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Füchse feiern Auswärtssieg zum Trainereinstand

Beim 4:3-Erfolg in Landshut entscheiden die Lausitzer Füchse das Spiel im zuvor geschmähten Überzahlspiel.

Hier erzielt der Topscorer der Landshuter, Zach O’Brien, den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. Füchse-Verteidiger Walters kann den Schuss nicht blocken, der Puck schlägt genau im Dreiangel ein.
Hier erzielt der Topscorer der Landshuter, Zach O’Brien, den Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2. Füchse-Verteidiger Walters kann den Schuss nicht blocken, der Puck schlägt genau im Dreiangel ein. © Titus Fischer

Besser hätte es zum Einstand des bisherigen Co-Trainers und seit Montag Cheftrainers Chris Straube nicht laufen können. Seine Mannschaft erkämpfte beim bislang so heimstarken EV Landshut einen 4:3-Sieg. Eine bisherige Schwäche dieser Saison wurde dabei gleich zur Stärke. Gezittert wurde aber bis zur letzten Sekunde.

Die Lausitzer Füchse mussten beim Cheftrainer-Debüt von Chris Straube auf die verletzten Schwartz, Brad Ross und Verteidiger Kuschel verzichten. Dafür waren Torwart Ancicka (dadurch konnte Martin als vierter Kontingentspieler statt Torwart Carruth mitspielen) und Dietz zusätzlich aus Berlin abgestellt worden. Das Spiel begann recht zerfahren mit vielen Strafen der die Messlatte für Fouls niedrig legenden Schiedsrichter. Mit ihren Überzahlspielen konnten zunächst beide Mannschaften wenig anfangen, die Füchse auch nicht bei Vier gegen Drei und dann für 30 Sekunden in doppelter Überzahl. Dann aber platzte bei den Füchsen der (Überzahl-) Knoten. Kania zog nach einem Querpass einfach direkt von der Blauen Linie ab, die Stürmer sorgten für Verkehr vor dem Tor, und die Scheibe fand unberührt den Weg ins Netz. Das gab den Lausitzern, die defensiv sehr konzentriert und nah am Mann agierten, etwas mehr Sicherheit. Keine zwei Minuten nach dem Führungstreffer eroberte Walters im gegnerischen Drittel den Puck, spitzelte ihn zu Clark, der wiederum Martin freispielte. Und der 25-jährige Kanadier im Füchse-Trikot handelte schnell und schoss den Puck zum 0:2 ein. Auch danach ließen die Füchse wenig anbrennen. Sie insgesamt im ersten Drittel enttäuschenden Landshuter kamen allerdings zu einer Riesenchance durch Martens, der am langen Eck frei war. Aber Ancicka rettete mit einem Hechtsprung. Auf der Gegenseite tauchte Nirschl allein vor dem Tor auf, scheiterte aber mit der Rückhand an Pätzold.

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Die Füchse begannen im Mitteldrittel mit viel Druck, schnürten die Landshuter teilweise in deren Drittel ein. Zu den ganz großen Chancen kam es zunächst aber nicht. Die Gastgeber konnten sich nach gut fünf Minuten befreien. Die Füchse konnten mehrfach den finalen Pass der Gastgeber abfangen und hatten Glück, als Ancicka ein Puck durchrutschte, der aber nicht den Weg über die Linie fand (28.). Als dann Dietz ungestüm eine Strafe kassierte, nutzte das O‘Brien zum Anschlusstreffer aus Nahdistanz (30.). Die Füchse wirkten nicht geschockt, antworteten mit einem Lattentreffer und wenig später mit einer Doppelchance für Roßmy, der knapp an Pätzold scheiterte und den Nachschuss vorbeisetzte. Auf der anderen Seite zog Baßler bei einem 3:1-Konter allein ab, scheiterte aber an der Stockhand von Ancicka, der wenig später aber eine Strafe kassierte . Diese Unterzahl überstanden die Füchse äußerst geschickt, nahmen nach einem Puckgewinn unheimlich viel Zeit von der Uhr. Ancicka war dann erneut zur Stelle, als Power aus Nahdistanz zum Schuss kam (39.). Nach einem Konter schafften die Füchse dann den Treffer zur erneuten Zwei-Tore-Führung. Kerbashian spielte den Puck geschickt aus dem eigenen Drittel, Martin setzte sich im Laufduell mit viel Körpereinsatz durch, zog vor das Tor, wurde aber von Torwart Pätzold gestoppt. Geibel scheiterte noch mit seinem Nachschuss, aber dann war Clark zur Stelle – das erste Tor den Neuzugangs im Füchse-Trikot.

Im Schlussdrittel war von der ersten Sekunde an zu merken, dass die Gastgeber zurück ins Spiel wollten. Mühlbauer scheiterte aus spitzem Winkel, Dafür vergaben die Füchse auf der anderen Seite zwei 2:1-Konterchancen. Die Landshuter, die jetzt auf drei Reihen umstellten und ihrer Top-Reihe mehr Eiszeit gaben, riskierten jetzt mehr. Den Füchsen boten sich Chancen. Roßmy scheiterte unmittelbar nach einem Bully in aussichtsreicher Position, schoss knapp vorbei. Ausgerechnet die erste Reihe der Füchse kassierte dann den Anschlusstreffer. Mühlbauer traf im Fallen gegen Ancicka, nachdem er sich gegen Verteidiger Kania durchgesetzt hatte. Zwei Minuten später fiel der Ausgleich. O‘Brien war von den Füchsen nicht zu stoppen, legte quer auf Power, der leichtes Spiel hatte. Die Landshuter blieben am Drücker. Ancicka hielt stark gegen Zimmermann und war wenig später auch bei einem 2:1-Konter gegen Baßler zur Stelle. Vier Minuten vor Schluss hatte Busch nach einem Querpass von O’Brien die Riesenchance zum 4:3, aber Ancicka konnte retten. Dann kassierten die Gastgeber eine Strafe. Diesmal benötigten die Füchse nur zehn Sekunden zum Treffer. Clark schoss einfach aufs Tor, Martin verdeckte dem Torwart die Sicht, und der Puck schlug ein (57.). Dann passierte das, was jetzt nicht passieren durfte: Dietz kassierte im gegnerischen Drittel eine Strafe. Die Gastgeber nahmen natürlich ihren Torwart vom Eis, schufen so eine 6:4-Situation. Der Druck war unermesslich, die Gastgeber schnürten die Füchse immer enger um das eigene Tor ein. Aber die Füchse warfen sich in jeden Schuss und jubelten mit dem Abpfiff – Einstandssieg für Coach Chris Straube. Am Sonntag geht es weiter, aber diesmal kommt der Spitzenreiter Kassel Huskies.

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