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Generalprobe für die Lausitzer Füchse geht schief

Gegen die Dresdner Eislöwen wirkt Weißwasser chancenlos. Der Trainer will das vorm Wiedersehen zum Saisonauftakt in der DEL2 nicht überbewerten.

Betretene Gesichter sah man nach dem Spiel bei den Lausitzer Füchsen. Am kommenden Freitag soll alles anders werden.
Betretene Gesichter sah man nach dem Spiel bei den Lausitzer Füchsen. Am kommenden Freitag soll alles anders werden. © Thomas Heide

Weißwasser. Knapp tausend Zuschauer waren am Freitagabend in die Wee-Eisarena gekommen, um das letzte Vorbereitungsspiel der Füchse auf die neue DEL2-Saison zu sehen und im Derby gegen die Dresdner Eislöwen ihr Team anzufeuern. Sie rieben sich dann aber verwundert und sicher auch enttäuscht die Augen.

Die Dresdner waren klar besser, gewannen ungefährdet mit 5:1 (2:0, 1:0, 2:1).Bedenken, dass dies einen Einfluss auf das erste Saisonspiel am Freitag, ausgerechnet wieder zu Hause gegen Dresden, haben könnte, hat Füchse-Trainer Chris Straube nicht. „Alle wissen, dass dies das letzte Vorbereitungsspiel war. Ich war selbst lange genug Spieler, um zu wissen, dass sich da jeder zurückhält und keine Verletzung riskieren will“, sagte er. „Das hat man gerade bei uns gesehen. Wir waren weit weg von unserem Leistungsvermögen, auch wenn man das Spiel mit dem in Crimmitschau wenige Tage vorher vergleicht.“

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Straube verteilte zumindest zu Beginn die Eiszeiten wieder auf alle Spieler des Kaders. Weißwasser bot in Reihe vier neben Luis Müller mit Luca Ladusch und Georg Ginsburg (von den Eisbären Juniors) zwei Akteure auf, die erstmals Füchse-Luft schnupperten. „Die haben ganz gut gespielt, aber ab dem zweiten Drittel habe ich die Hauptspieler dann doch wieder mehr eingesetzt“, sagte Straube im Nachhinein.

Zu wenig Gegenwehr der Füchse

Die Dresdner gingen in Überzahl durch einen unmittelbar vor dem Tor abgefälschten Schuss in Führung, Füchse-Torwart Leon Hungerecker, der sich zuvor schon mehrfach ausgezeichnet hatte, war ohne Chance (14.). Auf der Gegenseite hatten Ladusch und Reuß im Nachschuss eine große Ausgleichsmöglichkeit, bevor die Dresdner nach starker Vorarbeit von Filin durch Rundquist das 2:0 erzielten (19.).

Auch im Mitteldrittel dominierten die Dresdner klar, Verteidiger Karlsson ließ die junge dritte Füchse-Reihe mit zwei Körpertäuschungen ganz alt aussehen und legte dann auf Peterson ab, der keine Mühe hatte, das 3:0 zu erzielen (23.). Noch einmal heran kamen die Füchse auch im Schlussabschnitt nicht. Eher blieben die Eislöwen am Drücker und erzielten durch Porsberger, der direkt nach einem Bully unbedrängt abziehen konnte, das 4:0 (49.).

Die Füchse schafften unmittelbar danach durch Breitkreuz, der einen Baxmann-Schuss abfälschte und den Abpraller selbst verwandelte, den Ehrentreffer. Viel mehr passierte nicht, die Gäste sorgten durch einen einfachen Treffer nach einem Querpass für den Endstand.

Entwarnung für einen Stürmer

Wie viel die Trainer aus dieser Partie tatsächlich an Erkenntnis mitnehmen können, ist unklar. Vielleicht eines: Wenn beide mit angezogener Handbremse spielen, scheint ein Mehr an Talent im Dresdner Team zum Tragen zu kommen. Füchse-Trainer Chris Straube sagte nach dem Spiel: „Es ist klar, dass wir am kommenden Freitag eine ganz andere Füchse-Mannschaft auf dem Eis sehen werden. Es könnte dann vielleicht sogar von Vorteil sein, dass dieses Vorbereitungsspiel so klar an Dresden gegangen ist und einige Spieler uns im Unterbewusstsein unterschätzen. Ich bin überzeugt davon, dass meine Spieler am Freitag an ihre Leistungsgrenze gehen werden.“

Trotzdem war er nicht glücklich darüber, im letzten Vorbereitungsspiel auf den ersten Punktspielgegner zu treffen. Das sei aber vereinbart gewesen, bevor der Spielplan der Saison veröffentlicht wurde.

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Entwarnung konnte Chris Straube am Sonntag bezüglich des Stürmers Roope Mäkitalo geben, der zu Beginn des Schlussdrittels verletzt vom Eis musste. „Ich habe im ersten Moment auch eine schlimme Knieverletzung befürchtet. Aber die Untersuchungen haben ergeben, dass es wohl nur eine muskuläre Verletzung war. So wie ich Roope kenne, wird er am Dienstag schon wieder auf dem Eis stehen“, sagt der Füchse-Trainer, der die Fans am Freitag über einen Derbysieg jubeln lassen will.

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