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Löwen Frankfurt lassen Füchsen keine Chance

Die Gastgeber erteilen Weißwasser eine Lehrstunde in Sachen Effektivität. Am Dienstag muss alles besser werden.

Er hätte dem Spiel wohl eine andere Wendung geben können: Füchse-Stürmer Tomas Andres vergab gleich in der Anfangsphase zwei richtig gute Chancen.
Er hätte dem Spiel wohl eine andere Wendung geben können: Füchse-Stürmer Tomas Andres vergab gleich in der Anfangsphase zwei richtig gute Chancen. © Thomas Heide

Die Fans der Lausitzer Füchse hatten gehofft, dass beim 7:3 am Freitag über Bad Nauheim der Knoten in der Offensive geplatzt sei. Am Sonntag aber fielen die Weißwasseraner wieder in die Schwäche der bisherigen Spiele 2021 zurück. Beim 1:6 in Frankfurt mangelte es vor allem an eigener Torgefahr und auch dem Nutzen der Torchancen.

Die Lausitzer Füchse begannen beim Titelmitfavoriten selbstbewusst und mit aggressivem Forechecking. Die ersten Chancen aber ergaben sich für die Gastgeber, als nach gut zwei Minuten die erste Löwen-Reihe auf dei viert Füchse-Reihe traf. Dmitriev schoss sie bei einem Direktschuss aus spitzem Winkel vorbei. Auf der anderen Seite war Andres vor dem Tor frei, scheiterte aber an Löwen-Torwart Kucis. Nach acht Minuten war erneut Andres völlig frei nach einem Hintertorpass von Martin und konnte sich die Ecke aussuchen. Aber erneut scheiterte er am Torwart. Vier Minuten später musste Füchse-Torwart Mac Carruth einen Riesensave zeigen, als Mitchell völlig frei vor ihm zum Schuss kam. Wenig später gerieten die Füchse gegen die zweitbeste Überzahlmannschaft der Liga in Unterzahl (Andres). Das wurde sofort bestraft, auch wenn die Füchse lange nichts zuließen. Aber als Wood den Puck von der Blauen Linie Richtung Tor brachte, schlug der Puck ein. Mitchell hatte dem Füchse-Torwart Carruth die Sicht verdeckt. Die erste Füchse-Reihe machte danach viel Druck, aber Roßmy scheiterte nach Kerbashian-Vorarbeit am stark reagierenden Torwart. Auf der anderen Seite musste MacAulay eigentlich das 2:0 erzielen, aber er traf völlig frei am langen Pfosten das nahezu leere Tor nicht (17.). Ein zweites Überzahlspiel gaben die Frankfurter kurz vor Ende des ersten Drittels schnell wieder her, weil sie selbst eine Strafe nahmen. Das relativ ausgeglichene erste Drittel endete wegen des Überzahltores also mit einer knappen 1:0-Führung der Gastgeber.

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Die Füchse kamen deshalb zu Beginn des Mitteldrittels zu einer kurzen Überzahl, bei der Schwartz eine gute Chance vergab. Wenig später hatten Schwartz, der noch geblockt wurde, und Roßmy, der vor dem leeren Tor etwas zu lange brauchte und dann an Torwart Kucis scheiterte, Riesenchancen. Wenig später kamen die Füchse zu ihrem ersten „echten“ Überzahlspiel, und man konnte direkt sehen, warum die Füchse in dieser Kategorie zu den schwächsten der Liga zählen: keine Bewegung, kein einziger Torschuss, technische Fehler und schließlich kein Konzept, ins Angriffsdrittel zu kommen. Wenig später stand es 2:0. Schinko konnte Fahrt aufnehmen, umkurvte den zu passiven Brad Ross, zog vors Tor und umspielte auch Torwart Carruth (26.). Mit der nächsten klasse Einzelleistung erzielten die Frankfurter das 3:0. Topscorer Collberg setzte sich gegen zwei Füchse-Spieler durch, zog vors Tor, legte sich die Scheibe vor Carruth auf die Rückhand und schlenzte sie genau ins Dreiangel (31.). Das sah nach rund der Hälfte der Spielzeit die Vorentscheidung zu sein, zumal auch Streu wenig später aus guter Position am der Fanghand von Kucis scheiterte. Kerbashian provozierte wenig später mit einem katastrophalen Fehlpass im eigenen Drittel die nächste Strafe für die Füchse, die Nick Ross nehmen musste. Diese Unterzahl überstanden die Füchse, auch wenn die Gastgeber viele Schüsse abgaben. Es folgte eine eigene Überzahl, bei der Trainer Corey Neilson schon jetzt (!) den Torwart vom Eis nahm. Als die Top-Reihe nach gut einer Minute das Tor noch nicht erzielt hatte und vom Eis beordert wurde, kehrte Carruth wieder ins Tor zurück.

Das Schlussdrittel begannen die Füchse erneut in Unterzahl, überstanden diese und versuchten dann, irgendwie doch zum ersten Treffer zu kommen, der eine Aufholjagd starten könnte. Bei allem Bemühen fehlten aber die spielerischen Mittel. Als Andres eine Strafe herausholte, nahmen die Füchse erneut den Torwart vom Eis. Mehrere Schuss versuche misslangen, dann verlor Kerbashian die Scheibe und Strodl traf aus dem eigenen Drittel ins leere Tor – die endgültige Entscheidung (46.). Das Spiel plätscherte danach vor sich hin. Die Gastgeber erzielten das 5:0 mit Ablauf einer Überzahl, als Darren Mieszkowski einen Schuss von der Blauen Linie abfälschte. Der Ehrentreffer der Füchse gelang dann in doppelter Überzahl. Nick Ross nahm genau Maß und traf genau ins Angel (55.). Auf den Ausgang der Partie hatte das aber keinen Einfluss mehr. Wenig später erhöhten die Gastgeber im Anschluss an einen Maskentreffer bei Carruth im Nachsetzen auf 6:1.

Schon am Dienstag gibt es die Chance auf Wiedergutmachung. Die Eispiraten Crimmitschau kommen zum Sachsenderby. Der neue Stürmer Andrew Clark ist dann wohl noch in Quarantäne.

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