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Weißwasser

Füchse siegen in Ravensburg nach 0:2

Im Mitteldrittel drehen die Füchse das Spiel, ein Treffer gelingt sogar in Unterzahl. Am Ende müssen die Lausitzer zittern.

Rylan Schwartz (Nr. 13) scheitert hier mit seinem Schuss zwar, aber mit zwei Treffern war der Füchse-Stürmer Matchwinner beim Spiel in Ravensburg.
Rylan Schwartz (Nr. 13) scheitert hier mit seinem Schuss zwar, aber mit zwei Treffern war der Füchse-Stürmer Matchwinner beim Spiel in Ravensburg. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse haben das Auswärtsspiel beim Tabellendritten Ravensburg Towerstars mit 5:3 gewonnen, obwohl sie nach dem ersten Drittel mit 0:2 zurücklagen. Nach dem dritten Sieg in Folge rücken die Füchse auf den achten Tabellenplatz vor, haben auf Ravensburg bei zwei Spielen weniger nur vier Punkte Rückstand. Am Freitag gilt es nun, den guten Trend der vergangenen Spiele zu Hause gegen das Schlusslicht Heilbronn zu bestätigen. Aber Vorsicht: Ihr letztes Spiel haben die Heilbronner, die fünf Spiele weniger als die Füchse absolviert haben. am Sonntag mit 8:4 gegen Landshut gewonnen.

Die Lausitzer Füchse waren, ohne den verletzten Jonathon Martin, nach der über achtstündigen Busfahrt zwar pünktlich in Ravensburg angekommen und hatten sich wie gewöhnlich mit etwas Fußball die Beine ausgeschüttelt, aber sie erwischten trotzdem einen Kaltstart. Die neu formierte erste Reihe (mit Roßmy neben Schwartz und Kerbashian) kassierte gleich im ersten Wechsel den ersten Gegentreffer. Gleich der erste Schuss der Ravensburger nach 35 Sekunden saß. Zucker hatte mehr aus Verlegenheit abgezogen. Die Scheibe schlug über der Fanghand von Füchse-Torwart Carruth ein, eventuell leicht abgefälscht von einem langen Füchse-Schläger.

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Die Füchse zeigten sich nicht geschockt, hielten das Spiel offen und kamen auch zu eigenen Abschlüssen. Schwartz scheiterte an Ex-Fuchs Olafr Schmidt im Ravensburger Tor, als er eine 2:2-Situation mit einer geschickten Bewegung selbst abschloss (4.). Nach zehn Minuten hatte erst Verteidiger Mik eine gute Chance und wenig später Schwartz nach einem Rückpass von Roßmy mit einem Direktschuss. Auf der anderen Seite war Carruth bei einigen gefährlichen Schüssen der Gastgeber gefragt. Dann fiel plötzlich das 2:0, in der Situation überraschend. Die Füchse hatten auf unerlaubten Weitschuss der Ravensburger reklamiert, aber die Linien-Schiedsrichter ließen das Spiel laufen. Die Gastgeber kamen an den Puck, konnten ihn im Drittel halten, bis Czarnik freie Schussbahn hatte und über die Fanghand von Carruth traf. Diesmal sah Carruth nicht gut aus. Und wieder stand die erste Füchse-Reihe auf dem Eis (15.). Dietz traf wenig später nach einem Bully ans Außennetz. Auf der anderen Seite waren die Gastgeber bei einer Doppelchance von Driendl und Just dem dritten Treffer nahe.

Ins Mitteldrittel kamen die Füchse mit viel Tempo. Bei einem 2:1-Konter legte Dietz quer auf Andres, der aber nicht mehr richtig an den Puck kam (21.). Dann hätten sich die Füchse fast einen kuriosen Treffer eingefangen. Torwart Carruth war bei einem Pass in die Rundung bereits hinter das eigene Tor gefahren, als der Puck plötzlich doch an den Pfosten vor das Tor rutschte, Kuschel bereinigte die Situation. Als die Gastgeber dann in einer Szene zwei Strafen kassierten (Foul und Undiszipliniertheit), hatten die Füchse zwei Minuten doppelte Überzahl. Da gaben sie zwar viele Schüsse ab (Kerbashian traf unter anderem die Latte), aber das Tor wollte nicht fallen. Als die Strafe gerade abgelaufen war, zielte aber Streu ganz genau und traf aus spitzem Winkel über die Schulter von Schmidt zum 2:1 (26.). Das gab den Füchsen sichtlich Auftrieb. 86 Sekunden später stand es 2:2. Schwartz traf nach Kerbashian-Pass mit einem Handgelenkschuss über die Stockhand von Schmidt. Die Lausitzer Füchse überstanden dann mit viel Kampf und Geschick eine Unterzahl. Danach war das Spiel relativ ausgeglichen. In einer weiteren Unterzahl schlugen dann die Füchse zu. Nach der Puckeroberung schalteten die Füchse schnell. Nick Ross spielte einen langer Pass auf Reichel, eine 2:1-Situation entstand. Reichel lupfte den Puck über den Schläger des Ravensburger Verteidigers zu Dietz, der Torwart Schmidt mit einem Direktschuss keine Chance ließ (35.). Auch danach hatten die Gastgeber ihre Probleme mit der aggressiven Spielweise der Füchse, die mit diesem starken Drittel die Partie gedreht hatten.

Im Schlussdrittel schien die Anweisung von Trainer Corey Neilson zu sein: Kein Risiko, immer wieder einfach den Puck aus dem Drittel spielen, auch wenn er dabei verloren geht. Daran hielten sich die Füchse, ließen nur wenig zu. Und dann es zum Konter. Roßmy spitzelte die Scheibe zu Kerbashian, der beim 2:1-Konter die Scheibe quer zu Schwartz lupfte. Und der traf genau wie Dietz bei seinem Unterzahltor mit einem Direktschuss zum 2:4. Das Spiel schien in die gewünschten Bahnen zu laufen, aber dann beging Schwartz genau den Fehler, den der Trainer nicht sehen wollte: Der Füchse-Stürmer holte sich, provoziert von einem Ravensburger, eine unnötige Strafe ab. Prompt kamen die Ravensburger in Überzahl durch einen Distanzschuss von Henrion (Carruth war die Sicht verdeckt) zum Anschlusstreffer. Und danach wurde es eine Zitterpartie, bei der sich die Füchse gegen den Ausgleich stemmten. 90 Sekunden vor Schluss nahmen die Gastgeber den Torwart raus, kamen aber zu keiner Chance mehr. Im Gegenteil: Tomas Andres traf mit einem Lupfer aus dem eigenen Drittel zum umjubelten 3:5.

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