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Kein Tor im Sachsenderby reicht zu einem Punkt

Die Lausitzer Füchse belohnen sich in Dresden für ihren riesigen Aufwand nicht. Letztlich fehlt auch Kaltschnäuzigkeit.

Alles dicht: Füchse-Stürmer Tomas Andres hat die komplette Abwehr der Dresdner gegen sich. Am Ende gelang den Füchsen kein Tor. Chancen wie in dieser Szene gab es aber.
Alles dicht: Füchse-Stürmer Tomas Andres hat die komplette Abwehr der Dresdner gegen sich. Am Ende gelang den Füchsen kein Tor. Chancen wie in dieser Szene gab es aber. © Thomas Heide

Welch eine bittere Niederlage für die Lausitzer Füchse: Bei den Dresdner Eislöwen unterlagen sie durch einen Gegentreffer in der vierten Minute der Verlängerung mit 1:0, nachdem sie zuvor selbst Riesenchancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Die mangelnde Fähigkeit der Füchse, viel Torgefahr zu erzeugen oder die (wenigen) Chancen zu nutzen, entschied.

Die Lausitzer Füchse bekamen diesmal die vier Reihen nicht voll. Dazu fehlten zu viele Berliner Förderlizenzspieler (Dietz, Streu, Mik, dafür war Nino Kinder zum ersten Mal dabei), Schwartz fehlte kurzfristig, Martin war überzähliger Ausländer. Das Spiel begann dann mit einer schnellen Überzahl für die Dresdner, die die Füchse unbeschadet überstanden. Nach einem gut ausgespielten Konter mit Roßmy und Clark gab es die erste Strafe für die Dresdner. Als dann wenig später der Dresdner Kramer mit dem Schläger im Gesicht von Reichel war, hatten die Füchse für 97 Sekunden doppelte Überzahl. In dieser Zeit gab es dreimal Bully im Dresdner Drittel, dreimal gewannen die Dresdner das Anspiel und konnten sich befreien. Insgesamt blieb auch die Chancenausbeute der Füchse in dieser Situation schwach. Das Spiel war danach ausgeglichen, bis erneut Kramers hoher Stock im Gesicht eines Füchse-Spielers ((diesmal Brad Ross) landete und es wegen einer leichten Verletzungsfolge gleich zwei-plus-zwei Strafminuten für die Dresdner gab. Also vier Minuten Überzahl, in denen die aktuelle Füchse-Schwäche erneut mehr als deutlich wurde: Insgesamt gelang den Füchsen in dieser Zeit ein (!) Torschuss, der ins Fangnetz abgefälscht wurde. Die größte Chance hatten die Eislöwen bei einem Unterzahlkonter durch Tom Knobloch, der am überragend parierenden Carruth scheiterte. Wenig später machten es die Dresdner bei eigener Überzahl auch nicht viel besser, so dass es angesichts der Offensivschwäche beider Teams im ersten Abschnitt torlos in die erste Drittelpause ging.

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Zu Beginn des zweiten Drittels setzte sich das Kampfspiel fort. Fast schien es, als wartete jedes Team auf den Fehler des anderen. Ein Angebot kam von den Dresdnern, als Swinnen den Puck an Kerbashian verlor und der allein Richtung Dresdner Tor laufen konnte, aber von Hanusch im letzten Moment vom Puck getrennt werden konnte. Danach klatschte zweimal das Gestänge, erst bei einem Schuss des Dresdner Knackstädt ans Kreuzeck, dann auf der anderen Seite bei einem Distanzschuss von Nick Ross. Eine weitere Überzahl der Füchse blieb torlos, mit einem gefährlichen Schuss von Nick Ross. Vor allem der läuferische und kämpferische Einsatz der Füchse war beeindruckend und führte auch zu größeren Spielanteilen. Es gelang aber einfach zu selten, echte Torgefahr zu erzielen. Oft war beim finalen Pass noch ein Schläger dazwischen. Eine Unterzahl kurz vor Ende des Drittels überstanden die Füchse. Dass es noch 0:0 stand, war jetzt eher schmeichelhaft für die Gastgeber.

Im Schlussdrittel begannen die Füchse etwas unkonzentriert und hatten Glück, dass die Gastgeber Puckverluste der Füchse im eigenen Drittel nicht bestraften. Etwas umstritten war dann die Strafenverteilung: Während die Schiedsrichter bei einem hohen Stock im Gesicht von Brad Ross nicht pfiffen, gaben sie in einer ähnlichen Situation die Strafe gegen Reuß. In dieser Überzahl waren die Dresdner gefährlich. Torwart Carruth parierte gegen einen Abfälschen von Ritter und per Kopf bei einem Direktschuss von Ranta. Die Füchse überstanden wenig später eine weitere Unterzahl und hatten da bei einem Konter mit Reichel und Kerbashian eine Riesenchance, aber der Pass von Reichel kam zu nah ans Tor. Die Zeit lief beiden Mannschaften langsam davon. Die Intensität nahm immer weiter zu, rein kräftemäßig schienen sich beide Teams nichts zu nehmen. In der letzten Minute hatte Kinder aus drei Metern die Riesenchance zum Goldenen Füchse-Tor, scheiterte aber am Torwart. Im Gegenzug rettete Nick Ross mit einem Hecht vor einem Dresdner Stürmer. Es blieb also beim torlosen Unentschieden.

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