merken
Weißwasser

Lausitzer Füchse entführen eine Punkt aus Landshut

Beim Eröffnungsspiel in der neuen Arena erweisen sich die Füchse lange als cleverer. Am Ende entscheidet eine Aktion.

Am Ende jubelten die Landshuter. Die Füchse aber können mit einem Punkt zufrieden sein.
Am Ende jubelten die Landshuter. Die Füchse aber können mit einem Punkt zufrieden sein. © Titus Fischer

Die Lausitzer Füchse haben sich in Landshut bei der 5:4-Niederlage in der Verlängerung vor über 3.600 Zuschauern einen Punkt gesichert. Dafür waren vor allem die gute Chancenauswertung der Füchse (mit zwei Unterzahltoren) und ein starker Leon Hungerecker verantwortlich. Für mehr fehlte es an Disziplin (6:1 Strafen gegen die Füchse) und am Ende auch ein wenig an Glück.

Für die Landshuter war es nach acht Auswärtsspielen am Stück das Heimdebüt im neu umgebauten Stadion. Die Motivation bei Fans und Spielern war also besonders hoch. Nach 50 Sekunden hatten die Landshuter die erste Riesenchance, als Förderlizenzspieler Valenti allein aufs von Hungerecker gehütete Füchse-Tor zulief, aber am Torwart scheiterte. Dann kassierte Quenneville eine schnelle Strafe hinter dem Tor der Gastgeber, das Füchse-Tor stand unter Beschuss, Holzmann konnte schließlich aus Nahdistanz einschieben. Die Gastgeber drückten weiter, Döring hätte die Euphorie der Landshuter stoppen können, scheiterte aber nach einem Landshuter Fehler beim Spielaufbau am Landshuter Torwart Pätzold. Aber: Das war ein Aufbruchzeichen. Wenig später aber gelang der Ausgleich. Die „Finnen-Reihe“ machte mächtig Druck, hielt den Puck lange im Landshuter Drittel, bis Mäkitalo hinter dem Tor den lauernden Füchse-Neuzugang Richie Mueller sah, der mit einem hammerharten Direktschuss traf – der bereits dritte Scorerpunkt des 39-Jährigen im zweiten Spiel für die Füchse. Das Spiel war jetzt ausgeglichen. Dann erhielt Rämö eine Strafe, als er beim Klärungsversuch den über das Plexiglas beförderte. Hungerecker stand erneut unter Beschuss, aber dann schickte nach einem Puckgewinn Quenneville Garlent auf die Reise, der Torhüter Pätzold ausspielte und zur 1:2-Füchse-Führung traf (12.). Die vierte Füchse-Reihe geriet dann zu sehr unter Druck. Hungerecker musste einen abgefälschten Distanzschuss zum Ausgleich hinnehmen. Garlent erarbeitete sich auf der anderen Seite geschickt eine gute Chance, scheiterte diesmal aber an Pätzold. Die Partie schien trotzdem zugunsten der Gastgeber zu kippen.

Anzeige
Mehr Görliwood für die Region
Mehr Görliwood für die Region

Görlitz ist bereits ein beliebter Drehort für Kino- & Fernsehfilme. Nun sucht das Filmbüro Görlitz weitere tolle Locations. Sie haben eine? Bieten Sie sie hier an!

Zu Beginn des Mitteldrittels kassierte Garlent die nächste unnötige Strafe für die Füchse (an der gegnerischen Blauen Linie). Aber erneut gelang den Füchsen ein Unterzahltor: Kania eroberte den Puck, Breitkreuz sah den losstürmenden Quenneville, der sich die Chance nicht entgehen ließ (23.). Die Gastgeber hatten noch in Überzahl die Antwort parat: Alderson traf mit einem Direktschuss genau ins Dreiangel. Die Füchse blieben unter Druck, und kassierten die nächste Strafe, als Rämö den Schläger stehen ließ und ein Landshuter die Chance nutzte, darüber zu fallen. Inder vierten Unterzahl für die Füchse passierte dann erstmals nichts. Die Landshuter wirkten danach überlegen, hatten deutlich mehr Abschlüsse, während die Füchse vor allem mit ihrer dritten und vierten Reihe große Probleme hatten, keine Chancen zuzulassen. Dann kamen die Füchse zu ihrer ersten Überzahlchance. Und die nutzten die Füchse gleich durch Quenneville zum 3:4, wobei der Ex-Nationaltorwart Pätzold im Landshuter Tor eine unglückliche Figur mit seiner Stockhand machte. Wenig später hatte Garlent die Chance zum 3:5, als er allein auf Pätzold zu lief, aber diesmal über den Kasten schoss. Angesichts der Spiel- und Chancenanteile führten die Füchse nach dem zweiten Drittel angesichts eines Schussverhältnisses von 38:12 für Landshut trotzdem überraschend.

Das Schlussdrittel begannen die Füchse dann selbstbewusst mit Schüssen von Garlent, Kania und Mäkitalo. Dann war das Spiel völlig ausgeglichen, bis dem Landshuter Mühlbauer mit einem Handgelenkschuss unter das Dach des Tores der in diesem Moment unerwartete Ausgleich gelang. Sekunden später hatte Rentsch nach einem krassen Fehler von Pätzold die erneute Führung auf dem Schläger, traf aber nach einem Döring-Rückpass das fast leere Tor aus wenigen Metern nicht. Auf der anderen Seite war Holzmann für die Gastgeber der Führung nahe. Sechs Minuten vor Schluss kassierten die Füchse die sechste (!) Strafe. Aber auch diese Unterzahl überstanden die Füchse. Es blieb beim 4:4, auch weil der überragende Hungerecker den letzten Schuss von Alderson Sekunden vor Schluss mit einer Riesenparade entschärfte.

In der Verlängerung fiel die Entscheidung, als Quenneville den Schläger verlor und die Gastgeber dadurch zu einer 3:1-Situation kamen. Pfleger legte ab auf Hult, und der traf zum umjubelten und letztlich verdienten Siegtreffer für die Landshuter im ersten Spiel in der neuen Arena.

Schon am Dienstagabend geht es für die Füchse weiter mit einem Spiel bei den Heilbronner Falken.

Mehr Nachrichten aus Weißwasser und Umland lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Weißwasser