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Lausitzer Füchse bezwingen Spitzenreiter

Die Leistungssteigerung nach der Derbyniederlage in Dresden ist groß. Zwei Füchse-Spieler treffen doppelt.

Von Frank Thümmler
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Füchse-Stürmer Richard Mueller nimmt Maß. Gegen Ravensburg gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage, womit der 39-Jährige seine Ausbeute auf sechs Scorerpunkte in fünf Spielen ausbaute.
Füchse-Stürmer Richard Mueller nimmt Maß. Gegen Ravensburg gelangen ihm zwei Tore und eine Vorlage, womit der 39-Jährige seine Ausbeute auf sechs Scorerpunkte in fünf Spielen ausbaute. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben mit einer starken Leistung den Spitzenreiter Ravensburg Towerstars mit 5:2 in die Knie gezwungen und haben jetzt nach 13 Spielen, also einem Viertel der Saison, 18 Punkte auf dem Konto.

Gegen den aktuellen Spitzenreiter sollte es ein schweres Spiel werden. Die Ravensburger deuteten schnell mit vielen Abschlüssen ihre Gefährlichkeit an. Dann kassierte Mäkitalo früh eine erst Strafe, und das gegen das derzeit beste Überzahlteam der Liga. Aber die erste Chance hatten die Füchse durch Garlent, der die Scheibe im gegnerischen Drittel eroberte, das Tor aber knapp verfehlte. Die Füchse überstanden diese Unterzahl und schlugen unmittelbar danach selbst zu: Die Finnen Mäkitalo und Rämö spielten Ritchie Mueller frei, und der hatte keine Mühe, ins leere Tor einzuschieben (6.). Dann kamen die Füchse zu ihrer ersten Überzahl, und sie schafften den Treffer: Garlent sah die freie kurze Ecke und traf genau (8.). Die Freude über das 2:0 währte nicht lange, die Zuordnung der dritten Füchse-Reihe stimmte nicht, Ex-Fuchs Vincent Hessler verkürzte aus Nahdistanz zum 2:1. Danach waren aber die Füchse besser im Spiel, setzten sich im Angriffsdrittel fest und kassierten dafür auch Szenenapplaus. Am Drittelende kamen dann die Gäste wieder besser ins Spiel, ein Treffer wollte auch ihnen aber nicht mehr gelingen.

Das Mitteldrittel begann mit einer Riesenchance für die Gäste, nachdem Kuschel die Scheibe hinter dem eigenen Tor verloren hatte, aber Torwart Hungerecker rettete. Wenig später prallte die Scheibe gefährlich von Hungereckers Schulter nach oben weg und landete letztlich vor dem Tor, aber Ravensburg konnte die Konfusion nicht nutzen. Die Füchse gerieten jetzt mächtig unter Druck, kamen kaum zum wechseln. Dann aber ergab sich eine große Chance für die Top-Reihe der Füchse, als Quenneville vor dem Tor den einschussbereiten Breitkreuz sah, aber der Pass rutschte durch (28.). Nach einem Missverständnis der Füchse, Mueller ließ für Rämö liegen, der aber zum Wechsel fuhr, kamen die Gäste zu einem 3:2-Konter, den Bettauer mit einem Schuss ins lange Eck zum Ausgleich abschloss. Die Ravensburger wirkten dann stärker, aber die Füchse hatten ja Hunter Garlent, der erst nach einem Solo seinen Sturmpartner Quenneville vergeblich suchte, Sekunden später aber in einer ähnlichen Situation nach tollem Solo zum 3:2 in die lange Ecke abschloss. Bei Vier-gegen-Vier konnte der 26-jährige Kanadier seine läuferische Klasse ausspielen. Danach stand erstmal wieder der Füchse-Torwart Hungerecker im Mittelpunkt, der mehrfach stark parierte. Auf der anderen Seite gelang Richie Mueller mit einem Strahl ins Dreiangel der kurzen Ecke das 4:2 – der zweite Tagestreffer für den 39-Jährigen. Breitkreuz hatte wenig später sogar das 5:2 auf dem Schläger, scheiterte aber aus Nahdistanz an Torwart Salvarini.

Den Beginn des Schlussdrittels konnten die Füchse gegen den Spitzenreiter recht ausgeglichen gestalten, konnten sich immer wieder befreien. Und auch Torwart Hungerecker war hellwach, parierte zum Beispiel gegen MacDonald bei Schuss und Nachschuss klasse (48.). Auf der anderen Seite gelang jetzt auch der dritten Reihe der Füchse mehr Torgefahr: Rentsch verfehlte mit einem Abfälscher knapp das Tor. Die Ravensburger versuchten den Druck zu erhöhen, aber die Füchse-Abwehr hielt. Und für die Füchse traf Quenneville nach starker Vorarbeit von Garlent die Latte. Die Zeit lief jetzt für die Füchse. Drei Minuten vor dem Ende kassierte Breitkreuz eine mit Pfiffen der Fans bedachte Strafe. Aber das machte nichts: Ein Rückpass von MacDonald nach dem Bully im Füchse-Drittel rutschte dann über die gesamte Eisfläche im Tor der Gäste – ein kurioses Tor zum 5:2 – die Entscheidung.

Die Füchse gehen also mit einem Sieg in die Länderspielpause. Am kommenden Wochenende ist spielfrei. Weiter geht es erst am 16. November mit einem Heimspiel gegen die Kassel Huskies. Jetzt sind erst einmal drei Tage frei.