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Füchse verlieren in Kaufbeuren auf der Strafbank

Nach zwei Dritteln haben die Füchse noch alle Chancen. Aber dann kassiert sogar Torwart Carruth eine Spieldauerstrafe.

Nicht selten war es schwer für den Füchse-Torwart Mac Carruth, den Überblick vor seinem Tor zu behalten, aber meistens hatte er am Ende den Puck. Mit seinen Paraden hielt er sein Team lange im Spiel.
Nicht selten war es schwer für den Füchse-Torwart Mac Carruth, den Überblick vor seinem Tor zu behalten, aber meistens hatte er am Ende den Puck. Mit seinen Paraden hielt er sein Team lange im Spiel. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse haben in Kaufbeuren mit 5:2 verloren. Die Niederlage war hochverdient. Nach zwei Dritteln hatten die Füchse mit besserer Effektivität noch alle Chancen. In den letzten Minuten aber verloren sie die Nerven.

Die Lausitzer Füchse müssen auf dieser Auswärtsreise (heute folgt schon das Spiel in Bad Tölz) auf einen Großteil der Berliner Förderlizenzspieler verzichten (Torwart Ancicka, Mik, Streu, Dietz), dazu auf Geibel (der für sein Abi nach Berlin zurückgekehrt ist) und auf den noch verletzten Kuschel. Weil damit Mac Carruth ins Füchse-Tor kam, musste sich Trainer Chris Straube gegen einen der vier anderen Kontingentspieler im Team entscheiden. Diesmal setzte Nick Ross, der beste Verteidiger der Füchse aus. Ob diese Entscheidung richtig war, durfte man mindestens nach den ersten zehn Minuten bezweifeln.

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Denn das Beste nach der Hälfte des ersten Drittels war noch der Spielstand, obwohl Kaufbeuren da schon 2:0 führte. Nach 32 Sekunden schlug es das erste Mal im Füchse-Tor ein. Die erste Reihe der Füchse (diesmal Reichel, Kinder, Martin) bekam den Puck nicht aus dem Drittel, Glacel brachte die Scheibe zum Tor, wo Blomquist völlig allein war und Carruth im Nachschuss überwand. Danach gab es erstmal bei jedem Wechsel der Füchse eine Riesenchance für die Gastgeber, die Carruth allesamt parierte. Nach sechs, sieben Minuten waren bereits sechs Reisenchancen für die Gastgeber zu verzeichnen. Dann fiel auch noch das 2:0, als Walters einen Zweikampf an der Bande verlor und nach einem Rückpass Blomquist im Slot frei war, der mit einem Handgelenkschuss Carruth überwand. Es folgten mehrere Unterzahlspiele für die Füchse, die Kaufbeurer nahmen das Füchse-Tor unter Beschuss, aber die Füchse überstanden diese Situationen. Eigene Konter und Schusschancen waren selten, das Schussverhältnis nach dem ersten Drittel betrug 20:5 für Kaufbeuren. Aber 30 Sekunden vor dem Drittelende gelang den Füchsen der überraschende Anschlusstreffer, als Schwartz gerade von der Strafbank kam. Nirschl schaffte erst die Befreiung und setzte dann nach, während sich Schwartz geschickt gegen einen Verteidiger durchsetzte. Nach einem Querpass vor das Tor war Nirschl dann zur Stelle.

Damit war Hoffnung aufseiten der Füchse. Aber auch das Mitteldrittel begannen die Kaufbeurer überlegen. Zunächst war immer wieder Carruth Turm in der Schlacht. Als sich die Füchse dann langsam befreiten und Kinder eine große Chance zum Ausgleich vergeben hatte, kassierten die Füchse im Gegenangriff das 3:1. Wöhrle spielte den vor dem Tor freien Glacel an, der Carruth keine Chance ließ. Auch das dritte Kaufbeurer Tor hatte damit die Blomquist-Reihe gegen die Reichel-Reihe der Füchse erzielt. Aber erneut kamen die Füchse zurück, ausgerechnet durch die vierte Sturmreihe. Döring war nach einem Puckgewinn im eigenen Drittel auf und davon, schloss bei einem 2:1-Konter allein ab und traf die Maske der Kaufbeurer Torwart Meier. Im Nachschuss war dann Rentsch zur Stelle, der den Puck ins leere Tor beförderte. Auf der anderen Seite rettete Carruth mehrfach, unter anderem gegen Glacel. Wenig später bot sich den Füchsen bei einer Überzahl die Chance zum Ausgleich, zeigten aber wieder ihre alte Überzahlschwäche – keine Gefahr. So nach und nach verloren auch die Gastgeber etwas ihre Linie, das Spiel wurde ausgeglichener, zumal auch die Kaufbeurer mit keinem starken Überzahlspiel gesegnet zu sein schienen. Sie ließen auch ihre vierte und fünfte Gelegenheit verstreichen.

Trotz eines Schussverhältnisses von 35:13 für Kaufbeuren vor dem Schlussdrittel war alles noch drin für die Füchse. Brad Ross hatt tatsächlich die Ausgleichschance, scheiterte aber an Torwart Meier. Wenig später aber kassierten die Füchse das 4:2. Bei einem Konter setzte sich Voit gegen Roßmy durch und passte dann geschickt auf Thomas, der sich die Ecke aussuchen konnte und Carruth keine Chance ließ. Auch danach waren die Kaufbeurer einem weiteren Treffer näher als die Füchse, ließen aber die Vorentscheidung mehrfach liegen, weil sie entweder aus aussichtsreicher Position verzogen oder am überragenden Carruth scheiterten. Die Füchse riskierten mit abnehmender Spielzeit etwas mehr, setzten die Gastgeber auch unter Druck, kamen aber kaum zu klaren Torchancen. Als dann der Kaufbeurer Krauß bei einem Gegenangriff nachsetzte, als Carruth die Fanghand auf dem Puck hatten, überreagierten die Füchse mit Carruth und dem hinzukommenden Brad Ross. Torwart Carruth kassierte eine Spieldauerstrafe.

Sechs Minuten vor dem Ende war das auch die endgültige Entscheidung, zumal die Füchse nach überstandener Unterzahl (mit guten Paraden des eingewechselten Steffen) eine weitere Doppelstrafe gegen Martin kassierten. Die Kaufbeurer riskierten dann nicht allzu viel, aber dann kassierte auch noch Döring, der sich provozieren ließ, eine Doppelstrafe. Die Gastgeber erzielten mit der Schlusssekunde den fünften Treffer.Auch wenn das Überzahlspiel der Kaufbeurer schwach waren, am Ende war ein Strafenverhältnis von 22:6 gegen die Füchse (genau genommen agierten die Füchse zwölf Minuten der Spielzeit mit einem Mann weniger) zu viel.

Zunächst hatten die Schiris die Strafen auch einseitig verteilt, am Ende aber verloren die Füchse die Strafen. Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Heute geht es zum Tabellenzweiten nach Bad Tölz.

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