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Weißwasser

Füchse-Abwehrbollwerk gewinnt in Heilbronn

Die Lausitzer Füchse siegen dank eines überragenden Torwarts nach sechs Jahren wieder einmal in Heilbronn.

Hunter Garlent glänzte zu Saisonbeginn als Vorlagengeber, inzwischen trifft er auch selbst. In Heilbronn gelang ihm sein dritter Saisontreffer. Foto: Thomas Heide
Hunter Garlent glänzte zu Saisonbeginn als Vorlagengeber, inzwischen trifft er auch selbst. In Heilbronn gelang ihm sein dritter Saisontreffer. Foto: Thomas Heide © Thomas Heide

Diese Auswärtsreise hat sich gelohnt für die Lauistzer Füchse. Nach dem einen Ounkt am Sonntag in Landshut konnten die Füchse 48 Stunden später in Heilbronn alle drei Punkte entführen. Entscheidend war die starke Defensivleistung der Füchse, an der alle Spieler mit großem Einsatz beteiligt waren, wobei Torwart Leon Hungerecker herausragte.

Für die Lausitzer Füchse galt es vor allem, denn Offensivlauf der Heilbronner, die am Wochenende bei ihren zwei Siege 14 Tore erzielt hatten, zu stoppen und Strafen zu vermeiden, weil die Heilbronner bislang zu den erfolgreichsten Überzahlteam der Liga gehören. Die Füchse begannen trotzdem offensiv, kassierten aber nach zwei Minuten genau das, was man vermeiden wollte, eine unnötige Strafe im gegnerischen Drittel (Rämö). Diese erst Unterzahl überstanden die Füchse aber problemlos, hatten sogar Konterchancen. Trotzdem übernahmen die Gastgeber nach und nach das Kommando, setzten das erneut von Hungerecker gehütete Füchse-Tor unter Druck und zwang ihn zu ersten starken Paraden. Auf der anderen Seite musste der aus Weißwasser stammende Heillbronner Torwart nach einem schnellen Pass von hinter dem Tor auf Mäkitalo seine Klasse beweisen. Insgesamt aber wurde deutlich, dass beide Teams sehr aufmerksam waren, wenn es darum ging, Konter zu vermeiden und schnell zurückzulaufen. Hungerecker rettete dann bei einem Konter (15.). Das Dritttel endete leistungsgerecht Unentschieden.

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Zu Beginn des Mitteldrittels bekamen die Füchse ihre erste Überzahlchance. Sie kamen schnell in die Überzahlaufstellung. Ein Hanusch-Distanzschuss zischte noch knapp am Pfosten vorbei, aber dann war Hunter Garlent auf der rechten Verteidigerposition freigespielt, lief noch ein Paar Schritte und versenkte die Scheibe im rechten Dreiangel zum 0:1. Die Füchse hatten danach Oberwasser und eine gute Chance durch Rämö, der vors Tor ziehen konnte, den Puck aber nicht an Torwart Tiefensee vorbei bekam. Die gute Phase der Füchse schien unterbrochen, als Verteidiger Reinier ohne Helm weiterspielte, der ihm bei einem Zweikampf vom Kopf gerissen worden war und er wegen „unkorrekter Ausrüstung“ eine regelkonforme Strafe erhielt. Die Füchse waren stark unter Druck, als Döring einen Pass abfing, mit schnellem Antritt eine 2:1-Situation schuf und den Puck im rechten Moment auf den mitgelaufenen Tim Detig ablegte. Und der traf in Unterzahl zu seinem ersten Saisontor zum 0:2. Dass das keine Entscheidung war, wussten die Füchse nach dem Sonntagsspiel der Heilbronner, als die Falken einen 0:4-Rückstand gegen Kassel noch in einen 7:5-Sieg umgewandelt hatten. Das Spiel wogte danach hin und her, die Füchse setzten immer wieder Nadelstiche und verteidigten immer wieder gut, zumal Hungerecker wieder einen sicheren Eindruck hinterließ. Sekunden vor dem Ende des Mittelabschnitts hatten die Füchse dann Pach, dass nicht der dritte Treffer gelang. Bei Vier-gegen-Vier zog Mäkitalo ab, der Heilbronner Torwart Tiefensee wehrte mit der Schulter ab, der Puck flog in einer Bogenlampe an den rechte Pfosten. So gingen die Füchse mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Schlussdrittel.

Zu Beginn des Schlussdrittels unterlief Döring ein eher unglückliches Foul, als er auf eine Heilbronner Stürmer nahe er Bande auflief, der mit dem Kopf an der Bande landete, aber sofort wieder aufstand. Die Schiedsrichter prüften sogar eine große Strafe, entschieden sich aber nach Ansicht der Bilder für „nur“ zwei Minuten gegen die Füchse. Hungerecker glänzte mit starken Paraden, und die Füchse kassierten wieder kein Tor. Die Füchse spielten weiter vor allem defensiv sehr aufmerksam, schafften es immer wieder, die Gefährliche Zone vor dem Tor dichtzumachen. Döring musste dann aber erneut auf die Strafbank (48.). Aber auch diesmal hielt die Füchse-Abwehr. Den Gastgebern schien die Zeit davonzulaufen. Die Füchse konzentrierten sich inzwischen fast ausschließlich auf die Abwehr, taten das auch erfolgreich. Das große Aber: Kania musste auf die Strafbank (55.). Als auch diese Überzahl der Falken ungenutzt verstrichen war, ließen sie ihren Torwart zugunsten des sechsten Feldspielers vom Eis. Die Abwehr der Füchse blieb dicht. 25 Sekunden vor Schluss kassierte Hanusch die letzte Strafe für die Füchse. Aber die Null stand dank der Klasseleistung von Hungerecker.

Jetzt gilt es, sich gut zu erholen. Am Freitag geht es zu den Dresdner Eislöwen zum Sachsenderby.

Statistik

Heilbronner Falken–Lausitzer Füchse 0:2(0:0, 0:2, 0:0)

Tore: 0:1 Hunter Garlent 22:01 (Überzahl, Ass.: Hanusch, Quenneville)

0:2 Tim Detig 27:30 (Döring)

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