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Lausitzer Füchse in der Warteschleife

Nach drei Spielabsagen wegen der Coronafälle im Team ist auch das kommende Wochenende noch höchst unsicher.

Zurzeit können die Lausitzer Füchse nicht einmal vor leeren Rängen, wie hier beim Sachsenderby in Dresden, spielen.
Zurzeit können die Lausitzer Füchse nicht einmal vor leeren Rängen, wie hier beim Sachsenderby in Dresden, spielen. © Jürgen Lösel

Die allermeisten Spieler der Lausitzer Füchse sind derzeit zur Untätigkeit verdammt. Ein Teil von ihnen wurde Corona-positiv getestet. Einige von ihnen auch bei einem zweiten Test in der vergangenen Woche, nachdem der erste Test bei ihnen nach der Rückreise aus Bietigheim/Landshut noch negativ ausgefallen war. „Zwei der Spieler hatten zwei Tage hohes Fieber, alle anderen kaum Symptome“, sagt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Diese Spieler könnten nach überstandener Krankheit ab Donnerstag wieder zur Verfügung stehen, wenn ein dann durchgeführter PCR-Test negativ ausfällt und die kardiologische Untersuchung keine Befunde erbringt.

Die anderen Spieler, die mit in Bietigheim und Landshut waren und nicht erkrankt sind, müssen eigentlich 14 Tage lang, also bis zum 6. Dezember, in Quarantäne und könnten damit am Wochenende nicht spielen. „Ich will in Gesprächen mit dem Gesundheitsamt erreichen, dass auch ihre Quarantäne auf zehn Tage verkürzt wird, wenn der Corona-Test bei ihnen negativ ausfällt. Ich sehe da Chancen, auch weil das RKI ab dem 1. Dezember die Quarantänedauer allgemein auf zehn Tage senken will“, sagt Rohrbach. Stimmt das Gesundheitsamt zu, stehen die Chancen für Spiele am kommenden Wochenende eher gut, beharrt das Gesundheitsamt auf der 14-tägigen Quarantäne, stehen die Chancen eher schlecht.

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Welches der beiden Szenarien für die Lausitzer Füchse nun das weniger Schlechte ist, darüber ist sich auch Dirk Rohrbach nicht im Klaren: „Nach dieser erzwungenen Eishockey-Pause, es durfte ja niemand auf Eis trainieren, wird es fast ein Neustart. Sportlich ist das nur schwer darstellbar“. Die Mannschaft könnte bestenfalls am Donnerstag trainieren, am Freitag wäre das Heimspiel gegen Crimmitschau, am Sonntag das Auswärtsspiel in Kaufbeuren. Aus sportlicher Sicht wäre eine Woche Training vor dem Restart deutlich besser, andererseits ist der Terminplan eng. „Wir haben uns vor der Saison auf zehn Nachholemöglichkeiten an Dienstagen geeinigt, vier wären damit von uns schon belegt“, erklärt Dirk Rohrbach. Das Risiko, nicht mehr alle Spiele absolvieren zu können (oder in englische Wochen auf Dauer zu kommen), würde steigen.

Personell bringt die Corona-Pause andererseits etwas Entspannung. Die angeschlagen und verletzten Spieler konnten auskurieren, einzig Ondrej Pozivil wird nach seinem Daumenbruch noch bis Mitte Januar fehlen. Und Stürmer Rylan Schwartz kehrt nach dem Trauerfall in seiner Familie voraussichtlich am Mittwoch nach Weißwasser zurück.

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Nicht mehr dabei sind nach ihren Kurzzeitverträgen Lucas Dumont und Marcel Kurth. Und weil auch die Eisbären ihre Saison Mitte Dezember beginnen, wird die Zahl der Berliner Förderlizenzspieler, die den Füchsen zur Verfügung stehen, sicherlich auch wieder etwas sinken.

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