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Weiter Ärger an Pirnaer Straße

Lärm und Dreck nerven Anwohner in Radeberg. Das Thema spielte jetzt sogar beim Neujahrsempfang eine Rolle.

© Willem Darrelmann.

Sie sind durchaus ein wenig heftig aneinandergerasselt, Elisabeth Weigmann aus der Pirnaer Straße und Radebergs OB Gerhard Lemm (SPD). In der Stadtratssitzung Anfang Oktober hatte sie im Namen zahlreicher Anwohner ihrem Ärger mächtig Luft gemacht, dass das Wohnen in der Pirnaer Straße nicht mehr wirklich viel Spaß macht, weil einige Nachbarn im Bereich zwischen den Hausnummern 14 und 20 beinahe jede Nacht lärmen und weil hier Dreck und Müll nerven. „Hier wird in die Einfahrt der Tiefgarage uriniert, wir werden bedroht, wenn wir etwas sagen – aber vor allem ist es dieser unerträgliche Lärm“, hatte sie im Stadtrat beschrieben.

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Und die Stadt, so hatte Elisabeth Weigmann kritisiert, tue seit Monaten nichts, als sich herauszureden. Denn – so hatte Lemm auch während der Stadtratssitzung erklärt – die Stadt sei eben nicht der Vermieter der Wohnungen. „Aber es gibt eine Polizeiordnung der Stadt und für deren Einhaltung ist das Ordnungsamt zuständig, da kann man schon auch als Anwohner mehr erwarten“, empörte sich Elisabeht Weigmann. Und stand und steht mit dieser Meinung nicht alleine da.

Überwachung verstärkt

Wirklich beruhigt hat sich die Lage an der Pirnaer Straße ganz offensichtlich noch immer nicht. Und der OB griff das Thema deshalb Sonntagmittag auch in seiner Rede beim Neujahrsempfang der Stadt noch einmal auf. Und kritisierte die Ruhestörer und Randalierer scharf: „Was sich dort einige leisten, geht gar nicht!“ Lemm bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei der Polizei, die dort mit viel Verständnis und Kraft agiere. „Die Polizei hat extra in diesem Bereich den Streifendienst verstärkt“, so der Oberbürgermeister.

Geholfen habe das Ganze aber bisher nicht wirklich, ärgern sich die Anwohner der Pirnaer Straße nach wie vor. Und sie bleiben dabei: Hier müsse endlich stärker durchgegriffen werden – hier müssten eben auch die Vermieter der betreffenden Wohnungen stärker mit ins Boot geholt werden, fordern sie. (SZ/JF)

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