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Weißwasser

Lausitzer Füchse in Dresden am Boden

Beim 4:1-Sieg der Eislöwen über Weißwasser erreichen nur wenige Füchse Normalform.

Kein Durchkommen für die Lausitzer Füchse: Stürmer Roope Mäkitalo (91), Arturs Kruminsch hat alles unter Kontrolle. Den Füchsen gelang es im Sachsenderby viel zu selten, sich in den Zweikämpfen durchzusetzen.
Kein Durchkommen für die Lausitzer Füchse: Stürmer Roope Mäkitalo (91), Arturs Kruminsch hat alles unter Kontrolle. Den Füchsen gelang es im Sachsenderby viel zu selten, sich in den Zweikämpfen durchzusetzen. © Thomas Heide

Nach einer Abtastphase ohne Chancen auf beiden Seiten kamen die Füchse zu ihrer ersten Überzahl. Da aber hatten die Dresdner nach einem katastrophalen Fehlpass von Füchse-Verteidiger Baxmann die größte Chance, aber Mrazek, der den Puck auf den Schläger gespielt bekam, scheiterte an Füchse-Torwart Hungerecker. Die Füchse kamen erst spät in Überzahlaufstellung und schafften nur noch einen gefährlichen Schuss durch Garlent. Danach bekam die vierte Reihe der Füchse den Puck nicht aus dem Abwehrdrittel, musste lange auf dem Eis bleiben und kassierte den ersten Gegentreffer, im Zustandekommen etwas unglücklich. Ein Pass von hinter dem Tor von Andres kam zu Porsberger, von dessen Schläger rutschte der Puck durch die Schoner von Torwart Hungerecker und dann ganz langsam und gerade so über die Torlinie.

Die Eislöwen hatten danach Oberwasser. Knackstedt schloss bei einer 3:2-Situation allein ab und scheiterte an der Stockhand von Hungerecker. Dann musste Döring nach einem Handpass am Boden liegend auf die Strafbank – geahndet als unkorrrektes Anspiel. Die Füchse standen stark unter Druck, hatten dank starker Paraden von Hungerecker und Glück bei einem Pfostentreffer schon fast überstanden, als der Puck doch noch im Netz landete. Die Füchse protestierten wegen eines Handpasses unmittelbar vor dem Treffer – und bekamen nach Videobeweis recht. Aber die Dresdner blieben gefährlicher und hatten eine Riesenchance bei einem 2:1-Konter, schoben die Scheibe aber am Tor vorbei. Auf der anderen Seite kamen die Füchse zu keinem gefährlichen Torabschluss, der knappe Rückstand war zu diesem Zeitpunkt noch das beste aus Sicht der Gäste.

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Das Mitteldrittel begann mit einem weiteren Rückschlag für die Füchse. Nach einem schlechten Wechsel des Füchse kamen die Dresdner leicht zu einer 3:2-Situation, die Kuhnekath mit einem platzierten Schuss zum 2:0 abschloss. Die Füchse versuchten danach mehr in der Offensive, fanden aber keine Mittel gegen die gut verteidigenden Dresdner. Auffällig war, dass die Eislöwen fast alle Zweikämpfe an den Banden gewannen. Und die Dresdener waren bei ihren Kontern weitaus gefährlicher als die Lausitzer Füchse. Dazu kam ein dummer Wechselfehler der Füchse, die deshalb in Unterzahl gerieten, diese zwei Minuten aber ohne Gegentor überstanden.

Die Füchse schafften es danach das erste Mal in dieser Partie, richtig Druck zu machen, nahmen das Tor der Gastgeber unter Beschuss. Nach einem Fehler der Dresdner kam Quenneville an den Puck, konnte von der Bande allein Richtung Tor laufen, hatte auch Torwart Schwendener am Boden, scheiterte aber an dessen Matte. Die Lausitzer blieben am Drücker, die etwa 300 Fans der Füchse im Dresdner Eisstadion überstimmten jetzt mit ihren Anfeuerungsrufen die Anhänger der Gastgeber. Aber all das brachte nichts, und in den letzten drei Minuten drehte sich das Spiel wieder. Sofort wurden die Dresdener wieder gefährlicher. Und fünf Sekunden vor der Drittelsirene schlug es zum dritten Mal im Füchse-Tor ein: Nach einem Querpass von Kruminsch (spielte auch mal für Weißwasser) traf Ex-Fuchs Tomas Andres mit einem Direktschuss.

Der große Sturmlauf der Füchse begann im Schlussdrittel zunächst einmal nicht. Quenneville hatte eine Gelegenheit mit der Rückhand, aber Schwendener hielt. Die Dresdner schossen nach wie vor öfter aufs Tor, während bei den Lausitzern Gefahr eigentlich nur von der Top-Reihe mit Quenneville ausging. Die Gastgeber minimierten das Risiko, achteten penibel darauf, den Füchsen keine Konter zu erlauben. Einer gelang den Gästen dann doch, Döring spielte auf Roßmy, der die lange Ecke anvisierte, aber der Torwart hielt. Neun Minuten vor dem Ende gelang den Füchsen aber doch der erste Treffer. Als die Dresdner den Puck nicht aus dem Drittel bekamen und die Füchse ihre Kreis ums Tor immer enger zogen, ergab sich irgendwann die Lücke, und Peter Quenneville traf. Die Füchse hatten danach deutlich Oberwasser. Aber die Zeit lief den Füchsen so langsam davon, zumal die Eislöwen das Tempo wieder anzogen und das Hungerecker-Tor unter Beschuss nahmen. Zwei Minuten vor Schluss nahm Füchse-Trainer Chris Straube den Torwart zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Aber das brachte nichts. Die Füchse schafften keinen Torschuss. Dafür versenkte der Dresdner Knackstedt den Puck von hinter der eigenen Grundlinie zum 4:1 im Tor der Lausitzer Füchse. Die Wut der Füchse über die Derby-Pleite entlud sich Sekunden vor Schluss noch in einer Schlägerei, die aber folgenlos blieb.Für die Füchse kann es jetzt nut heißen, dieses Spiel abzuhaken. Am Sonntag kommen die Ravensburg Towerstars nach Weißwasser, und es braucht Punkte.

Statistik

Dresdner Eislöwen–Lausitzer Füchse 4:1(1:0, 2:0, 1:1)

Tore: 1:0 Johan Porsberger 7:35 (Assist: Andres), 2:0 Philipp Kuhnekath 22:07 (Rundqvist, Mannes), 3:0 Tomas Andres 39:54 (Kruminsch, Kolb), 3:1 Peter Quenneville 50:56 (Garlent, Breitkreuz), 4:1 Jordan Knackstedt 58:46 (empty net, ohne Assist)

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