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Weißwasser

Weißwassers Oberbürgermeister geehrt

Torsten Pötzsch erhält den mit 30.000 Euro dotierten Deutschen Nationalpreis für sein Engagement gegen Hass.

Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister von Weißwasser.
Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister von Weißwasser. © dpa

Hamburg/Weißwasser. Der mit 30 000 Euro dotierte Deutsche Nationalpreis geht in diesem Jahr an den Oberbürgermeister von Weißwasser, Torsten Pötzsch. Damit werde der 49-Jährige für sein Engagement gegen Hass und Spaltung in seiner Gemeinde in der Oberlausitz geehrt, teilte die von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gegründete Deutsche Nationalstiftung am Donnerstag in Hamburg mit.

Trotz Hassbotschaften, Drohungen und eines Anschlags suche Pötzsch unermüdlich den Dialog mit den Bürgern und versuche, Zusammenhalt und Lebensqualität in seiner von Braunkohleausstieg und Strukturwandel gezeichneten Stadt zu stärken.

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"Kommunale Politikerinnen und Politiker, sei es im Hauptamt oder im Ehrenamt, bilden eine wichtige Stütze unserer Demokratie", sagt Thomas Mirow, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Nationalstiftung. "Umso bestürzender ist es, dass immer mehr von ihnen zur Zielscheibe extremistischer Anfeindungen und Übergriffe werden." Pötzsch stemme sich mit großem Mut gegen diese "bedenkliche Entwicklung".

Preisverleihung im November

Der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis der Nationalstiftung geht an die Kampagne "No Hate Speech Movement" des journalistischen Netzwerks "Neue deutschen Medienmacher*innen", das sich gegen Hetze im Internet engagiert und Nutzer auffordert, Stellung zu beziehen. Damit leiste "No Hate Speech Movement" einen wesentlichen Beitrag dazu, "dass Hasspostings im Netz eingedämmt und Täter angeklagt werden", erklärte Stiftungsgeschäftsführerin Agata Klaus.

Aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen soll die Preisverleihung nicht wie geplant im Juni, sondern erst im November in Hamburg stattfinden. Um die Preisträger zeitnah zu würdigen, soll Ende Juni eine digitale Gratulationskampagne mit Glückwünschen, Statements und Videoclips starten. Die Stiftung ehrt seit 1997 Menschen, die sich für den Zusammenhalt in Deutschland und die Identität des Landes in einem vereinten Europa engagieren. (dpa)

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