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Lausitzer Füchse erkämpfen Sieg in Bayreuth

Bayreuth dreht das Spiel nach einem Zwei-Tore-Rückstand, aber Weißwasser schlägt zurück.

Von Frank Thümmler
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Bennet Roßmy hat in Bayreuth (endlich) sein erstes Saisontor erzielt – ein Lichtblick.
Bennet Roßmy hat in Bayreuth (endlich) sein erstes Saisontor erzielt – ein Lichtblick. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben ihre Negativserie mit einem 5:4-Sieg nach Verlängerung bei den Bayreuth Tigers gestoppt. Dabei sah es nach dem Gegentreffer zum 4:3 fünf Minuten vor Schluss schon nach einer weiteren Niederlage aus. Aber dann halfen etwas Glück und in der Verlängerung die überragenden Füchse-Stürmer.Füchse-Trainer Chris Straube hatte nach der Niederlagenserie die Reihen umgestellt, Mäkitalo statt Breitkreuz in die Topreihe zu Garlent und Quenneville gestellt, Breitkreuz mit Ritter und Valentin stürmen lassen, Mueller mit den jungen Döring und Roßmy.

Den Worten Taten folgen lassen, hieß es nach den Aussprachen nach der Niederlagenserie der Füchse. Gesagt – getan – und das ausgerechnet von einem, der bislang so ziemlich in der Versenkung verschwunden war. Bennet Roßmy eroberte erst den Puck an der generischen Drittellinie, bekam dann den Puck in den Lauf gespielt, zog einfach aus dem Bullykreis ab und traf genau in die lange Ecke – sein erstes Saisontor für die Füchse (3.).Wenig später kassierte der Torschütze eine Strafe, die Füchse gerieten unter Druck. Torwart Hungereecker musste einige Male eingreifen, konnte das Tor aber sauber halten. Die Bayreuther waren auch danach besser im Spiel, Roßmy holte sich etwas übermotiviert eine weitere Strafe ab. Zwar spielten die Gastgeber ihren Topscorer Järveläinen viermal binnen 30 Sekunden in Schussposition frei, aber kein Schuss fand sein Ziel. Aber der druck der Gastgeber blieb auch danach hoch. Der Ausgleich fiel nach einem Konter, als Mueller nach einem vermeintlichen Foul im Angriffsdrittel zu Fall kam, Am ende traf Hohmann aus relativ spitzen Winkel hoch in die kurze Ecke. Quenneville hatte wenig später die Chance zum Ausgleich, als er einen Pass der Geastgeber abfangen konnte. Allein aufs Bayreuther Tor zulaufend scheiterte er aber mit Schuss und Nachschuss an Torwart Herden. Wenig später hatte der Füchse-Topscorer mit einem Direktschuss an den Pfosten einfach nur Pech.

Die Füchse kamen hochmotiviert aus der Drittelpause, Breitkreuz gab sofort einen gefährlichen Schuss ab, kassierte aber Sekunden später für einen Check den den viel kleineren Hohmann eine Strafe, was man unbedingt vermeiden wollte. Aber die Füchse hatten ja Hunter Garlent, der nach einer Puckeroberung von Quenneville auf und davon war und Torwart Herden sehenswert ausspielte – 1:2 (22.). Es kam noch besser. Als Breitkreuz gerade von de rStrafbank kam, störte erneut Quenneville erfolgreich und spielte mit Hechtsprung Breitkreuz den Puck in den Lauf. Breitkreuz lief allein Richtung Gastgebertor und traf zum 1:3. Die Füchse hatten dann ihre erste Überzahlchance, aber die Top-Reihe musste noch pausieren. Nach einem Puckverlust von Mueller kamen die Bayreuther zum 2:1-Konter, den sie zu ihrem Unterzahltor zum 2:3 nutzten. In der verbleibenden Überzahl hatten die Füchse dann zwei gute Schusschancen durch Quenneville und Garlent, aber der Vorsprung war geschmolzen. Und wenig später hatten die Füchse bei einem Lattentreffer von Davis ausgesprochenes Glück. Dann zeigte Garlent auf der anderen Seite seine Klasse, schoss erst nach einem Solo knapp vorbei und spielte dann Mäkitalo frei, der aber am Torwart scheiterte. Danach war es ein offener Schlagabtausch, erst rettete ein Füchse-Verteidiger auf der Linie, dann wehrte Hungerecker einen Alleingang ab. Auf der anderen Seite scheiterte Breitkreuz allein vor dem Tor am Pfosten.

Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Füchse offensichtlich darauf bedacht, Fehler zu vermeiden und das Spiel einfach zu halten. Das ging erstmal gut, aber praktisch aus dem Nichts kamen die Bayreuther zum Ausgleich. Järveläinen traf mit einem Direktschuss (46.) zum Ausgleich. Die Top-Reihe der Füchse versuchte zu antworten, aber ein Abfälscher von Quenneville landete beim Torwart. Das Spiel wogte dann hin und her. Breitkreuz war mit einer schönen Einzelleistung einem Treffer am nächsten. Das Spiel lebte jetzt in erster Linie von der Spannung. Der Treffer fiel für die Bayreuther. Als Hungerecker den Schläger verlor, nutzte das Hohmann zum Schuss aus spitzem Winkel auf der Fanghandseite. Er traf den Rücken von Hungerecker, von wo die Scheibe zum 4:3 über die Linie prallte – Schlachtenglück hatten die Füchse nun wirklich nicht. Oder doch? Als Valentin wenig später die Scheibe im Fallen noch Richtung Tor brachte, rutschte Herden der Puck zum Ausgleich durch die Beine. Die letzte Chance Sekunden vor Schluss hatte Mäkitalo, aber es ging in die Verlängerung.

Dort neutralisierten sich lange Zeit beide Teams. Keinem Spieler gelang es, den beim Drei-gegen-Drei entscheidenden Zweikampf zu gewinnen. Das schaffte dann Füchse-Stürmer Garlent, der schließlich seinen Kumpel Quenneville mustergültig freispielte, der eiskalt zum Siegtreffer einschoss. Nun muss am Sonntag gegen Landshut nachgelegt werden.

Statistik

Bayreuth Tigers–Lausitzer Füchse 4:5 n. V.(1:1, 1:2, 2:1)

Tore: 0:1 Bennet Roßmy 2:16 (Assist: Döring, Carson ), 1:1 Cason Hohmann 13:54 (Pither, Järveläinen), 1:2 Hunter Garlent 21:26 (Unterzahl, Quenneville), 1:3 Clarke Breitkreuz 22:53 (Quenneville), 2:3 Luke Pither 24:03 (Unterzahl, Hohmann), 3:3 Ville Järveläinen 45:58 (Hohmann, Pruden), 4:3 Cason Hohmann 54:49 (Pither, Järveläinen), 4:4 Eric Valentin 57:04(Reiner), 4:5 Peter Quenneville 63:28 (Garlent, Mäkitalo)