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Weißwasser

Schwarzer Tag für die Lausitzer Füchse

In Freiburg setzt es eine deutliche Niederlage. Der große Unterschied besteht in der Effektivität.

Füchse-Trainer Corey Neilson war besonders im zweiten Drittel in Freiburg unzufrieden mit seiner Mannschaft.
Füchse-Trainer Corey Neilson war besonders im zweiten Drittel in Freiburg unzufrieden mit seiner Mannschaft. © Thomas Heide

Diese lange Auswärtsfahrt in den südwestlichen Zipfel Deutschlands war für die Lausitzer Füchse umsonst. Sie kassierten eine frustrierende 6:1-Niederlage, obwohl ihnen personell das beste Aufgebot zur Verfügung stand. Aber all das läuferische Engagement und der kämpferische Einsatz konnte nur in viel Puckbesitz umgemünzt werden, nicht in Tore.

In das Spiel gingen beide Mannschaften mit einigem Optimismus. Die Freiburger als Tabellendritter, der in den drei ersten Spielen des Jahres sechs Punkte geholt hatte, die Füchse mit sogar einem Punkt mehr. Es ging auch gleich los mit hohem Tempo. Jonathon Martin, der diesmal statt Roßmy in der ersten Reihe neben Kerbashian und Schwartz spielte, gab nach 90 Sekunden den ersten gefährlichen Schuss aufs Gästetor ab. Aber schnell gingen die Gastgeber in Führung. Als die sich die vierte Reihe nur mit einem unerlaubten Weitschuss befreien konnte, nicht wechseln durfte und auf die erste Reihe der Gastgeber traf, nutzte die das aus. Bei einem Schuss von de r Blauen Linie fälschte wohl Ex-Fuchs Jordan George den Puck noch ab. Die Schiedsrichter schrieben den Treffer aber Verteidiger Spornberger gut. Wenig später traf der nächste Ex-Fuchs, Schiemenz, den Außenpfosten des Füchse-Tores. Die Chance zum Ausgleich ergab sich, als die Füchse für 30 Sekunden doppelte Überzahl spielen durften. Aber da spielten die Füchse schwach, und auch in der danach folgenden einfachen Überzahl fiel der Ausgleich nicht. Die Füchse versuchten alles, schnürten den Gegner phasenweise in das eigene Drittel ein. Aber sie fanden kein Mittel, um Torwart Ben Meisner zu überwinden. Die wohl beste Chance hatte Dietz, der aus vier Metern zentral vor dem Tor zum Schuss kam. Wenig später hätte der Berliner Förderlizenzspieler am langen Pfosten fast den Ausgleich gemacht, beim Versuch, Meisner auszuspielen, wurde er aber gefoult. Auch diese Überzahl brachte nichts ein. Am Ende des ersten Drittels mussten sich die Füchse angesichts eines Schussverhältnisses von 14:7 fragen, warum sie hier mit 0:1 zurücklagen. Aber das zweite Drittel mit den langen Wegen zum Wechsel sollte den läuferisch starken Füchse ja liegen.

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Aber es kam genau andersherum. Es dauerte nur neun Sekunden bis zum 2:0. Spiro konnte ungehindert in das Füchse Dritte laufen, zog aus dem Bullykreis ab und traf in die kurze Ecke. Füchse-Torwart Carruth sah nicht gut aus. Die Füchse versuchten danach, mit viel Einsatz Druck aufzubauen und den Puck im gegnerischen Drittel zu halten, damit die Freiburger nicht wechseln konnten. Das gelang zwar ab und an, mündete aber nur selten in Torgefahr. Die Gastgeber erteilten den Füchsen indessen eine Lehrstunde in Sachen Effektivität. Schiemenz traf nach einer kurzen Druckphase der Freiburger aus wenigen Metern zum 3:0 (31.), dann lenkte George einen durch die Luft trudelnden Puck volley ins Netz und schließlich gelang den Gastgebern sogar ein Unterzahltor. Saakyan war nach einem geblockten Schuss auf und davon und brachte die Scheibe auch vorbei an Torwart Carruth. Auf der anderen Seite scheiterten die Füchse immer wieder am Freiburger Torwart. Spätestens nach dem 5:0 war die Partie entschieden.

Erstaunlicherweise zeigten die Füchse trotz des hoffnungslosen Rückstandes auch im Schlussdrittel eine engagierte Leistung. Aber sie holten sich nach einer Inkonsequenz hinter dem eigenen Tor das 6:0 ab. Carruth, der nicht vom Eis genommen wurde, konnte den Schuss aus Nahdistanz von Hult noch parieren, aber Allen versenkte den Abpraller. Die Füchse rannten weiter an, und endlich, in Überzahl, fiel der Ehrentreffer. Andres spielte an den kurzen Pfosten auf Martin, der lupfte den Puck an, Kerbashian beförderte ihn dann ins Netz. Das änderte am Spielausgang nichts mehr. Mit einem Schussverhältnis von offiziell 36:31 für die Lausitzer Füchse (gefühlt war es deutlicher) ging das Spiel mit 6:1 an die Freiburger, auf deren Seite am Ende Torwart Ben Meisner als Spieler des Tages ausgezeichnet wurde.

Trainer Corey Neilson war nach dem Spiel besonders mit dem zweiten Drittel unzufrieden: Da haben wir den Freiburgern, die offensiv viele gute Ideen hatten, zuviel Zeit und Raum gegeben. Im Schlussdrittel habe ich meine Mannschaft dann schon auf das Spiel am Dienstag in Heilbronn vorbereitet“. Damit dort nach der Penaltyniederlage am vergangenen Freitag eine Revanche gelingt, müssen die Füchse vor allem an ihrer Effektivität arbeiten.

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