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Weitere Forderungen nach Behr-Rücktritt

Der langjährige Ortsvorsteher des Hochlandes steht nach seiner Verurteilung unter Beschuss.

© Steffen Füssel

Von Kay Haufe

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Dresden. Es ist ihm sicher nicht leichtgefallen, doch mit seinem eigenen Rücktritt als stellvertretender Ortsvorsteher von Schönfeld-Weißig ist Hans-Jürgen Behr (CDU) einem öffentlichen Abwahlverfahren zuvorgekommen. Ortsvorsteherin Daniela Walter (CDU) verlas jetzt in einer Sitzung seine Erklärung. Damit geht die lange politische Karriere Behrs, der auch als Hochland-König bezeichnet wird, langsam zu Ende. Der Mann hat viele Jahre das Geschehen im Hochland bestimmt, war Bürgermeister und hat sich bei den Eingemeindungsverhandlungen mit der Stadt Dresden für die kleinen Ortschaften am Stadtrand eingesetzt. Nicht ohne selbst Aufsehen zu erregen, zum Beispiel wurde Asbest unter der von ihm gebauten Kita gefunden. Mehrere Gerichtsprozesse lagen schon hinter ihm, bevor er im Juni wegen Betruges verurteilt wurde, weil er zu Unrecht Kurzarbeitergeld für Beschäftigte seiner damaligen Baufirma bezogen hatte. Aus diesem Grund hatten die Ortschaftsräte von Linken, Grünen und der SPD ein Abwahlverfahren angeregt. Das wollte Ortsvorsteherin Daniela Walter zwar verhindern, doch Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) teilte in einem Schreiben an Ortschaftsrat Joachim Kubista (SPD) mit, dass über die Abwahl spätestens in der Sitzung am 12. November abzustimmen ist. Dem ist Behr nun zuvorgekommen.

Das reicht der Grünen-Ortschaftsrätin Manuela Schott allerdings nicht. Er solle anstandshalber auch sein Mandat als Ortschaftsrat niederlegen, schreibt sie in einer Erklärung. Die CDU vor Ort sei nicht in der Lage, selbstreinigende Kräfte zu entwickeln. Behr könne weiter die Strippen an seinen Marionetten ziehen.