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Lausitzer Füchse feiern ersten Saisonsieg

Die Kassel Huskies holen im Schlussdrittel zwei Tore des 4:1-Rückstandes auf, aber der Kampf der Füchse wird belohnt.

Hier fällt der Ausgleich zum 1:1. Thomas Reichel (Mitte) hat den Puck im Nachsetzen Richtung Tor gebracht, den Abpraller wird Fabian Dietz (nicht im Bild) einnetzen.
Hier fällt der Ausgleich zum 1:1. Thomas Reichel (Mitte) hat den Puck im Nachsetzen Richtung Tor gebracht, den Abpraller wird Fabian Dietz (nicht im Bild) einnetzen. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben am Freitagabend die favorisierten Kassel Huskies, die sich gleich vier DEL-Spieler für die ersten Saisonwochen ausgeliehen haben, mit 4:3 bezwungen. Im Mitteldrittel zogen die Füchse mit drei Toren davon, aber es wurde noch einmal extrem spannend.

Von der ersten Sekunde an war dieses Spiel ein anderes als das erste Füchse-Heimspiel gegen Bayreuth vor einer Woche. Die Kasseler spielten mit möglichst hohem Tempo nach vorn, die Füchse hatten alle Hände voll zu tun, die Angriffe abzuwehren. der Kasseler Trivino traf schon nach zwei Minuten aus spitzem Winkel den Pfosten der langen Torecke, eine Minute später scheiterte Christ an Füchse-Torwart Mac Donald. Die Füchse überstanden mit viel Mühe eine Unterzahl und kamen dann durch Kerbashian, der aus dem Bullykreis den Außenpfosten traf, zu ihrer ersten Chance (8.) Auf der anderen Seite hatte Ex-Fuchs Granz die Riesenchance, brauchte am langen Pfosten bei freiem Tor aber zu lange, sodass Carruth retten konnte. Die größte Chance bis dahin hatten dann die Lausitzer Füchse, als Dietz nach einem Pozivil-Schuss an den Abpraller kam, aber Gästetorwart Hungerecker den Schoner gerade noch rechtzeitig rausschob (14.). 

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Verletzung für den Youngster

Dann bekam Kania für einen harten Check eine Strafe, die Kasseler nutzten die Überzahl zum 0:1. Moritz Müller konnte von links Richtung Tor laufen und den einen Meter vor dem Tor lauernden Clarke Breitkreuz bedienen. Der Ex-Fuchs ließ die Scheibe ins Tor abtropfen (17.). Dann zahlte Füchse-Youngster Bennet Roßmy Lehrgeld, als er quer durchs Mitteldrittel lief und sich nur auf den möglichen Pass von hinten konzentrierte. Aus dem „toten Winkel“ kam Ex-Füchse-Verteidiger Oliver Granz und traf auf Roßmy. Die Schiedsrichter entschieden auf Strafe für Granz, und diese Überzahl nutzten die Füchse zum schnellen Ausgleich. Mik schoss den Puck scharf auf den Schläger von Kurth, Hungerecker konnte noch halten, auch beim Nachschuss von Reichel, aber beim zweiten Nachschuss von Dietz war das Tor leer (19.).

Roßmy musste nach der Drittelpause in der Kabine bleiben, kam während des Spiels aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurück. Die ersten Chancen im Mitteldrittel hatten dann die Füchse. Erst rettete Huskies-Torwart Hungerecker gegen einen von einem eigenen Verteidiger abgefälschten Schuss von Brad Ross, und war dann auch bei einem Abfälschen von Nirschl zur Stelle. Dann aber gelang den Füchsen der Führungstreffer. Andres erkämpfte den Pick im Mitteldrittel und sah dann den freien Füchse-Verteidiger Ondrej Pozivil, der mit einem Handgelenkschuss zum 2:1 traf (25.). Die Kasseler versuchten, sofort den Druck zu erhöhen. Als ein Füchse-Verteidiger beim Schussversuch über den Puck schlug, entstand eine 3:1-Situation für die Gäste. Aber Pozivil machte im richtigen Moment den Passweg zu.

Füchse nutzen ihre Chancen

Bei einer 2:1-Situation auf der anderen Seite versuchte es Neuzugang Kurth allein, scheiterte aber an Hungerecker. Dann kassierten die Füchse eine unnötige Strafe unmittelbar nach einem Bully im Angriffsdrittel. Die Unterzahl überstanden die Füchse trotz des weiten Weges zur Wechselbank, ohne große Chancen zuzulassen, aber das hatte Kraft gekostet. Als die Füchse dann glücklich zu einer eigenen Überzahl kamen (Kassel hatte zu viele Spieler auf dem Eis) liefen sie in einen Konter, und Nick Ross kassierte eine Strafe, während Mac Donald hielt. Aber die Kasseler kassierten für ein Foul an der Bande eine weitere Strafe. Am Ende verbleib den Füchsen eine Minute in Überzahl, die sie zum 3:1 nutzen konnten. Nick Ross täuschte einen Schuss an, legte aber ab auf Robert Farmer, der mit einem Direktschuss ins lange Eck traf (36.). Als dann nacheinander ein Spieler von beiden Seiten auf die Strafbank mussten, drückten die Kasseler enorm.Aber die Füchse konterten. Farmer schickte Kale Kerbashian auf der linken Seite, der nutzte seine Tempovorteil gegen Breitkreuz, zog mit Körpereinsatz vors Tor und lupfte den Puck mit der Rückhand in die kurze Ecke (39.). Die Weißwasseraner hofften da, dass dies schon die Vorentscheidung war. 

Ondrej Pozivil, der im Mitteldrittel einen Puck mit letztem Einsatz geblockt hatte, musste in der Drittelpause mit Verdacht auf Daumenbruch ins Krankenhaus.Aber im Eishockey geht alles ganz schnell. Als Kerbashian zu Beginn des Schlussdrittels hinter dem eigenen Tor über den Puck wischte, fiel das 4:2. ein Querpass vor dem Tor, und Torwart Mac Donald war chancenlos (42.). Die Kasseler liefen noch mehr an, aber jetzt war die Konzentration bei den Lausitzern wieder hoch. Sie ließen wenig zu und Torwart Mac Donald machte einen sicheren Eindruck. Auf der anderen hatte Andres aus der Drehung eine Riesenchance.Die Kasseler riskierten immer mehr, die Konterchancen für die Füchse wurden aber größer, die mehrfach dem entscheidenden fünften Treffer extrem nahe.

Füchse-Trainer protestiert vergeblich

Als Brad Ross vor dem Gästetor abgeräumt wurde, blieb die Hand des Hauptschiedsrichters unten, auf der anderen Seite ging sie in einer unübersichtlichen Aktion hoch. Alle Proteste der Füchse nutzten nichts. Tatsächlich schafften die Kasseler den Anschlusstreffer zum 4:3. Danach sah man etwas ganz seltenes: Trainer Corey Neilson regte sich mächtig auf und protestierte bei den Schiedsrichtern. Es begann eine Abwehrschlacht der Lausitzer Füchse, die sich mit viel Einsatz und nicht ungeschickt gegen den Ausgleichstreffer wehrten. 95 Sekunden vor Schluss nahmen die Gäste den Torwart vom Eis. Die Kasseler feuerten aus allen Rohren. Mac Donald hielt alles, kurz vor Schluss konnten sich die Füchse befreien, trafen zwar das leere Tor nicht, zogen aber eine Strafe – die Entscheidung. Tomas Andres drehte seine Ehrenrunde ...

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