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Hunderte Sektenmitglieder flüchten vor "Apokalypse" nach Äthiopien

Anhänger einer Sekte fürchteten eine bevorstehende Apokalypse. Aus diesem Grund wandern mehr als 200 Menschen von Uganda nach Äthiopien, um zu ihrer Mutterkirche zu gelangen.

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Der ugandischen Polizei zufolge waren die Sektenmitglieder nach Äthiopien gewandert, um zu ihrer Mutterkirche zu gelangen. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche gilt als eine der ältesten Kirchen der Welt.
Der ugandischen Polizei zufolge waren die Sektenmitglieder nach Äthiopien gewandert, um zu ihrer Mutterkirche zu gelangen. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche gilt als eine der ältesten Kirchen der Welt. ©  Pixabay (Symbolfoto)

Kampala. Hunderte Anhänger einer christlichen Sekte sind von Uganda nach Äthiopien gezogen, nachdem ein Sektenführer ein Massensterben vorhergesagt hatte. Wie die ugandische Polizei am Freitag mitteilte, habe die Wanderung bereits im Februar begonnen. Die rund 200 Menschen hätten sich mittlerweile im Süden Äthiopiens niedergelassen. Zuvor hatte bereits das äthiopische Außenministerium bestätigt, dass Hunderte Ugander über den Landweg nach Äthiopien eingereist waren.

"Die Anhänger der Sekte fürchteten eine bevorstehende Apokalypse, während der es zu Vertreibungen und Todesfällen kommen soll", sagte der Sprecher des äthiopischen Außenministeriums Meles Alem. Der ugandischen Polizei zufolge waren die Sektenmitglieder nach Äthiopien gewandert, um zu ihrer Mutterkirche zu gelangen. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche gilt als eine der ältesten Kirchen der Welt.

Viele Menschen in dem ostafrikanischen Uganda sind zutiefst gläubig. Vor 23 Jahren verübten Anführer der katholischen Weltuntergangssekte "Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes" in Uganda einen Massenmord, bei dem mehr als 700 Menschen ums Leben kamen. Die Sektenführer waren in Erklärungsnot geraten, nachdem ein angekündigtes Ende der Welt nicht eingetreten war. (dpa9