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Weißwasser

Volkshaus erneut Thema im Stadtrat Weißwasser

Nach vielen Emotionen und kontroverser Debatte im Mai soll heute in Weißwasser ein Grundsatzbeschluss her – zum Wiederaufbau.

Am 25. April stand das Volkshaus in Weißwasser in Flammen. Jetzt soll ein Grundsatzbeschluss zum Wiederaufbau her.
Am 25. April stand das Volkshaus in Weißwasser in Flammen. Jetzt soll ein Grundsatzbeschluss zum Wiederaufbau her. © xcitepress/Christian Essler

Weißwasser. Wie es mit dem schwerbeschädigten Volkshaus Weißwasser weitergehen soll, damit befasst sich der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung. Gleich drei Anträge liegen zu dem Thema vor.

Die Fraktion der AfD hatte bereits im Februar eine Nutzung des Volkshauses als Innovations-, Kultur- und Verwaltungszentrum ins Gespräch gebracht. Mit dem Kohleausstiegsgeld würde die Chance zur Revitalisierung des Objekts bestehen, hatte Fraktionsvorsitzender Jens Glasewald begründet. Der Vorschlag war zur weiteren Diskussion in die Ausschüsse verwiesen worden. Bevor man sich jedoch ernsthaft damit auseinandersetzen konnte, brannten Teile des Objekts lichterloh. Wie in der darauffolgenden Sondersitzung des Stadtrats am 11. Mai angekündigt, stellt die AfD – nun unter gänzlich veränderten Ausgangsbedingungen – den Antrag auf einen Grundsatzbeschluss zur Wiederbelebung und Sanierung des Volkshauses. Ihm zugrunde liegt eben jenes Konzept, mit welchem die AfD bereits im Februar eine breite Diskussion in der Stadt anstoßen wollte.

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Linke, Klartext sowie die Räte der Wählervereinigungen „Für unser Weißwasser“ und KJiK möchten den Oberbürgermeister beauftragen, für die Zukunft des Volkshauses „ein durch ein mehrstufiges Bürger-Beteiligungsverfahren erstelltes Nutzungskonzept zu erarbeiten“. Auch soll der OB prüfen, inwieweit Strukturhilfen aus dem Kohleausstiegstopf für den Wiederaufbau und die Sanierung infrage kommen.

Die Fraktion CDU/SPD hatte in jener Sondersitzung beantragt, der Stadtrat möge sich in einer Willensbekundung zu einem zügigen Wiederaufbau des Volkshauses und einer dauerhaften Nutzung bekennen. In ihrem Antrag auf einen erweiternden Grundsatzbeschluss fordert auch sie die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes bei mehrstufiger Bürgerbeteiligung.

Fast 20 Jahre stand das Volkshaus als einstiges Bergarbeiter-Kulturhaus in Weißwasser leer. Mehrfach hatte die Stadt versucht, an Fördermittel für die Sanierung zu gelangen, was letztlich daran scheiterte, dass kein stimmiges Nutzungskonzept vorlag. Nach einer Brandstiftung am 25. April war das Volkshaus durch das Feuer schwer beschädigt worden. Damit rückte die Frage nach der Zukunft des Objekts erneut in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.In den Live-Stream der Sondersitzung des Stadtrates am 11. Mai zu dem weiteren Vorgehen hatten sich zeitgleich 550 Menschen eingeloggt, wodurch der Rechner überlastet war und die Übertragung zusammenbrach. Weitere 1.500 Interessenten schauten sich die Aufzeichnungen auf der Homepage der Stadt an.

Stadtrat Weißwasser am 1. Juli, um 16 Uhr, in der Turnhalle der Bruno-Bürgel-Oberschule, Lutherstraße 22. Die Sitzung mit 34 Punkten auf der Tagesordnung findet erstmals wieder als Präsenzveranstaltung statt.

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