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Lausitzer Füchse haben den Torhunger verloren

Gegen Freiburg gelingt den Füchsen erneut nur ein Tor, das nicht für einen Punktgewinn ausreicht.

Von Frank Thümmler
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Alles dicht und kein Durchkommen für Clarke Breitkreuz. Den Füchsen fehlten die Mittel gegen Freiburg.
Alles dicht und kein Durchkommen für Clarke Breitkreuz. Den Füchsen fehlten die Mittel gegen Freiburg. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben am Sonntagabend zum vierten Mal in Folge verloren. Gegen die Wölfe aus Freiburg unterlagen sie vor 1.865 Zuschauern mit 1:2. Die Gäste verdienten sich den Sieg mit zwei überlegen geführten Dritteln zum Auftakt, nach denen der knappe Rückstand noch das Beste aus Füchse-Sicht war. Im Schlussdrittel versuchten die Füchse anzurennen, waren aber zu harmlos.

Die Lausitzer Füchse konnten auf Förderlizenzspieler Bennet Roßmy zurückgreifen, und Trainer Chris Straube stellte ihn für den immer noch verletzten Toni Ritter zu den beiden Finnen Rämö und Mäkitalo in die zweite Reihe. Das Spiel begann mit etwas mehr Druck der Gäste, die nach einer Übernachtung in Weißwasser sofort im Spiel waren, dann aber eine erste Strafe kassierten. In der Überzahl schafften es die Füchse nicht, einen Schuss auf das Gästetor abzufeuern. Ganz anders die Freiburger, die ihre erste Überzahl zum Führungstreffer nutzten. McLellan ließ mit einem Solo die zu passiven Füchse-Spieler stehen und guckte auch Torwart Ancicka aus – eine tolle Einzelleistung in Überzahl. Danach konnten sich die Füchse ihrem Torwart bedanken, der in einigen brenzligen Situationen zu Stelle war. Die Füchse hatten große Probleme, das eigene Spiel aufzubauen. Eine weitere Überzahl verstrich erneut fast ohne gefährliche Aktionen der Füchse (bis auf zwei Distanzschüsse von Quenneville). Da wirkten die Freiburger auf der anderen Seite mit einem Mann mehr auf dem Eis zielstrebiger, Ancicka hatte bei Schuss und Nachschuss große Probleme.

Wer dachte, dass die Weißwasseraner im Mitteldrittel dominieren könnten, sah sich getäuscht. Die Freiburger waren nach wie vor viel besser im Spiel, setzten sich mehrfach im Angriffsdrittel fest und nahmen das Ancicka-Tor unter Beschuss. Der junge Torwart der Füchse erwies sich ommer wieder als letzte Bastion, auch bei Nachschüssen. Auf der anderen Seite gab es zwar zwei, drei Möglichkeiten durch Garlent oder Baxmann. Aber dann fiel das völlig verdiente 0:2, als die Füchse die Zweikämpfe in der Rundung verloren und ein Pass vors Tor genügte, um Ott freizuspielen, der den Puck unter den Schonern von Ancicka hindurch ins Tor drückte. Auch danach gab es keinen Ruck in der Weißwasseraner Mannschaft. Im Gegenteil, die Gäste waren dem dritten Treffer nahe, bei Tschanows Schuss reagierte Ancicka großartig. Im Fuchsbau war es sehr still. Das änderte sich nach einem langen Pass aus dem eigenen Drittel, als Breitkreuz das Icing verhinderte und dann den Schläger des Verteidigers anhob, als der Puck von der Bande zurückkam. Dadurch war Quenneville allein vor dem Tor und erzielte das 1:2. Sekunden später fälschte Rentsch einen Bednar-Schuss an den Pfosten ab. Aber danach übernahmen wieder die Freiburger das Kommando. Trotzdem, mit dem 1:2 waren noch alle Chancen auf einen Sieg intakt.

Trainer Chris Straube versuchte es im Schlussdrittel mit einer Reihenumstellung, stellte zum Beispiel Mäkitalo zum Quenneville und Breitkreuz, während Garlent zeitweise in der dritten und vierten Reihe auftauchte. Den Spielfluss verbesserte das aber nicht. Zu sehen war einzig, dass die Freiburger taktisch anders spielten, nicht mehr so aggressiv forecheckten, sondern auf Konter lauerten und den Puck zur Not risikominimierend aus dem Drittel spielten. Chancen für die Füchse blieben so Mangelware. Quenneville hatte eine gute (49.), Hanusch schoss zu zentral. Eine unnötige Unterzahl (Reuß) sorgte für eine Unterbrechung des Füchse-Anrennens. Bei einer eigenen Überzahl war nach einem Querpass von Garlent auf Breitkreuz der Torschrei schon auf den Lippen der Fans, aber der Puck rutschte durch. Bei einem Schuss von Quenneville war Torwart Cerveny zur Stelle. Die Zeit lief den Füchsen davon. Nach einem Fehlpass von Breitkreuz trafen die Freiburger die Lattenoberkante. Eine angezeigte Strafe gegen Roßmy, der weit weg war von der Form früherer Tage, zerstörte dann die letzte Hoffnung der Füchse.

Nach zwei Null-Punkte-Wochenenden in Folge sind die Lausitzer nun unter Druck. Am kommenden Wochenende empfangen die Füchse die formstarken Bayreuther (gestern Sieg über Spitzenreiter Frankfurt) und müssen am Sonntag nach Landshut.

Statistik

Lausitzer Füchse–EHC Freiburg 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Tore: 0:1 Tyson McLellan 6:28 (Überzahl, Assist: George), 0:2 Lennart Otten 28:51 (Wittfoth , Neher), 1:2 Peter Quenneville 33:12 (Breitkreuz, Baxmann)

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