SZ + Weißwasser
Merken

Keine Geschenke in Kassel

Die Lausitzer Füchse verlieren das Spiel bei den Huskies mit einem schwachen zweiten Drittel.

Von Frank Thümmler
 0 Min.
Teilen
Folgen
Für Füchse-Stürmer Clarke Breitkreuz war das Spiel in Kassel, wo er auch Publikumsliebling war, ein besonderes. Dann gelang ihm auch noch das erste Tor. Aber dann entschied ein zu schwaches Mitteldrittel gegen die Füchse.
Für Füchse-Stürmer Clarke Breitkreuz war das Spiel in Kassel, wo er auch Publikumsliebling war, ein besonderes. Dann gelang ihm auch noch das erste Tor. Aber dann entschied ein zu schwaches Mitteldrittel gegen die Füchse. © Thomas Heide

Nach einem Drittel sah es für die Lausitzer Füchse bei den Kassel Huskies noch so gut aus. Die Weißwasseraner führten mit 1:0, aber im Mittelabschnitt waren die Gastgeber dann klar überlegen, und Fehler der Füchse taten ihr übriges. Kassel drehte mit drei Treffern das Spiel. Nach dem 4:1 machten es die Füchse am Ende noch einmal spannend, aber letztlich fuhren sie über Nacht mit leeren Händen nach Hause.

Sechs Tabellenplätze und zehn Punkte lagen vor dem Spiel zwischen den Kassel Huskies und den Lausitzer Füchsen. Davon war zunächst wenig zu sehen. Mit ihrer neuen Defensivtaktik, das Forechecking nicht mehr so zu forcieren und dafür die Räume in der Defensive besser zuzustellen, fuhren sie ganz gut. Die erste Chance für Kassel gab es nach vier Minuten, als der Puck nach einer Abwehr von Torwart Hungerecker ganz knapp am langen Pfosten vorbeirutschte (4.). Aber das Spiel war völlig ausgeglichen. Und die Füchse gingen mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Verteidiger Raab hatte die Scheibe Richtung Tor geschlenzt, Kapitän Breitkreuz die Scheibe abgefälscht. Die Füchse, die diesmal auf Hanusch, Ritter und die beiden bei der U20-WM weilenden Roßmy und Geibel verzichten müssen, auf Augenhöhe. Hungerecker musste die ersten Male eingreifen, für die Füchse hatte Valentin eine gute Chance. In einer ersten Überzahl machten die Füchse zunächst mit ihrer Top-Reihe viel Druck und gaben einige Schüsse ab, aber eine echte Torchance entstand nicht. Viel wichtiger aber: Die Füchse blieben in der Defensive konsequent, boten nichts an und waren in den Zweikämpfen sehr präsent. Und es boten sich immer wieder eigene Chancen, wie für Quenneville in der letzten Aktion des Auftaktdrittels, als er bei einem 2:1-Konter allein abschloss und an Kassels Torhüter Kuhn scheiterte.

Das Mitteldrittel begannen die Gastgeber mit viel Druck, aber die Füchse standen im eigenen Drittel dicht und hatten eine gute Konterchance, als Mäkitalo auf Breitkreuz ablegte, aber Torwart Kuhn rettete. So richtig gefährlich wurde es für die Füchse erst nach einem Hungerecker-Fehler hinter dem eigenen Tor, aber da konnte Kania mit letztem Einsatz retten. Den Ausgleich kassierten die Top-Reihe der Füchse, als an der eigenen Blauen Linie ein Zweikampf verloren ging. EX-Fuchs Keussen setzte sich durch, lief Richtung Tor und legte auf Detsch ab, der unter Bedrängnis ins leere Tor einschob (25.). Nach einem ungeschickten Haken von Döring gerieten die Füchse erstmals in Unterzahl. Es gab einige Chancen für die Huskies, aber der Führungstreffer für die Gastgeber fiel nicht. Kassel blieb am Drücker, Füchse-Torwart Hungerecker kassierte dann eine Strafe, weil er bei einer Rettungsaktion einen Kasseler mit denm Schläger im Gesicht traf. Diesmal gelang den Gastgebern das 2:1. Weidner kam aus dem Slot zum Schuss und traf ins Dreiangel. Wenig später gelang Detsch das 3:1. Nach einem scharfen Querpass vor dem Füchse-Tor konnte der Kasseler Stürmer Torwart Hungerecker aussteigen lassen und ins leere Tor einschießen. Bei einem Konter rettete Hungerecker dann mit einer Riesenparade.

Die Füchse agierten im Schlussdrittel gezwungenermaßen offensiver und schafften es nun, die Gastgeber unter Druck zu setzen. Die beste Chance hatte der freigespielte Mueller, der aber genau in die Fanghand von Torwart Kuhn schoss. Wenig später gelang dem Ex-Fuchs Granz das 4:1. Ein Fehlpass bei der Befreiung aus dem eigenen Drittel, der Kasseler Stürmer kam an den Puck, wurde nicht angegriffen und traf mit einem Handgelenkschuss aus fünf Meter ins Dreiangel. Die Füchse gaben nicht auf und wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Nach einem Bullygewinn im Angriffsdrittel kam Detig an den Puck und beförderte sie mit der Rückhand ins Tor. Ein klein wenig Hoffnung war wieder da, aber Garlent scheiterte bei einem 2:1-Konter an Torwart Kuhn. Vier Minuten vor Schluss nahmen die Füchse den Torwart vom Eis, und tatsächlich gelang der Anschlusstreffer. Mäkitalo hatte viel Zeit vor dem Tor, konnte schießen, nachschießen und nachstochern, bis Quenneville die freie Scheibe ins Tor bugsierte. Wenig später war Hungerecker wieder vom Eis, die Füchse machten im Angriffsdrittel viel Druck. Aber dann verlor Garlent den Puck und der Kasseler Müller traf aus dem eigenen Drittel zum 5:3. Das war die Entscheidung.

Nach einer Heimfahrt über Nacht haben die Füchse-Spieler wenig Zeit, mit ihren Familien Weihnachten zu feiern. Am Sonntag geht es schon wieder nach Bad Nauheim.

Statistik

Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 5:3 (0:1, 3:0, 2:2)

Tor: 0:1 Clarke Breitkreuz 5:40 (Assist: Raab, Valentin), 1:1 Hans Detsch 25:00 (Keussen, Wahl), 2:1 Jake Weidner 33:55 (Überzahl, Keussen, MacQueen), 3:1 Hans Detsch 35:45 (MacQueen, Wahl), 4:1 Oliver Granz 47:23 (Spitzner, Weidner), 4:2 Tim Detig 52:33 (Döring), 4:3 Peter Quenneville 56:41 (Garlent, Mueller), 5:3 Marco Müller 58:15 (empty net, MacQueen)