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Klarer Sieg über geschwächten Spitzenreiter

Die Lausitzer Füchse nutzen ihre Chancen deutlich besser als Bad Tölz. Zwei kleine Wermutstropfen gibt es aber.

Clarke Breitkreuz jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Am Ende wurde es ein sicherer Füchse-Sieg.
Clarke Breitkreuz jubelt über seinen Treffer zum 1:0. Am Ende wurde es ein sicherer Füchse-Sieg. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben auch ihr zweites Heimspiel gewonnen. Diesmal war es ein klarer und letztlich ungefährdeter 4:1-(2:0, 1:0, 1:1)-Sieg über die Tölzer Löwen, die nach sechs Punkten am vergangenen Wochenende mit viel Selbstbewusstsein, aber auch wenig Personal (nur 13 Feldspieler) angereist waren.

Deshalb schien die Ausgangslage klar: Mit allen Reihen und kurzen Wechseln für hohes Tempo sorgen, um die Gäste vielleicht müde zu laufen. Aber zunächst waren die Gäste besser im Spiel, setzten sich mehrfach im Drittel der Füchse fest und brachten die Scheibe mehrfach gefährlich vors Tor. Ein Tor aber wollte nicht fallen, entweder war ein Spieler dazwischen, Torwart Hungerecker hielt oder die Scheibe verfehlte knapp das Tor. Die Füchse deuteten zwar ihre Gefährlichkeit an, aber der Führungstreffer fiel dann doch überraschend. Quenneville drehte sich nach einer Puckeroberung im Angriffsdrittel um die eigene Achse, brachte die Scheibe Richtung Tor und Breitkreuz hielt den Schläger dazwischen (1:0). Die nächste Chance hatte Garlent am langen Pfosten, der nach einem schönen Pass von Kuschel den Außenpfosten traf. Wenig später aber fiel das 2:0. Verteidiger Reiner konnte die Scheibe gerade so im Drittel halten und schlenzte sie Richtung, wo Quenneville erst den Torwart irritierte und dann den Abpraller verwandelte. Trotzdem hatte man nicht den Eindruck, dass die Partie entschieden sein könnte, dafür kamen die Gäste auch nach den Toren zu zu vielen gefährlichen Aktionen.

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Gleich zu Beginn des Mitteldrittels gelang den Füchsen der dritte Treffer. Steve Hanusch zog von der Blauen Linie ab, als viel Verkehr vor dem Tor war. Und die Scheibe fand den Weg ohne Zwischenberührung ins Netz. Trotz allem, die Tölzer waren mehrfach einem Treffer nahe, scheiterten aber auch mit mehreren Abschlüssen aber an Torwart Hungerecker oder es fehlte ihnen einfach nur das Quäntchen Glück. In einer ersten Überzahl leisteten sich die Füchse zu viele Puckverluste, die beste Chance hatten das die Gäste in Unterzahl. In der 31. Minute hatten die Gäste eine Riesenchance, Hungerecker musste mit Hechtsprung retten. Aus seiner Parade entwickelte sich eine 2:1-Situation für die Füchse, bei der Quenneville knapp an Torwart Wölfl scheiterte. Aber es gab eine Strafe gegen Bad Tölz. In der Überzahl kamen die Füchse zu mehreren Abschlüssen, Geibel traf schließlich die Torlatte. Es gab wenig später eine dritte Füchse-Überzahl. Trainer Chris Straube schien verärgert mit dem Powerplay-Spiel seiner Top-Überzahlreihe mit fünf nominellen Stürmern (die vier Ausländer plus Breitkreuz) zu sein, denn er schickte diesmal andere Spieler ins Überzahlspiel, aber auch diesmal lief nichts. Auf der anderen Seite sorgte vor allem der starke Hungerecker im Füchse-Tor dafür, dass die „Null“ weiter stand.

Und die Tölzer Löwen, die vor der Herkulesaufgabe standen, mit einer Reihe weniger und womöglich schwindenden Kräften einen Drei-Tore-Rückstand aufholen zu müssen, gaben sich nicht auf. Und sie wirkten auch erstaunlich frisch, kamen immer wieder zu gefährlichen Aktionen, wobei Hungerecker im Füchse-Tor weiterhin eine sicheren Eindruck hinterließ und die Füchse bei allen Abprallern und Pässen vor das Tor äußerst aufmerksam waren. Die Füchse lauerten auf Konter und hatten durch Garlent und Bednar gute Chancen. Angesichts des bisherigen Strafenverhältnisses von 3:0 gegen die Füchse war klar, dass es auch die Füchse treffen könnte. Es erwischte Steve Hanusch, aber statt des befürchteten Anschlusstreffers für die Gäste gelang den Füchsen ein Unterzahltor zum 4:0. Garlent nutzte seine ganze Geschwindigkeit aus, überlief den letzten Tölzer Verteidiger und legte dann ab auf Ritter, der keine Mühe hatte (49.). Nun hingen die Köpfe der Gäste, die durch Schlager dann auch noch den Pfosten trafen (52.. Die Füchse nutzten danach auch ihre vierte Überzahl nicht, Rämö traf mit der besten Chance nur den Pfosten. Aber die Partie war jetzt entschieden. Auch die Tölzer nahmen deutlich sichtbar mit Blick auf die kommenden Spiele das Tempo raus. Garlent und Breitkreuz vergaben dann einen noch klareren Füchse Sieg, der auch so schon darüber hinweg täuscht, dass die Gäste lange Zeit ähnlich viele Torschüsse und Chancen wie die Füchse hatten.

Neben dem noch enttäuschenden Überzahlspiel, das in anderen Partien viel wichtiger sein wird, gab es dann noch einen zweiten Wermutstropfen: Der starke Leon Hungerecker konnte doch nicht seinen ersten Shutout feiern: 80 Sekunden vor Schluss war er gegen Schuss und Nachschuss von Vantuch machtlos. Am Sonntag fahren die Füchse nun zum Aufsteiger nach Selb.

Statistik

Lausitzer Füchse–Tölzer Löwen 4:1(2:0, 1:0, 1:1)

Tore: 1:0 Clarke Breitkreuz 7:55 (Assist: Quenneville, Garlent)

2:0 Peter Quenneville 13:13 (Reiner, Geibel)

3:0 Steve Hanusch 21:18(Baxmann)

4:0 Toni Ritter 48:01(Unterzahl, Garlent)

4:1 Lukas Vantuch 58:48 (Brandl, Leitner)

Lausitzer Füchse

Tor: Hungerecker

Verteidigung: Kuschel, Kania – Hanusch, Baxmann – Geibel, Reiner – Bednar

Sturm: Ritter, Rämö, Mäkitalo – Quenneville, Garlent, Breitkreuz – Reuß, Döring, Roßmy – Detig, Rentsch, Müller

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