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Was über die russischen Hyperschall-Raketen bekannt ist

Russland hat im Westen der Ukraine erstmals Hyperschall-Raketen eingesetzt. Wladimir Putin hält die Kinschal für "unbesiegbar". Angeblich treffen sie auf mehr als 1.000 Kilometer Entfernung extrem genau.

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Ein Mikoyan MiG-31 Abfangjäger der russischen Luftwaffe fliegt bei der russischen Militärparade bewaffnet mit einer Kinschal.
Ein Mikoyan MiG-31 Abfangjäger der russischen Luftwaffe fliegt bei der russischen Militärparade bewaffnet mit einer Kinschal. © Pavel Golovkin/AP/dpa

Rund drei Wochen nach Beginn des Ukraine-Krieges haben die russischen Streitkräfte nach eigenen Angaben im Westen des Landes eine Hyperschallrakete eingesetzt - es ist wohl das erste Mal überhaupt, dass diese neu entwickelte Waffe zum Einsatz kam.

Nach Angaben aus Moskau vom Samstag zerstörte die Kinschal-Rakete (Kinschal bedeutet Dolch) am Vortag in einem Dorf ein unterirdisches Waffenlager.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, das vernichtete Lager mit Raketen und Munition habe sich im Dorf Deljatyn befunden, das rund hundert Kilometer von der Grenze zum Nato-Mitgliedstaat Rumänien entfernt liegt. Die Kinschal-Raketen können nach russischen Angaben alle Luftabwehrsysteme umgehen, die russische Seite hatte bisher noch nie deren Einsatz in einem Konfliktgebiet bekannt gegeben.

Im Gebiet Odessa am Schwarzen Meer seien zudem zwei Stützpunkte der militärischen Aufklärung zerstört worden. Überprüfbar waren die Angaben nicht.

Die Kinschal-Raketen und die des Typs Zirkon gehören zu einer neuen von Russland entwickelten Waffengattung, die Staatschef Wladimir Putin als unbesiegbar bezeichnet hatte. Sie können angeblich auch die in Europa stationierten US-Luftabwehrsysteme überwinden.

Es ist das erste Mal seit Beginn des Krieges, dass Russland von dem Einsatz seiner neuen ballistischen Luft-Boden-Rakete Kinschal berichtet. Bisher kamen die Waffen vor allem bei Manövern zum Einsatz - zuletzt wenige Tage vor der Invasion in die Ukraine, die am 24. Februar begonnen hat.

Der erste erfolgreiche Test dieser Hyperschallraketen wurde von Russland 2018 gemeldet. Seither wurde sie mehrfach bei Manövern eingesetzt. Bei den Tests im Jahr 2018 trafen die Kinschal-Raketen nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ausnahmslos alle Ziele, die teils mehr als tausend Kilometer entfernt lagen.

Abgeschossen werden die Raketen von Kampfflugzeugen des Typs MiF-31. Sie können nach russischen Angaben Ziele in bis zu 2.000 Kilometer Entfernung treffen - unter Umgehung aller Luftabwehrsysteme. Hyperschallraketen übertreffen die Schallgeschwindigkeit um ein Mehrfaches und fliegen mit mehr als 6.000 Kilometern pro Stunde. (mit dpa)