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Zuwachs für den Bienenwald

50 Zuckerhutfichten wurden während der ersten Pflanzaktion nach langer Corona bedingter Pause am Sonnabendvormittag in Weißwasser dem Erdreich anvertraut.

Freiwillige Helfer griffen zum Spaten, um ihren Beitrag zur Aktion 10000 Bäume für die Lausitz zu leisten.
Freiwillige Helfer griffen zum Spaten, um ihren Beitrag zur Aktion 10000 Bäume für die Lausitz zu leisten. © Rolf Ullmann

Weißwasser. Knirschend fraßen sich die Spatenblätter in die Grasnarbe vor dem Bienenwald am Brentanoweg Ecke Kiefernweg. So mancher Schweißtropfen rann dabei, denn die Sonne meinte es gegen 10 Uhr an diesem Vormittag schon recht gut mit den freiwilligen Helfern bei dieser Pflanzaktion. „Durch die Einschränkungen während der Coronazeit konnten wir in den letzten Monaten nicht viel tun, umso schöner ist es, das wir heute als einen Neubeginn die Zuckerhutfichten pflanzen können,“ sagt Ralf Lange.

Schon über 1.000 neue Bäume

Von Beginn an unterstützt er das Maskottchen Erdi bei dessen Vorhaben, 10.000 Bäume für die Lausitz zu pflanzen. Über 1.000 Bäume sind es inzwischen, die hauptsächlich in Weißwasser, in den Erdboden gebracht wurden. Rund 500 davon haben im Bienenwald ihre Heimstatt gefunden. Zwölf verschiedene Baumarten sowie Sträucher wachsen seit dem vergangenen September auf dem ehemaligen Garagenstandort. Neben Salweide, Winterlinde, Eberesche und dem Bergahorn gedeihen hier weitere Gehölze auf dem weitgehend naturbelassenen Gelände. „Die Vielfalt der Baumarten ist kein Zufall sondern Absicht gewesen. Denn hier sollen vor allem Bienen sowie andere Insekten ihre Nahrung finden,“ sagte Erdi vor Beginn der Pflanzaktion. Gleichzeitig bedauerte er die Tatsache ein wenig, dass die beste Pflanzzeit derzeit vorüber ist.

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Deshalb erfolgt erst im Herbst die nächste Aktion. Dann soll der Tierpark in Görlitz in einer Gemeinschaftsaktion um einige Bäumchen reicher werden. Damit sich der Bienenwald ungestört entwickeln kann, wurde das Gelände im Oktober des letzten Jahres mit einer Umzäunung versehen. Nun gesellen sich seit dem Sonnabend Zuckerfichten zum Baumbestand. Im Verlauf des Sonnabendvormittags wurden sie parallel zum Brentanoweg vor der Umzäunung gepflanzt. In ein paar Jahren sollen sie zu einer stattlichen Hecke heranwachsen. Eine Bank davor zum Ausruhen bei einem Spaziergang aufzustellen, schwebt Ralf Lange vor. Denn die Gegend um das Farmerhaus ist ein beliebtes Fleckchen, das vor allem von älteren Damen und Herren genutzt wird, die sich in der Natur bewegen wollen.

Bei Oberbürgermeister Torsten Pötzsch fand dieser Vorschlag ein offenes Ohr. „Das ist ein guter Gedanke, den wir aufgreifen sollten,“ sagte das Stadtoberhaupt. Er griff, gemeinsam mit den anderen freiwilligen Helfern, an diesem Vormittag selbst zum Spaten. Florian Oest, der Landesvorsitzende der Jungen Union Sachsen-Niederschlesien, hatte nicht nur mehrere Mitglieder aus dem Landkreis Görlitz für den Einsatz in Weißwasser mobilisiert, sondern führte auch eine sehr willkommene Spende für Erdis Pläne mit sich. Denn der Umschlag, der am kleinen Pflaumenbaum befestigt war, enthielt einen Gutschein. Diesen in der Gärtnerei von Kati Struck in Schleife einzulösen, wird Erdi zur Verwirklichung weiterer Projekte sehr gern tun. „Wir sind heute mit mehreren Mitgliedern hierher gekommen, um unseren Beitrag in der Aktion der Jungen Union „Meine Natur- mein Sachsen“ zu leisten. Denn viele reden über den Naturschutz, wir packen mit an,“ sagte Florian Oest. Er würdigte zugleich das Engagement von Erdi, hinter dem sich der 14-jährige Lukas Czaja verbirgt, aktiv etwas für die Umwelt positiv zu bewirken.

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