Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leipzig
Merken

Leipziger Linken-Politiker Pellmann prangert verweigerte Einreise in Ukraine an

Am Bahnhof Lwiw ist Endstation: Sören Pellmann, Bundestagsabgeordneter der Linken aus Leipzig, darf nicht in die Ukraine einreisen. Gibt es eine Liste mit unerwünschten Personen - so wie er spekuliert?

 2 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann beklagt, ihm sei die Einreise in die Ukraine verwehrt worden.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann beklagt, ihm sei die Einreise in die Ukraine verwehrt worden. © Carsten Koall/dpa (Archiv)

Berlin/Lwiw. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann beklagt, dass ihm die Einreise in die Ukraine verwehrt worden sei. Der Leipziger Politiker wurde am Bahnhof Lwiw (früher Lemberg) an der Weiterfahrt gehindert, wie die Gruppe der Linken im Bundestag mitteilte. Mehr als zwei Stunden seien Pellmann und zwei Mitarbeiter am Dienstag ohne Begründung aufgehalten worden. Dann hätten ukrainische Beamte ihn nach Polen "abgeschoben" - ohne Gründe zu nennen.

"Anscheinend gibt es eine Liste von Personen des öffentlichen Lebens, die sich kritisch positioniert haben und nicht mehr in die Ukraine einreisen dürfen", sagte der 47-Jährige, der sich wiederholt gegen Waffenlieferungen an die Ukraine für den Abwehrkampf gegen die russische Invasion ausgesprochen hat.

Der "Welt" sagte Pellmann: "Ich habe mich stets gegen Waffenlieferungen ausgesprochen. Das steht mir als Bundestagsabgeordneten zu." In Russland sei er nur einmal gewesen: auf einer privaten Reise mit seiner Mutter 2018.

Das Vorgehen der Ukraine gegen einen Abgeordneten sei vollkommen unverständlich, kritisierte Pellmann. Selbst das Intervenieren der deutschen Botschaft habe nicht geholfen. "Ich fordere die vollkommene Aufklärung dieses Vorgangs und eine Erklärung, warum ein demokratisch gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestags auf einer solchen Liste stehen kann." Sein Ziel sei es gewesen, mit der Zivilbevölkerung in Kontakt zu kommen, sowie mit den Partnerorganisationen der Partnerstadt von Leipzig, Kiew. (dpa)