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Dresden

Weitere Anklagen nach Waffenfund 

Im Februar wurde am Dresdner Hauptbahnhof ein mit Granaten und Waffen beladenes Auto entdeckt. Jetzt werden zwei Hintermänner angeklagt. 

Am Dresdner Hauptbahnhof wurden im Februar dieses Jahres Granaten und Waffen in einem Mercedes-Geländewagen gefunden.
Am Dresdner Hauptbahnhof wurden im Februar dieses Jahres Granaten und Waffen in einem Mercedes-Geländewagen gefunden. © Archiv/xcitePRESS

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat jetzt gegen zwei 24 und 28 Jahre alte Bosnier Anklage wegen gewerbs- und bandenmäßiger unerlaubter Einfuhr von Kriegswaffen erhoben. 

Das Duo ist Teil einer Bande, die am 18. Februar einen Mercedes-Geländewagen nach Dresden gebracht haben. In dem Auto wurden unter anderem 95 Handgranaten, vier vollautomatische Gewehre, acht halbautomatische Faustfeuerwaffen sowie Munition verschiedener Kaliber gefunden. Das bosnische Kennzeichen, der Wagen falsch geparkt, drin zwei junge Männer – das war für die Bundespolizei damals Grund genug für eine Kontrolle. Die beiden Insassen, ein 17-Jähriger und ein 29-Jähriger aus Bosnien, wurden noch vor Ort festgenommen und bereits im Ende Juni angeklagt. 

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Die beiden jetzt Angeklagten sollen das Fahrzeug präpariert und die Waffen in dem Luxusauto versteckt haben. Letztlich wurde das Waffenschmuggel-Gefährt an die beiden später in Dresden festgenommenen Fahrer übergeben.

In den Fokus der Strafverfolgungsbehörden seien die beiden Männer durch Hintergrundermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und des Bundeskriminalamts geraten, hieß es. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Beschuldigten regelmäßig Waffen schmuggelten, um diese anschließend zu verkaufen. Allerdings hätten sich bei den Ermittlungen keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Waffen zur Vorbereitung eines Terroranschlags nach Deutschland gebracht worden seien. 

Das Landgericht Dresden muss nun auch über die Zulassung der neuerlichen Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden, so die Staatsanwaltschaft. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest. (SZ/mja)