merken
Weißwasser

Füchse werfen Spiel in einer Minute weg

Beim 2:0 nach zwei Dritteln hoffte Weißwasser schon auf Punkte in Bad Nauheim. Aber dann kamen die Strafen.

Füchse-Torwart Mac Carruth machte ein starkes Spiel, gab seiner Mannschaft mit vielen starken Paraden eine Chance auf Punkte. Dass die Füchse mit leeren Händen heimfuhren, war bitter.
Füchse-Torwart Mac Carruth machte ein starkes Spiel, gab seiner Mannschaft mit vielen starken Paraden eine Chance auf Punkte. Dass die Füchse mit leeren Händen heimfuhren, war bitter. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben ihr erstes Spiel nach der Corona-Pause in Bad Nauheim sehr unglücklich mit 3:2 verloren. Zwei Drittel lang boten die Füchse eine klasse Leistung, aber dann kassierten sie binnen einer Minute zwei Treffer, und haderten zurecht mit den Schiedsrichtern.

Favorit war beim Debüt des Füchse-Stürmers Jonathon Martin waren die Gastgeber klarer Favorit. Immerhin hatten sie bislang alle fünf Heimspiele gewonnnen und befanden sich ganz im Gegensatz zu den Füchse im Spielrhythmus. Die Füchse wollten sich erstmal die lange Fahrt aus den Beinen laufen, kamen nach einem Konter aber gleich zu einer ersten Chance. Nirschl tauchte allein vor dem Tor der Gastgeber auf, schoss aber vorbei. Auf der anderen Seite traf Reiter mit dem ersten Schuss der Gastgeber gleich aus spitzem Winkel mit der Rückhand der Pfosten (2.) Dann kassierte Neuzugang Martin etwas ungeschickt eine Strafe, Bad Nauheim kam zu mehreren gefährlichen Schüssen, aber Füchse-Torwart Mac Carruth reagierte mehrfach stark. Als die Füchse dann ihr erstes Überzahlspiel hatten, wurde ein großer Unterschied sichtlich. Die Füchse kamen nicht in Powerplay-Formation, gaben nur einen Schuss durch Dietz ab – weit vorbei. Dann zeigte der sehr auffällige Füchse-Youngster Bennet Roßmy sein technisches Vermögen, lief durch mehrere Verteidiger und scheiterte mit der Rückhand am Bad Nauheimer Torwart Bick. Der Griff wenig später bei einem eigentlich harmlosen Schuss daneben und hatte riesiges Glück, dass der Puck nur auf die Latte tippte (18.). Die Füchse verkauften sich im ersten Drittel insgesamt gut, waren am Ende des Drittels dem Führungstreffer sogar näher als die Gastgeber.

Anzeige
Betreutes Wohnen in idyllischer Lage
Betreutes Wohnen in idyllischer Lage

Im Februar eröffnet das Familienunternehmen Kunze ein neues Haus am Quitzdorfer Stausee - mit einem besonderen Konzept.

Auch das Mitteldrittel begann ausgeglichen. Für die Gastgeber war plötzlich Üffing allein frei vor dem Tor, aber Torwart Mac Carruth verkürzte schnell den Winkel (22.). Dann kassierte Nirschl eine eher kleinliche Strafe im Angriffsdrittel. Das verteidigten die Füchse lange gut. Aber dann hatte Hohmann bei einem Nachschuss plötzlich das leere Tor vor sich. Carruth fuhr noch die Fanghand aus, hielt den Puck auf und schlug ihn mit dem Stock im liegen weg – überstanden (26.). Dann kamen die Füchse zu einer Überzahl, und plötzlich gingen die Füchse in Führung. Nach einem Schuss von Schwartz blieb die Scheibe hinter Torwart Bick vor dem Tor liegen, und Neuzugang Martin kämpfte sie mit Hechtsprung ins Tor (28.). Danach machten die Bad Nauheimer deutlich mehr Druck, die Füchse gerieten auch in Probleme, aber sie hatten ja Mac Carruth im Tor. Auf der anderen Seite waren sie dem zweiten Treffer nah, als sie sich festsetzten und Döring im Nachsetzen den Pfosten traf. Dann fiel aber das 0:2. Als Nick Ross von der Blauen Linie schoss, als viel Betrieb vor dem Tor war, blieb der Puck zwar hängen, prallte aber vor den Schläger von Brad Ross, und der wenig Höhe, sie ins Netz zu befördern (34.). Die Füchse witterten jetzt ihre Chance, machte viel Druck und kamen zu weiteren Chancen. Allerdings liefen sie auch in einen Konter, bei dem Pauli im letzten Moment von der Scheibe getrennt wurde und danach heftig wegen eines Stockschlags protestierte. Kurz vor der Pause musste Martin zum zweiten Mal auf die Bank, allerdings sehr kleinlich, nachdem er eigentlich den Puck gespielt hatte. Als sich Döring dann in den Schuss warf, jubelte die gesamte Füchse-Bank deutlich hörbar.

Beim Anbully zum Schlussdrittel ließ sich der Bad Nauheimer fallen, die Schiedsrichter gaben eine höchst umstrittene Strafe gegen Andres, sodass die Füchse jetzt 90 Sekunden lang in doppelter Unterzahl spielten. Es dauerte nur gut 20 Sekunden: Schmidt kam zum Schlagschuss, Carruth musste prallen lassen, und Pauli konnte abstauben – 1:2. Es ging mit einfacher Überzahl weiter. Und als ein Füchse-Spieler beim Versuch, die Scheibe aus dem Drittel zuspielen, den Schläger verlor, ergab sich eine 2:1-Situation. Arniel spielte auf Hohmann, und der netzte ein – die erkämpfte Führung war dahin. Die Füchse vesuchten sofort zu reagieren, liefen aber zweimal in Konter, als Arniel und Köhler allein vor dem Tor an Carruth scheiterten. Die Gäste hielten aber wieder besser dagegen und kamen auch zu eigenen Chancen. Danach verteilten die Schiedsrichter für jede Mannschaft eine äußerst kleinliche Strafe. Die paar Sekunden Überzahl , die sich dann ergaben, nutzen die Gastgeber zum 3:2. Die Scheibe kam von hinter dem Tor nach vorn, Köhler konnte sie ins Netz bugsieren. Bitter für die Füchse, die nun alles riskieren mussten. Zwei Minuten vor Ende der Partie ergab sich die letzte Chance für Weißwasser, als Bad Nauheim eine ebenso kleinliche Strafe kassierte. Die Füchse nahmen Torwart Carruth vom Eis, machten viel Druck und schossen aus allen Rohren. Aber die Bad Nauheimer blockten alles. Den Treffer eine Sekunde vor Schluss ins leere Tor gaben die Schiedsrichter erst nicht, dann doch.

Schon Morgen gibt es die Chance, die Niederlage wieder gutzumachen, die Löwen aus Frankfurt kommen nach Weißwasser.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser