merken
Weißwasser

Füchse schenken Fans sechs Silvesterknaller

Gegen die Bietigheim Steelers nutzen die Füchse ihre Chancen effektiv. Der überragende Spieler steht aber im Tor.

Der 20-jährige Füchse-Stürmer Ludwig Nirschl freut sich über sein erstes Saisontor.
Der 20-jährige Füchse-Stürmer Ludwig Nirschl freut sich über sein erstes Saisontor. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben das letzte Spiel des Jahres gewonnen. Und das nicht irgendwie, sondern mit 6:0 (4:0, 1:0, 1:0) gegen den Meisterschaftsmitfavoriten Bietigheim Steelers, der zuletzt immer besser in Form gekommen war und am Montag mit 5:2 in Freiburg gewonnen hatte. Der Sieg fiel den Chancen nach zwar viel zu hoch aus, was entscheidend am überragenden Füchse-Torwart Tobias Ancicka lag. Der 19-jährige Eisbären-Förderlizenzspieler vertrat diesmal Stammtorwart Carruth.

Die Lausitzer Füchse konnten diesmal außerdem auf die Berliner Dietz und Streu zusätzlich gegenüber den vergangenen Spielen zurückgreifen und stellten ihre Reihen entsprechend um. Ancicka verschaffte Carruth eine Pause im Tor. Beide Mannschaften begannen mit offenem Visier und versuchten, zu Abschlüssen zu kommen. Die Füchse schienen etwas mehr unter Druck, aber dann gelang den Füchsen der Führungstreffer. Nicholas Ross brachte den Puck vor das Gästetor, wo sich Boiarchinov stark durchsetzte und die Scheibe mit der Rückhand ins Dreiangel hob (5.). Fast im Gegenzug unterlief den Füchsen ein krasser Fehler. McKnight kam an den Puck, passte vors Tor, wo Sheen völlig allein vor Ancicka am jungen Torwart scheiterte. Nur eine Minute später fiel das 2:0. Verteidiger Walters spielte an der Bande einen langen Pass, Martin setzte sich durch, Streu zog zwei Verteidiger auf sich, aber Martin zog allein vors Tor und schob Torwart Brenner den Puck durch die Beine.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote der Region
Aktuelle Stellenangebote der Region

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job und wollen in der Region bleiben? Diese Top Unternehmen der Region Löbau-Zittau bieten attraktive freie Stellen an.

Es kam noch besser: Als die dritte Füchse-Reihe mit viel Vehemenz nachsetzte und hinter dem Gästetor den Puck eroberte, nutzte Nirschl die Situation zum 3:0 (9.). Die Gäste nahmen eine Auszeit und kamen darauf gleich zu zwei Riesenchancen. Erst entwischte Preibisch und traf mit der Rückhand den Pfosten am Dreiangel, und wenig später zeigte Ancicka eine tolle Parade gegen einen Direktschuss aus spitzem Winkel. Die Bietigheimer machten weiter extrem Druck, aber Ancicka hielt klasse, und dann fiel sogar das 4:0. Bei einem Konter brachte den Puck an den langen Pfosten, wo Kerbashian völlig frei die Scheibe ins Tor abtropfen ließ. Steelers-Torwart Brenner verließ daraufhin wutentbrannt die Eisfläche. Danach beruhigte sich das Spiel ein wenig, aber die Bietigheim seine Gefährlichkeit an, aber Effizienz und Scheibenglück sprachen im ersten Drittel klar für die Füchse.

Den Mittelabschnitt begannen die Füchse in Unterzahl gegen die beste Überzahlmannschaft der Liga. Das überstanden die Füchse aber, spielten danach eine gute eigene Überzahl mit mehreren Chancen. Nach 26 Minuten hatten die Bietigheimer plötzlich eine Riesenchance, als Preibisch nach einem Querpass allein vor dem Füchse-Tor auftauchte. Aber Ancicka parierte auch seinen Direktschuss, beim Nachschuss wischte Preibisch über den Puck, bevor Kania die Situation bereinigte. Es lief weiter für die Füchse. Erst überstanden sie zwei weitere Unterzahlspiele, Ancicka hielt weiter überragend und dann erzielte Dietz aus dem Nichts das 5:0. Von Schwartz angespielt, traf der Eisbären-Förderlizenzspieler aus der Drehung ins Dreiangel (38.).

Das Schlussdrittel begannen die Füchse in Überzahl und einer Riesenchance für Martin. Die Bietigheimer versuchten Druck aufzubauen, scheiterten aber immer wieder am überragenden Torwart Tobias Ancicka. Auch ein weitere Überzahl konnten die Bietigheimer, sonst in gut 40 Prozent aller Überzahlspiele erfolgreich, nicht nutzen. Den Gästen lief so nach und nach die Zeit davon. Und dann kam eine für dieses Spiel absolut typische Situation. Erst scheiterte ein Bietigheim bei einem Alleingang an Ancicka, dem der Pcuk zwar durch die Beine rutschte, aber ein Füchse-Verteidiger rettete vor der Linie. Aus dieser Situation gelang ein langer Pass auf Kerbashian, der schneller als zwei Steelers-Verteidiger war und allein vor dem Tor zum 6:0 einnetzte, keine zehn Sekunden nach der Riesenchance auf der anderen Seite. Der Zahn war den Steelers, die sich einige Frustfouls leisteten, damit endgültig gezogen.

Das neue Jahr beginnen die Lausitzer Füchse mit einem Heimspiel gegen Bad Tölz am 3. Januar. (mit Thomas Wagner)

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser