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Weißwasser

Nah dran in Freiburg – aber es reicht wieder nicht

Die Lausitzer Füchse unterliegen unglücklich bei den Freiburger Wölfen. Dabei war eindeutig mehr drin, erst recht nach einer 2:0-Führung.

Bennet Roßmy (Mitte) zeigte in Freiburg mit einem frühen Unterzahltor seine Klasse.
Bennet Roßmy (Mitte) zeigte in Freiburg mit einem frühen Unterzahltor seine Klasse. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben einen weiteren Rückschlag im Kampf um Platz acht erlitten In Freiburg unterlag Weißwasser letztlich unglücklich mit 5:4. Die letztlich spielentscheidende Situation war eine zu Ende gehende eigene Überzahl im Mitteldrittel.

Unterschiedlicher konnten die Voraussetzungen vor diesem Spiel nicht sein: Die Freiburger Wölfe sind so gut wie sicher für die Play-offs qualifiziert, kämpfen als Tabellendritter im Moment eher um das Heimrecht in möglichst vielen Play-off-Runden – die Füchse auf der anderen Seite darum, die kleine Chance auf das Erreichen der Play-offs am Leben zu halten. Alle drei bisherigen Duelle der Saison hatten die Freiburger gewonnen. Und eines galt es zu beachten: Die Freiburger sind bestes Überzahlteam der Liga – also Strafen vermeiden!

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Und dann kassierten die Füchse in Person von Topscorer Rylan Schwartz nach gerade einmal 80 Sekunden den ersten Strafenpfiff des Spiels, wobei die Schiedsrichter die Messlatte für zu pfeifende Fouls sehr niedrig legten. Das Befürchtete trat aber nicht ein, im Gegenteil: Die füchse verteidigten gut, und dann setzte Youngster Bennet Roßmy zum Solo an, umkurvte vier Freiburger und überwand den Freiburger Backup-Torwart Salvarini (Stammtorwart Meissner fehlte im Aufgebot) mit einem Schuss über die Fanghand zum 0:1. Die Freiburger machten danach viel Druck, Mac Carruth, der nach seinem verletzungsbedingten Ausscheiden am Montag schon wieder im Tor stand, bekam allerhand zu tun und teilweise überragend hielt, auch gegen Nachschüsse. Die Füchse konnten sich immer wieder befreien. Als Thomas Reichel im Angriffsdrittel an den Puck kam und aus zentraler Position abzog, schlug der Puck zum 0:2 über der Stockhand des Freiburger Torwarts ein.

Sicher konnten sich die Füchse natürlich noch lange nicht sein. Carruth musste gegen den heranstürmenden Ex-Fuchs George retten – und dann herrschte große Hektik vor dem Füchse-Tor. Carruth musste eine Schuss prallen lassen, war dann zunächst zur Stelle, aber der Puck blieb in unmittelbarer Tornähe. Die Freiburger kämpften ihn mit aller Macht ins Tor. Die Schiedsrichter prüften noch, ob Carruth nicht regelkonform behindert wurde, gaben das Tor dann aber. Die Füchse kamen zu einer ersten eigenen Überzahl, suchten auch schneller als so oft in dieser Saison den Weg zum Tor, aber die Schuss- und Tipp-in-Versuche hatten diesmal keinen Erfolg. Die Füchse, die vor allem die erste Freiburger Reihe um Topscorer Hult nicht in den Griff bekamen, kassierten dann den Ausgleich. Allen war vor dem Tor angespielt und konnte Carruth ausspielen. Die erste Freiburger-Reihe erzielte dann auch das 3:2. Billich wurde freigespielt. Sein Schuss war eigentlich verunglückt, traf aber Walter so, dass die Scheibe am verdutzten Carruth vorbei ins Tor prallte. Reichel kassierte Sekunden vor Ende des Drittels noch eine (ebenfalls kleinliche) Strafe.

Die Unterzahl überstanden die Füchse schadlos, und befreiten sich danach wieder. Als Clark den Puck ohne Sicht zurücklegte, konnte Martin die Vorlage zum 3:3 verwandeln. Für Freiburgs erste Reihe war das nur das Signal, gleich wieder Gas zu geben. Carruth parierte klasse gegen Hult. Der Kampf der Füchse wurde mit der nächsten Strafe (wieder kleinlich) gegen Reuß bestraft. In Unterzahl hatten wieder die Füchse zwei gute Chancen. Clark schloss eine 2:1-Situation allein ab und traf das Außennetz, und Roßmy legte quer auf Döring, die Freiburger rutschten ins eigene Tor und verhinderten so den Einschlag. Die Füchse kamen dann zu einer Überzahl, hatten in ihr eine Riesenchance durch Andres, der beim Nachschuss schon die Arme nach oben riss, aber der Puck wollte nicht rein. Als die Strafzeit ablief, passiert das, was nicht passieren darf: Puckverlust, ein langer Pass auf den gerade von der Strafbank kommenden Bassen, 4:3. Dann fiel das 5:3, als Allen das Gestänge traf. Die Schiedsrichter ließen noch zwei Minuten weiterspielen, prüften dann das Video bei der nächsten Unterbrechung. Der Puck hatte das hintere Torgestänge getroffen.

Im Schlussdrittel plätscherte das Spiel zunächst vor sich hin. Die Füchse hatten dann die Chance in Überzahl, auf ein Tor heranzukommen. Aber da hatten die Gastgeber die besseren Chancen. Aber mit Ablauf der Überzahl traf Schwartz mit einem Direktschuss zum 5:4. Die Hoffnung war wieder da, die Füchse versuchten mehr Offensive, aber Freiburg war mit Kontern immer wieder gefährlich. Füchse-Torwart Carruth hielt seine Mannschaft im Spiel. Eine weitere Überzahlchance bot sich den Füchsen vier Minuten vor Schluss. Trainer Chris Straube nahm eine Auszeit. IN dieser Überzahl gab Clark einige Schüsse ab, aber insgesamt war das Spiel der Füchse zu statisch. Als die Freiburger vollzählig waren, spielten die Füchse mit sechs Feldspielern weiter und hatten bei einem Pfostentreffer von Andres Riesenpech. 20 Sekunden vor Schluss kassierten die Freiburger noch eine Doppelstrafe, aber die Zeit reichte nicht mehr. Am Sonntag gegen Heilbronn muss jetzt ein Sieg her.

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