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Füchse siegen wieder nach Verlängerung

Eine Steigerung im Schlussabschnitt und die erneut überragende Top-Reihe sind die Sieggaranten gegen Landshut.

Von Frank Thümmler
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Lange Zeit war es vor allem Füchse-Torwart Leon Hungerecker zu verdanken, dass die Füchse im Spiel blieben. Hier verhindert er auch gegen den Landshuter Lukas Mühlbauer einen Gegentreffer.
Lange Zeit war es vor allem Füchse-Torwart Leon Hungerecker zu verdanken, dass die Füchse im Spiel blieben. Hier verhindert er auch gegen den Landshuter Lukas Mühlbauer einen Gegentreffer. © Thomas Heide

Dem Verlängerungssieg am Freitag in Bayreuth ließen die Lausitzer Füchse am Sonntag zu Hause einen weiteren Erfolg nach Verlängerung. Diesmal gelang ein 4:3-Erfolg über den EV Landshut. Erneut machte die Top-Reihe der Füchse mit Garlent, Quenneville und Mäkitalo den Unterschied. Sie war an allen vier Füchse-Treffern beteiligt, sorgte am Ende auch für den umjubelten Siegtreffer.

Füchse-Trainer Chris Straube veränderte nach dem Erfolg in Bayreuth die Reihen nicht, Breitkreuz lief also weiterhin mit Ritter und Valentin in der nominell ersten Reihe auf. Aus Berlin war zusätzlich Verteidiger Korbinian Geibel angereist, sodass die Abwehr nach dem Ausfall von Hanusch wieder besser besetzt war.Beide Mannschaften benötigten angesichts der Tabellenkonstellation dringend Punkte und versuchten von Anfang an, die Scheibe Richtung Tor zu bringen. Mehr unter Beschuss geriet zunächst Füchse-Torwart Hungerecker mehr unter Beschuss. Der erste Treffer des Spiels gelang auch dann den Gästen, die momentan Vorletzter der Tabelle sind. Füchse-Stürmer Garlent verlor der Puck im gegnerischen Drittel, es entstand ein 2:1-Konter. Hult spielte die Scheibe scharf´auf den Schläger von Forster, der sie ins Tor abfälschte. Die Top-Reihe der Füchse hatte aber die schnelle Antwort. Nach einem schlechten Pass der Gäste kamen die Füchse zu einem 3:1-Konter. Garlent spielte den genauen Pass auf Mäktitalo, der sich die Chance nicht entgehen ließ. Die Füchse wirkten besser im Spiel, gerieten dann aber doch wieder in Rückstand. Alderson und Hult spielten die Füchse-Abwehr aus, Alderson netzte zum 1:2 ein. Mueller und Roßmy aus spitzem Winkel hatten Ausgleichschancen. Eine erste Überzahl der Füchse brachte keine größere Chance für die Füchse. Am Ende des Drittels hatten die Füchse riesiges Glück, als sie erst den Puck nicht aus dem Drittel bekamen und dann erneut Alderson aus dem Slot abziehen konnte und traf. Gleichzeitig ertönte die Drittelsirene. Die Schiedsrichter gaben zunächst den Treffer, entschieden sich nach Ansicht des Videobeweises aber doch, das Tor nicht anzuerkennen, weil die Uhr schon abgelaufen war.

Zu Beginn des Mitteldrittels waren erneut die Landshuter besser im Spiel, die beste Chance hatte dann allerdings auf der anderen Seite Mäkitalo, der nach einem Garlent-Querpass direkt abzog, aber Ex-Nationaltorwart Pätzold hatte die Fanghand schnell draußen. Auffällig: Die Füchse schafften es (bei den weiten Wegen im Mitteldrittel zur Wechselbank) kaum, sich aus dem eigenen Drittel zu befreien. Das gelang eigentlich nur der Top-Reihe. Die sorgte dann auch für den Ausgleich, als Quenneville mit einem Querpass das ganze Spiel öffnete, Mäkitalo dann Garlent anspielte, der mit der Rückhand hoch ins kurze Ecke traf. Die Antwort der Gäste kam sofort. Hult traf aus spitzem Winkel über die Schulter von Hungerecker genau ins Dreiangel am der kurzen Ecke zum 2:3. Wenig später hatten die Füchse Glück bei einem Pfostenschuss der Gäste und gerieten in Unterzahl, als Kania ein Foul nehmen musste, um einen Konter zu unterbinden. Die Landshuter gaben zwar viele Schüsse ab, aber Hungerecker war zur Stelle, auch, als sich Roßmy einen eklatanten Fahlpass vor dem eigenen Tor leistete. Quenneville erkämpfte kurz vor Drittelende noch eine Strafe gegen die Landshuter , aber die Füchse konnten mit dieser Überzahl nichts anfangen. Das Beste nach zwei Dritteln aus Sicht der Füchse: nur ein Tor Rückstand, noch war alles drin.

Die Füchse kamen mit dem sichtbaren Willen aus den Kabinen, das Spiel jetzt zu drehen. Sie versuchten jetzt immer wieder, die Scheibe einfach zum Tor zu bringen. Die erste größere Chance hatte Garlent, der sich die Scheibe nach einem Abpraller holte und versuchte, Torwart Pätzold auszuspielen, aber daran scheiterte. Dann gelang den Füchse der Ausgleich. Mäkitalo lief mit viel Tempo ins Drittel und behielt die Übersicht. Baxmann hatte freie Schussbahn und traf über die Fanghand von Pätzold, wobei ein Landshuter den Puck noch leicht abfälschte. Nach einem Fehler Geibels kamen die Landshuter zu einem 2:1-Konter, Pfleger schoss zum Glück für die Füchse aber vorbei. Eine Überzahl ließen die Füchse erneut ungenutzt, blieben aber überlegen, schafften es jedoch nur selten, zu wirklich gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Mit immer weniger werdender Spielzeit kamen auch die Landshuter wieder etwas besser ins Spiel. Aber es gab keine gefährlichen Szenen mehr auf beiden Seiten. Das Spiel ging in die Verlängerung.

Dort machten beide Teams lange keinen Fehler, bis die Landshuter den Puck im Angriffsdrittel hinter der Torlinie verloren. Die Füchse reagierten schnell, kamen zu einem 3:1-Konter. Mäkitalo spielte Garlent an, der mit dem Puck am Schläger rückwärts ins Angriffsdrittel lief (die Landshuter protestierten im Nachhinein wegen Abseits) und den Puck unter Pätzold hindurch zum Siegtreffer versenkte.

Die vier Punkte am Wochenende sind ein Schritt in die richtige Richtung. Am kommenden Wochenende werden die Gegner aber noch anspruchsvoller: Am Freitag geht es zum aktuell Tabellenvierten Ravensburg. Am Sonntag kommt der Tabellenzweite Bad Nauheim nach Weißwasser.

Statistik

Lausitzer Füchse–EV Landshut 4:3 n. V. (1:2, 1:1, 1:0)

Tore: 0:1 Maximilian Forster 6:10 (Hult, Dotzler), 1:1 Roope Mäkitalo 9:09 (Garlent, Quenneville), 1:2 Brandon Alderson 13:51 (Hult, Gill), 2:2 Hunter Garlent 29:08 (Mäkitalo, Quenneville), 2:3 Andreé Hult 29:28 (Dotzler, Gill), 3:3 Jens Baxmann 45:12 (Garlent, Mäkitalo), 4:3 Hunter Garlent 62:56 (Quenneville, Mäkitalo)