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Weißwasser

Füchse verspielen Drei-Tore-Vorsprung

Auch beim Tabellenschlusslicht gehen die Lausitzer Füchse leer aus, trotz einer 4:1-Führung bis in die 40. Minute.

Der noch neue Füchse-Trainer Chris Straube hat den Umschwung mit der Mannschaft bislang nicht geschafft. Am Sonntag kostete ein schwaches Schlussdrittel den sicher geglaubten Sieg in Heilbronn.
Der noch neue Füchse-Trainer Chris Straube hat den Umschwung mit der Mannschaft bislang nicht geschafft. Am Sonntag kostete ein schwaches Schlussdrittel den sicher geglaubten Sieg in Heilbronn. © Gunnar Schulze

Das war der nächste Genickschlag für die Lausitzer Füchse: Auch eine 4:1 Führung bis kurz vor Ende des Mitteldrittels reichte den Füchsen nicht, um beim Tabellenschlusslicht in Heilbronn zu punkten. Bester Spieler bei den Füchsen war dabei der Torwart.

Jonathon Martin musste verletzt passen, so dass eigentlich auch Mac Carruth hätte ins Füchse-Tor gehen können, aber der Eisbären-Förderlizenztorwart Tobias Ancicka erhielt den Vorzug. Die Füchse mussten gegen den aktuell noch Tabellenletzten Heilbronn unbedingt gewinnen, um die Hoffnungen auf eine Play-off-Teilnahme nicht immer kleiner werden zu lassen. Das Problem nach der offensiven Nullnummer gegen Freiburg: Wie sollen die Füchse Tore erzielen? Die Frage beantworteten die Füchse nach gerade einmal 125 Sekunden. Rylan Schwartz zog bei relativ viel Verkehr vor de Heilbronner Tor aus zentraler Position ab. Sein Handgelenkschuss schlug ein, der aus Weißwasser stammende Arno Tiefensee war bezwungen. Lange konnten sich die Füchse der Führung nicht erfreuen. Die erste Reihe lief in einen Konter, der Heilbronner Topscorer Wruck schloss einen 2:1-Konter allein ab und überwand Ancicka im Füchse-Kasten. Das Spiel begann praktisch von vorn, war zunächst ausgeglichen, bis es der zweiten Füchse-Reihe gelang, die Heilbronner in deren Drittel unter Druck zu setzen. Torwart Tiefensee rutschte die schon sicher geglaubte Scheibe nach einem Schuss von Brad Ross durch und Andres staubte zum 1:2 ab. Die Füchse hatten danach große Probleme mit der Topreihe der Gastgeber, aber Ancicka wehrte alle Versuche ab. Auf der Gegenseite traf Schwartz nach starker Vorarbeit von Kerbashian mit der Rückhand die Torlatte. Aber der Druck der Heilbronner nahm immer mehr zu. Ancicka rettete in der 15. Minute mit Kopf (Maske), Schoner und im Hechtflug binnen zehn Sekunden. Dann erhielten die Füchse in einer unübersichtlichen Situation eine Strafe. Erst kamen die Füchse zu einem 2:1-Konter. Clark scheiterte allein vor dem Tor an Tiefensee und hatten wenig später Glück, als Nicholls aus Nahdistanz den Pfosten traf. Das schnelle erste Drittel endete mit einer knappen 1:2-Führung für die Füchse.

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Das Mitteldrittel begann mit einem Zusammenprall zwischen Gervais und Nick Ross, der Gervais mächtig durchschüttelte aber ohne Strafe für die Füchse abging. Dann kämpften die Füchse stark im Heilbronner Drittel , Reichel speilte zurück auf Clarke, der direkt abzog und zum 1:3 traf (22.). Tiefensee musste daraufhin das Tor verlassen und wurde durch den 19-jährigen Mnich ersetzt, der aus dem Salzburger RB-Nachwuchs stammt.Wenig später begingen die Füchse einen Wechselfehler, Reisz konnte völlig allein auf Ancicka zulaufen, aber der Füchse-Torwart blieb Sieger. Dann ging Nick Ross auf die Knie, um einen Check auszuweichen, der Heilbronner Knaub fiel über ihn in die Bande und war entsprechend erbost. Eine folgende Schlägerei endete mit Strafen für die Ross-Brüder und einer Doppelstrafe für Knaub. Wenig später kassierten die Füchse aber zwei Strafen hintereinander, erst unglücklich Clarke, dann etwas übermotiviert Brad Ross. Diese 76 Sekunden doppelter Unterzahl überstanden die Füchse mit drei ganz starken Defensivspielern (Reichel, Kania, Walters). Es bleib bei der Zwei-Tore-Führung, und als dann Schwartz auf der anderen Seite aus dem Handgelenk abzog, rutschte dem eingewechselten Mnich die Scheibe durch und fang den Weg gerade so über die Linie – 1:4, faktisch gegen den Spielverlauf. Wenig später hatte Schwartz die Riesenchance zum nächsten Treffer, aber klasse freigespielt von Kerbashian schoss er vorbei. Und Mnich zeigte später gegen Kerbashian und Walters, dass er ein guter Torwart ist. Kerbashian kassierte dann eine Strafe wegen falschen Anspiels, aber auch diese Unterzahl überstanden die Füchse mit einer irren Szene, als Ancicka im Liegen alles abwehrte. Dann aber wurde der starke Füchse-Torwart doch überwunden, als ein Puck so unglücklich für Ancicka abgefälscht wurde, das er sich als Bogenlampe über ihn ins Tor senkte.

Damit war vor dem Schlussdrittel wieder Hoffnung bei den Gastgebern. Die Füchse mussten konzentriert bleiben, aber als Kania den Puck verpasste, hatte Gervais freie Bahn – Ancicka rettete. Die Füchse schafften es dann ganz gut, den Puck vom eigenen Tor fernzughalten, die erste Reihe kassierte dann aber doch den Anschlusstreffer. Della Rovere konnte den Puck zu Koch zurücklegen, der Ancicka mit seinem Direktschuss keine Chance ließ (47.). Als dann die Gastgeber zur fünften Überzahl kamen (die Füchse zu diesem Zeitpunkt eine!) nutzten die Heilbronner das zum Ausgleich. Della Rovere traf nach einem Abpraller. Eine eigene Überzahl konnten dann die Füchse nicht nutzen, erspielten sich dabei keine echte Chance. Auf der anderen Seite erhielt dann Döring eine kaum erklärbare Strafe, die Heilbronner nutzten das erneut. Diesmal spielten sie die Füchse aus. Nicholls traf am Ende zum 5:4. Die Heilbronner hatten das Spiel gedreht. Die Füchse kamen zu einer Überzahl, gaben sie durch ein dummes Foul von Brad Ross (Stockhalten), dass die Schiedsrichter dankbar annahmen, aber sofort wieder her. Die Füchse riskierten bei Vier-gegen-Vier alles, nahmen auch den Torwart vom Eis und hatten da auch ein, zwei gute Schüsse, aber dann kamen die Gastgeber an den Puck und trafen durch Nicholls zum 6:4.

Am Ende waren die Füchse im Schlussdrittel zu schwach, die Schiedsrichter verteilten die Strafen einseitig und manchmal auch fragwürdig, für den achten Tabellenplatz am Hauptrundenende muss jetzt ein Wunder her. Schon heute geht es in Kaufbeuren weiter.

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