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Stadion der Kraftwerker wird aufgehübscht

Eine halbe Million Euro wird dafür investiert. Die Zusage für Fördermittel hat Weißwasser schon. Jetzt vergab der Stadtrat den Auftrag für die Planungen.

Zu groß und viel zu aufwendig in der Pflege sind die Zuschauertraversen.
Zu groß und viel zu aufwendig in der Pflege sind die Zuschauertraversen. © Archivfoto: Joachim Rehle

Weißwasser. Die Stadt Weißwasser möchte in ihre Sportstätten investieren, „um die Identität als Sportstadt zu verstärken und die Vielfalt zu erhalten“. So war es bereits 2012 im Sportstättenkonzept festgeschrieben worden. Seither ist so einiges passiert – und das nicht nur in der Eisarena oder bei der 2020 begonnenen Sanierung des Jahnbads. Auch im Sportkomplex am Turnerheim und im Oberlausitzer Freizeitpark hat die Stadt Geld in die Hand genommen.

Ebenso im Stadion der Kraftwerker, dessen hauptsächlicher Nutzer die TSG Kraftwerk Boxberg/Weißwasser ist. Nach einem Schaden durch Brandstiftung stand man 2010 vor der Frage, das Sozial- und Funktionsgebäude wieder herzustellen oder die Gelegenheit gleich zu einer Modernisierung zu nutzen – und hatte sich im Einvernehmen mit dem Verein für das umfangreichere Bauen entschieden.

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In den städtischen Haushalten 2018 und 2019 waren Maßnahmen zum Umbau der Außenbereiche im Stadion enthalten. Die Anlagen erweisen sich mittlerweile als überdimensioniert, der Zustand der Laufbahn erfordert einen erheblichen Pflegeaufwand. Von Barrierefreiheit ganz zu schweigen. Zur Umsetzung der Ideen kam es nicht, da die Haushalte 2018 und 2019 nicht beschlossen bzw. nicht genehmigt worden waren. Die Stadt konnte somit nur mit Nothaushalt agieren. Dieser erlaubte die Pflichtaufgaben, um die Stadt am Laufen zu halten. Der Umbau einer Sportstätte gehört aber definitiv nicht dazu.

Auf der Grundlage eines Vorentwurfs stellte Weißwasser im Januar 2020 einen Förderantrag zu Sanierung und Umbau der Sportanlagen im Stadion der Kraftwerker. Im Oktober ging im Rathaus der Zuwendungsbescheid ein – mit der Zusage einer 90-prozentigen Förderung der Gesamtkosten von einer halben Million Euro.

Allerdings mussten nach Aussage von OB Torsten Pötzsch (Klartext) nach den neuen Bedingungen nun auch die Planungen ausgeschrieben werden, was im Herbst erfolgte. Das Ingenieurbüro für Straßen- und Tiefbauplanung Lehmann GmbH wird nun die Planungen ausführen. Die Vergabe des Auftrags an das Nieskyer Unternehmen für 29.815 Euro hatte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung bei fünf Gegenstimmen mehrheitlich beschlossen.

Frank Konietztky (Klartext) wäre eine Beleuchtung der Tartanbahn wichtig, „damit die Sportler der TSG auch nach 17 Uhr trainieren können“. Baureferatsleiter Thomas Böse verwies auf die Vorplanung für die Kostenberechnung. Man gehe davon aus, die Bahn nicht zu beleuchten, weil es den Bedarf dafür nicht gibt, sagte er. Thomas Böse kündigte aber an, dass es „eine Runde mit den Nutzern geben soll, um die Aufgabenstellung zu konkretisieren“.

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