel zunächst. aber die Füchse setzten nach, Reichel brachte die Scheibe nochmals zu Martin, der die Scheibe diesmal im Tor unterbrachte. Die Füchse hatten dann mehr vom Spiel, setzten sich mehrfach im Drittel der Gastgeber fest und kamen zu einigen Abschlüssen (Andres, Roßmy). Auf der anderen Seite hatten die Gestgeber eine riesige Konterchance, die Carruth überragende (Schuss und Nachschuss vereitelte), auch den Schuss wenig später von Czarnik. Dann legte Füchse-Verteidiger Nick Ross nach einem abgewehrten Angriff die Führung der Gastgeber auf. Sein Versuch, den Puck wegzuspielen, landete genau auf dem Schläger von Bettauer, der direkt abzog und zum 2:1 ins Angel traf. Als dann Andres auf die Strafbank musste, liefen die Füchse in einen 3:1-Konter (!). Clark und Martin hatten eine 2:1-Konterchance, der nachgerückte Füchse-Verteidiger kam zum Nachschuss. Der aber wurde geblockt, die in Überzahl spielenden Ravensburger waren auf und davon, Kozek traf zum 3:1. Beim Anbully nach dem Tor, lief Schwartz von hinten gegen den Schlittschuh des Hauptschiedsrichters, der das zunächst als Attacke gegen ihn wertete, die Entscheidung dann aber zurücknahm – etwas ganz seltenes.

Die Füchse drückten zu Beginn des Schlussdrittels auf den Anschlusstreffer, liefen aber erneut in einen Konter. Der nachrückende Henrion traf zum 4:1. Das war die Vorentscheidung, zumal die Füchse die sofort folgende Überzahlsituation nicjt nutzen konnten. Es war wie so oft in dieser Saison. Die Füchse waren nahezu gleichwertig, hatten auch ihre Chancen, aber das Spiel ging den Bach runter. Die Schiedsrichter begannen, das Strafzeitenkonto auszugleichen. Die Füchse kamen in Überzahl zum 4:2. Schwartz brachte die Scheibe Richtung Tor, wo zwei Füchse-Spieler die Sicht versperrten. Die Scheibe sprang zu Clark, der aus spitzem Winkel einnetzte (51.). Bei Vier-gegen-Vier hatte Martin dann eine Riesenchance, aber Schmidt hielt. Auf der Strafbank sitzend (!) kassierte dann Brad Ross eine weitere Strafe wegen „unsportlichen Verhaltens“. Als er dann nochmal meckerte, musste er in die Kabine – vorbei war es mit dem Strafenausgleichen. Danach passierte nicht mehr viel, auch wenn die Füchse den Torwart vom Eis nahmen. Am Sonnabend folgt das vorletzte Saisonheimspiel gegen Kaufbeuren.

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