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Slowakei schafft öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab

Schwerer Schlag für die Pressefreiheit in Slowakei: Die unter dem Kürzel RTVS firmierenden öffentlich-rechtlichen Sender werden abgeschaltet. Eine neue Anstalt soll Journalismus im Sinne der Regierung machen.

Von Hans-Jörg Schmidt
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Der öffentlich-rechtliche Sender "Rundfunk und Fernsehen der Slowakei" (RTVS) soll nach Regierungsplänen durch eine neue Sendeanstalt ersetzt werden.
Der öffentlich-rechtliche Sender "Rundfunk und Fernsehen der Slowakei" (RTVS) soll nach Regierungsplänen durch eine neue Sendeanstalt ersetzt werden. © dpa

Seit Tagen schon trugen die meisten Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Senders RTVS (Rundfunk und Fernsehen der Slowakei) in Bratislava demonstrativ schwarz. Das sollte den „schwarzen Tag“ symbolisieren, an dem das Ende ihrer Sendeanstalt beschlossen werden sollte. Die Regierung unter Premier Robert Fico hatte mit ihrem Amtsantritt deutlich gemacht, dass sie die kritischen Berichte von RTVS leid sei. Am Donnerstagabend stimmten alle Abgeordneten der Regierungsparteien im Parlament für das Aus. Die Oppositionsparteien hatten vor der Abstimmung den Saal demonstrativ verlassen.

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