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Weißwasser

Füchse schenken Derbysieg zu Weihnachten

In einem dramatischen Spiel drehen die Lausitzer einen 0:2-Rückstand gegen die Dresdner Eislöwen.

Druck machte diesmal auch die vierte Füchse-Reihe. Feodor Boiarchinov, der den Treffer zum 2:2 erzielte, schaut hier dem Puck hinterher, der in der Fanghand von Eislowen-Torwart Riku Helenius gelandet ist.
Druck machte diesmal auch die vierte Füchse-Reihe. Feodor Boiarchinov, der den Treffer zum 2:2 erzielte, schaut hier dem Puck hinterher, der in der Fanghand von Eislowen-Torwart Riku Helenius gelandet ist. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben ihren Fan einen Derbysieg über die Dresdner Eislöwen unter den Weihnachtsbaum gelegt. Dabei sah es nach dem ersten Drittel und einem 0:2-Rückstand nicht danach aus, aber Kerbashian und Boiarchinov glichen im Mitteldrittel aus, und Schwartz erzielte mit einem Unterzahltor gut fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer.

Das Sachsenderby begann ohne jegliches Abtasten. Nach 13 Sekunden gab Ex-Fuchs Ranta den ersten gefährlichen Schuss aufs Füchse-Tor ab, und die Topreiche der Eislöwen setzte mit viel Druck gleich ein Achtungszeichen. Aber das hatten auch die Füchse vor, die läuferisch voll präsent waren, das Tempo sehr hoch hielten, aber zu selten zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Die Dresdner wirkten da gefährlicher. Als dann die erste Füchse-Reihe im Aufbau den Puck verlor, schnappte sich Eislöwen-Verteidiger Hanusch die Scheibe, lief energisch ins Füchse-Drittel und spielte Ranta frei, der mit seinem Schuss zwar an Füchse-Torwart Carruth scheiterte, aber Ritter verwandelte den Abpraller zum 0:1 (11.). Eine echte Weißwasseraner Produktion: Hanusch und Ritter stammen aus Weißwasser, Ranta hatte schon zweimal Vertrag bei den Füchsen. Bei den Gastgebern fiel auf, dass nach wie vor gerade von der ersten Reihe die erhoffte Offensivkraft ausblieb. Insbesondere der letzte Neuzugang Martin hatte (noch) große Probleme mit Tempo und Handlungsschnelligkeit. Die beste Chance hatte noch Schwartz nach einem Querpass von Kerbashian, aber Eislöwen-Torwart Helenius parierte mit der Schulter (13.). Eine erste Überzahl der Füchse brachte nichts ein. Dann leistete sich Füchse-Verteidiger Nick Ross in seinem ersten Spiel nach seiner Sperre einen katastrophalen Fehlpass im eigenen Drittel. Mac Carruth parierte noch, aber nur Sekunden später konnte Neuert von der Blauen Linie schießen, Knackstedt verdeckte Carruth die Sicht und berührte ihn auch, stand dabei im Torraum, den Abpraller versenkte er mit langem Arm zum 0:2. Die Schiedsrichter prüften zwar per Videobeweis, ob ein Torraumabseits vorlag, gaben aber den Treffer.

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Das Mitteldrittel begannen die Füchse nach einem Foul an Roßmy in Überzahl. Sie hatten große Probleme, den Puck im Angriffsdrittel zu halten. Dann aber schoss Kerbashian einfach, und ein Dresdner fälschte die Scheibe ins eigene Tor ab – ein glückliches, aber wichtiges Anschlusstor, das den Füchsen offensichtlich Auftrieb gab – die Wende im Spiel. Dazu hatte Trainer Corey Neilson jetzt Andres für Martin in die erste Reihe beordert, was sich positiv auswirkte. Vor allem aber waren die Füchse jetzt plötzlich läuferisch überlegen, mit allen Reihen. Und es ergaben sich Riesenchancen. Als Roßmy tief an die Bande spielte und sich Torwart Helenius verschätzte, hatte Nick Ross das leere Tor vor sich, verfehlte es aber mit der Rückhand. Sekunden später traf Ross mit einem Distanzschuss die Latte. Der Ausgleichstreffer zum 2:2 ging auf das Konto der vierten Reihe. Boiarchinov traf nach einem aggressiv vorgetragenen Angriff mit einem Direktschuss (26.). Döring, der dabei von den Beinen geholt wurde, revanchierte sich und bekam dafür eine Strafe, die die Füchse überstanden. Fast wäre sogar das 3:2 gelungen, aber Andres scheiterte bei einem 2.1-Konter, freigespielt von B. Ross, als er den Torwart ausspielen wollte. Nur Fehler durften die Füchse nicht begehen. Schwartz leistete sich einen unmittelbar vor dem Tor, rettete dann aber selbst, indem er sich in den Schuss warf (33.). Die Füchse hatten danach noch Riesenchancen durch Kerbashian, der den Direktschuss ins halbleere Tor verpasste, und Andres, der das scharfe Anspiel von Schwartz am langen Pfosten nicht verwerten konnte.

Zu Beginn des Schlussdrittels benötigten die Füchse in einer Überzahl erst lange, um ins Angriffsdrittel zu kommen, gaben dann aber zwei gefährliche Schüsse ab, die Helenius parierte. Dann foulte auf der anderen Seite Kania, und der Druck der Dresdner bei angezeigter Strafe war riesige, aber die Füchse überstanden diese Phase und auch die folgende Unterzahl. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide. Ein Fehler konnte die Partie entscheiden. Den ersten machten die Füchse, die die Scheibe hinter das eigene Tor auf einen schon gedeckten Spieler spielten. Nach dem Scheibenverlust hatten die Füchse Riesenglück, dass der Nachschuss über den Kasten trudelte. Als dann die Dresdner die nächste, diesmal schmeichelhafte Überzahl zugesprochen bekamen, verteidigten die Füchse nicht nur geschickt, sondern setzten auch einen erstklassigen Konter. Kerbashian schickte Schwartz, der allein auf den Torwart zulief, einen Finte ansetzte und Helenius mit der Rückhand zum 3:2 überwand. Wenig später hatte Hanusch die Riesenchance zum Ausgleichstreffer, aber Carruth reagierte gegen den Schuss aus drei Metern großartig. Und auch, als die Dresdner zwei Minuten vor Schluss ihren Torwart vom Eis nahmen, fiel ihnen nicht viel ein. Carruth war wieder Fels in der Brandung.

Schon am Sonnabend spielen die Füchse wieder, 14 Uhr in Kassel.

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