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Weißwasser

Viermal Latte oder Pfosten – aber kein Tor

Den Lausitzer Füchsen fehlt im zweiten Spiel gegen Freiburg auch Schlachtenglück – aber eben nicht nur.

Hier fällt das 0:2: Der Freiburger Scott Allen konnte Füchse-Torwart Tobias Ancicka (unbedingt die Sicht verdecken. Ancicka war zwar noch dran am Distanzschuss, aber die Scheibe rutschte durch ins Tor.
Hier fällt das 0:2: Der Freiburger Scott Allen konnte Füchse-Torwart Tobias Ancicka (unbedingt die Sicht verdecken. Ancicka war zwar noch dran am Distanzschuss, aber die Scheibe rutschte durch ins Tor. © Thomas Heide

Die Chancen der Lausitzer Füchse auf den achten Tabellenplatz und damit auf die Teilnahme an den Play-offs schwinden immer mehr. Nach dem einen Punkt am Donnerstag gegen Freiburg folgte 24 Stunden später eine glatte 0:2-Niederlage.

Füchse-Trainer Straube hatte nach der Penalty-Niederlage von knapp 24 Stunden zuvor die Möglichkeit, etwas an der Aufstellung zu ändern. Als Torwart stand Ancicka zur Verfügung. Deshalb konnten alle vier Ausländerpositionen mit den Feldspielern besetzt werden. Kerbashian kehrte nach seiner Denkpause vom Donnerstag ins Team zurück. Und Straube versuchte, die zuletzt überragende Freiburger Reihe um Topscorer Hult mit einer jungen, läuferisch starken Reihe (Reichel, Kinder, Döring) zu neutralisieren.

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Das ging zunächst auf. Martin hatte die erste Riesenchance, hatte nach einem Abpraller das nahezu leere Tor vor sich, wollte es aber zu genau machen und traf die Torlatte. (3.). Das musste eigentlich das 1:0 sein. Im Gegenzug hatten die Gäste ihre erste Chance, die aber Ancicka verhinderte. In den folgenden Minuten übernahmen die Gäste das Kommando, Ancicka stand unter Beschuss und erwies sich als starker Rückhalt. Ab Mitte des Drittels konnten die Füchse das Spiel ausgeglichen gestalten. Eine Überzahl verspielten die Freiburger durch ein eigenes Foul. Bei Vier-gegen-Vier zeigte vor allem Kerbashian sein offensives Potenzial. Nach einem tollen Solo schob er die Scheibe knapp am Tor vorbei. Sekunden später hatte Martin allein vor dem Tor eine Riesenchance, scheiterte aber aus Nahdistanz an Wölfe-Torwart Meisner. Und wieder wenig später hatte Schwartz nach einer tollen Einzelleistung Meisner schon ausgespielt, traf dann aber aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten. Auch wenn man nicht verkennen darf, dass auch die Freiburger ihre Chancen hatten, den Füchsen fehlte einfach auch etwas Schlachtenglück.

Das blieb auch im Mitteldrittel so. Nach einer Startphase, in der die Füchse versuchten, viel Druck zu erzeugen, rutschte Clarke nach einem Rückpass an die Blaue Linie aus, der Freiburger Bassen war auf und davon, und nutzte die Chance eiskalt. Er traf über die Stockhand von Andres an den Innenpfosten. Die Füchse wirkten erst einmal geschockt, auch weil sich der Treffer für die Gäste kaum abgezeichnet hatte. So nach und nach wurde auch deutlich, dass den Füchsen der letzte Zug zum Tor fehlte. Als allerdings Nirschl mit seinem Schuss aus dem Bullykreis wieder die Latte traf, war es langsam zum Verzweifeln. Auf der anderen Seite fiel dann das 0:2. Bei einem Schuss von der Blauen Linie verdeckte der Freiburger Allen Torwart Ancicka die Sicht. Man hörte zwar deutlich, dass Ancicka am Puck war, aber irgendwie rutschte die Scheibe dann doch ins Tor. Wenig später hatten die Freiburger das 0:3 auf dem Schläger. Nach einem Kerbashian-Fehler war George allein vor dem Tor, Ancicka zeigte ein Riesenparade.

Der 0:2-Rückstand nach zwei Dritteln (trotz ausgeglichener Statistiken) war irgendwie entmutigend. Zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Füchse zweimal Überzahl. Bei der ersten gab es den vierten Lattentreffer: Schwartz traf mit einem Direktschuss das Lattenkreuz. Sonst aber gelang es zu selten, gefährliche Situationen zu kreieren. Die Freiburger konnten sich nach und nach vom Druck befreien und hatten ihrerseits die besseren Chancen, das Spiel zu entscheiden. Am Ende des Spiels nahmen die Füchse den Torwart vom Eis und kamen auch noch zu einer Überzahl. Aber da wirkten sie viel zu verkrampft. Am Ende blieben die Füchse torlos.

Neben allem fehlenden Schlachtenglück muss man nach diesem Spiel auch festhalten: Den Füchsen fehlen offensichtlich die Unterschiedsspieler, die die Spiele für die Mannschaft entscheiden. Gerade die ausländischen Spieler sind ja dafür verpflichtet worden. Und diese Erwartung erfüllen sie viel zu selten in dieser Saison, auch in den beiden Heimspielen gegen Freiburg nicht. Am Sonntag und Montag folgen jetzt zwei Auswärtsspiele, in Heilbronn und Kaufbeuren.

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