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Weiter Arbeit an Geschichtspfad

Junge Mexikaner, Italiener und Russen nehmen an einem Sommercamp teil – um mehr über die NS-Vergangenheit zu erfahren.

© SZ-Archiv/Lutz Weidler

Zeithain. Bereits zum 15. Mal startet am 21. Juli das Internationale Workcamp des Service Civil International (SCI) in der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain. Mit ihren Pflege- und Instandhaltungsarbeiten werden die Teilnehmer einen Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarmachung der noch existierenden Spuren des früheren Kriegsgefangenenlagers Zeithain leisten, erklärte die Sprecherin der Stiftung Sächsischer Gedenkstätten Julia Spohr. Am diesjährigen Sommercamp beteiligen sich 14 junge Erwachsene aus acht Ländern, sie kommen aus Mexiko, Slowenien, Italien, Spanien, Russland, Tschechien, der Ukraine und der Türkei.

Ziel der Camps war und ist es, die Ergebnisse der unter fachwissenschaftlicher Leitung stattfindenden Grabungen und Instandsetzungsarbeiten nachhaltig für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Deshalb setze sich die Stiftung seit mehreren Jahren für einen kombinierten Geschichts- und Naturlehrpfad auf dem Gelände des früheren Kriegsgefangenenlagers im heutigen Naturschutzgebiet Gohrischheide und Elbniederterrasse ein, so Julia Spohr. Bislang konnte mit den zuständigen Stellen jedoch noch keine endgültige Einigung bezüglich der Umsetzung erzielt werden. Im dritten Quartal 2017 sollen weitere Gespräche stattfinden.

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Thema dürften dann vor allem auch die Kosten sein. Bereits im Herbst 2016 hieß es dazu im Rahmen einer Kleinen Anfrage vom sächsischen Wissenschaftsministerium, dass die Kostenschätzung zwischen 350 000 und 2,35 Millionen Euro liegt – je nach den Vorgaben von Natur- und Denkmalschutz. Der Geschichts- und Naturlehrpfad soll einmal auf den historischen Lagerstraßen entlangführen und unter anderem innerhalb kleiner Geschichtsinseln über das Leben der Kriegsgefangenen berichten. Der Eingang befindet sich perspektivisch auf der Frankfurter Straße unweit des Bahnhofes Jacobsthal. (SZ/ste/dpa)