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Benedikts Zustand offenbar weiter stabil - Nierenprobleme behandelt

Dem emeritierten Papst Benedikt XVI. geht es den Umständen entsprechend gut. Das verkündete der Vatikan nun - nach Stunden der Unsicherheit.

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Am Mittwoch hatte Papst Franziskus in der katholischen Kirche für Aufsehen gesorgt, als er sagte, sein Vorgänger sei "sehr krank"
Am Mittwoch hatte Papst Franziskus in der katholischen Kirche für Aufsehen gesorgt, als er sagte, sein Vorgänger sei "sehr krank" © Archiv/Michael Kappeler/dpa

Rom. Der Gesundheitszustand des emeritierten Papstes Benedikt XVI. ist nach übereinstimmenden Medienberichten stabil geblieben. Das meldete die Nachrichtenagentur Ansa am Freitagmorgen und berief sich auf eine namentlich nicht genannte Person aus dem ehemaligen Kloster Mater Ecclesiae.

Dort lebt Benedikt seit seinem Papst-Rücktritt 2013; in dem Haus in den Vatikanischen Gärten wird er aktuell behandelt. Der 95-Jährige habe am Morgen in seinem Schlafzimmer mit seinem Vertrauten und Privatsekretär Georg Gänswein eine Messe gefeiert.

Die für gewöhnlich gut informierte römisch-katholische Tageszeitung "La Croix" aus Frankreich berichtete am Freitag unter Verweis auf mehrere Quellen, dass Benedikt wegen Nierenproblemen behandelt worden sei. Auch Ansa hatte von einem möglichen Nierenversagen berichtet. Offizielle Angaben dazu gab es vom Vatikan am Freitag zunächst nicht.

Am Mittwoch hatte Papst Franziskus mitgeteilt, dass sein Vorgänger sehr krank sei. Der Heilige Stuhl teilte daraufhin mit, dass sich der Zustand des emeritierten Papstes in den vergangenen Tagen verschlechtert habe, die Situation aber den Umständen entsprechend unter Kontrolle sein.

Die italienische Zeitung "Corriere della Sera" schrieb am Freitag, dass Benedikt in jener Phase, als sich die Lage verschlimmert hatte, "für einige Zeit das Bewusstsein verlor". Aber bereits am Donnerstag habe er positiv auf die Behandlung reagiert und habe wieder mit den Personen kommunizieren können, hieß es weiter. Der gebürtige Bayer selbst habe es abgelehnt, in ein Krankenhaus gebracht zu werden. (dpa)